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Erster Band.
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Cargaisonlkinen

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Carrelets

der ersten Bedeutung, sowie in der von Con-signation wird es auch zuweilen im Deutschengebrauchn

Cargaisonleinen nennt man in Frankreich ge-ringe bretagnische Leinen, die von Rennes über Seeversandt werden.

Carge, s. Conge.

Cargo, 1) die Schiffsladung, auch das Verzeich-niß der geladenen Güter; 2 ) ein älteres Handels-gewicht in Spanien.

Caribou nennt man in Canada die Häute desweißen Elenthieres, die meist als Hirschhäute in denHandel gebracht werden.

Caricae, s. Feigen.

Carillon nennt man in Frankreich das Eisen inviereckigen, etwa s / 4 Zoü dicken Stangen.

Carimma ist der Name eines schweren spanischenRothweins von guter Qualität.

Carinbohlen, s. Holz.

Cariothin, s.Hornblende.

Cariset oder Carisel nennt man in Frankreichdie dichtgewalkten, gekörperten Flanelle, undnament-lich eine Art Diolton, die in der Vendee verfertigtwird.

Carisol oder Crvseau wird in Frankreich eineArt lockerer Cancvas aus Hanf- oder Flachsgarn ge-nannt, den man roh und gebleicht, schwarz und ver-schiedentlich gefärbt hat und der zu genähten TapisseAe-arbeiten gebraucht wird. Man nennt ihn in Frank-reich auch häufig Can ev as.

Carld'or, eine deutsche Goldmünze, Pistole,die unter der Regierung eines Fürsten, NamensCarl geprägt ist. Es giebt dergleichen namentlichim Herzogthum Braunschweig, s. d.

Carlette nennt man in Frankreich eine Art kleinerSchieserplatten, die bei der Bearbeitung der größerenabfallen.

Carlina, s. Eberwurzel.

Carlino ist der Name mehrerer italienischenMünzen, namentlich im Kirchenstaat und inNeapel.

Carmeline nennt man in Frankreich eine mittleGattung der Vicognewolle.

Carmelitterwasser, s. Melisseng eist

Carmenische Wolle ist eine Art persisches Ziegen-haar.

Carmignano heißt ein in der Nähe der gleich-namigen Ortschaft bei Florenz wachsender Muska-tellerwein.

Carmoisinlieere, s. Kermes.

Carmoisinlack, s. Florenti nerlack.

Carmousirgut werden zuweilen die kleinen Edel-steine genannt, die zur Umfassung größerer ver-wendet werden.

Carmufel saure, s. Gewürznelken.

Carnaukia. s. P alm w a ch s.

Carnet heißt in Frankreich eine Art Leinen, dienach Art des Bretagnes gelegt find und besondersnckch Spanien gehen.

Carnoules werden verschiedene rothe und weißesüße Weine, Muskateller, Malvasier rc. genannt, diein der Nähe des gleichnamigen Drtes in der Provencegewonnen werden.

Caroba oder Horba Carobae, die getrock-neten Blätter eines in Brasilien und Guiana wach-senden Baumes, öaoaranäa procera oder Bignoniarocera, welche daselbst als Mittel gegen Hautkrank-eiten gebraucht werden und auch zuweilen nachEuropa gebracht worden sind. Sie sind von schmutzig-

brauner Farbe, 1V 2 —4 Zoll lang und 1 / 2 —2 Zollbreit, mit starken, röthlichbraunen und dunkelbraunenMittelrippcn, kommen aber meist zerbrochen und mitStengeln vermischt vor; der Geschmack ist bitter undetwas schleimig, der Geruch schwach dumpfig. DasHolz wird zu seinen Arbeiten verwendet.

Carobe, s. Johannisbrod.

Caroles hießen früher gemusterte schwarzeZeuge von Wolle oder Kameelhaar, welche theils zuWesten, theils zu Möbelüberzügen gebraucht wurden.

Carolin oder Karlin, eine Goldmünze, diesonst in den meisten Ländern des südwestlichen Deutsch-lands geschlagen wurde, an Werth 3 Goldgulden ---11 Fl. im früheren 24 Fl. Fuß. Es gingen davon24 Stück auf die rauhe Mark und diese enthielt 18%Kar. f. Gotd und 37a bis 4 Kar. f. Silber, so daßder Goldwerth derselben ca. 6 , 22 s Thlr. in preuß.Friedrichsd'or à 5 Thlr war. Die ersten ließ Kur-sürst Carl Philipp von der Pfalz im J. 1732 schlagen,und daher rührt ihr Name. — An der Stelle dieserCarolin kamen jedoch zu Anfang dieses Jahrhundertsbesonders im südwestlichen Deutschland die franzö-sischen Louisd'or oder Bonis nents à 24 Livres, inDeutschland auch neue Schildlouisd'or ge-nannt, häufig in Umlauf, und zwar nicht- alleinunter dem Namen Carolin, sondern auch zu demPreise derselben von 11 Fl., obgleich sie in Wahrheit be-deutend weniger werth waren. Es gingen nämlich imDurchschnitt gegen 31 Stück derselben aus die raubeMark von 21 Kar. 7 Gr. Feingehalt und das Stuckwar daher nur etwas über 5,s Thlr. in Friedrichs-d'or à 5 Thlr. werth. Diese höbere Annahme rührtedaher, weil die französischen 6 Livresthaler, gewöhn-lich L a u b th a t er genannt, ebenfalls mißbräuchlich,allgemein zu2%fl. crrkulirten, was übrigensznr Folgehalte, daß die österreichisch-niederländischen Kronen-oder Brabanterthaler ebenfalls zu hoch, nämlich zu2 Fl. 42Kr. in Umlauf kamen(s. Kronenthaler).In Folge dessen rechnete man in jenen Ländern undbesonders in Frankfurt a. M. bis gegen das Jahr1836 fast allgemein „in Carolin à 11 Fl.", wasebensoviel hieß, als nach dem damaligen Kronen-thalerfuß, nach welchem schon 23% Fl. und selbstnoch mehr, auf die Mark seines Silber gingen. —Eigentliche Carolins kommen jetzt nur noch selten vor,häufiger noch die französischen Louisd'or (s. d.);die Rechnung nach ersteren ist aber längst abgeschafft.

Catalina oder Tela Carolina, s. Stößel-leinwand.

Carolinataback, s. Taback.

Carotte, s. Möhre.

C »rotten, s. Taback.

Carpets, s. Teppiche.

Carpettes heißt in Frankreich eine Art geringerungebleichter, doch auch zuweilen gestreifter Pack-leinen , welche aus Flachs- oder Hanswerg zwillich-artig gewebt sind. Man verfertigt sie hauptsächlichin der Gegend von Abbeville und Amiens und sendetsie meist nach Spanien.

Carxodalsainnin, s. Fruchtbalsam.

Carradaris, s. Caredaris.

Carratte, Carrate, die kleinste, arabische Rech"nungsmünze, wovon 700 — 1 Dollar sind.

Carreaux nennt man in Frankreich die vier- odermebreckigen Platten oder Fließen zum Belegen derFußböden oder Wände, von Marmor, Porzellan,Fayence, glasirtem oder unglasirtem Thon rc.

Carrelés, s. Cannelés.

Carrelets werden in Frankreich die großen vier-