Carrirte Zeuge
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Cassatorisch
Aneidigen Nähnadeln oder Ahlen der Sattler,Täschner, Riemer, Schuhmacher rc. genannt.
Carrirte Zeuge, s. Ouadrillirte Zeug e.
Carro, früheres Italien. Wein- und Getreidemaß.
Carroppanüsse, s. Elfenbein Nüsse.
, Carte Manche (franz.) oder Cartabiancaliial.s heißt ein B l anket, daher eine unbeschränkteVollmacht, ein Auftrag, bei dem man Jemandemfreie Hand läßt.
Carthagena-China , f. Chinarinde.
Carthamin, s. Safslorroth.
Carthamus tinctorius, s. Safflor.
Cartocce, Flüssigkeitsmaß im Kirchen-staate, s. d.
Cartonnagen, s. P apparbeiten.
CartUMWein, Vino de la Cartuxa, ist derName eines spanischen Weines aus der Gegend vonValencia.
Carurucu, s. Carajuru.
Cariim Carvi, s. Kümmel.
Caryophylli aromatici, s. Gewürznelken.
Casca Barbatimao, s. Cortex Barba-riinao.
Cascalotte, s. Dividivi.
Caseantewein heißt ein sehr guter weißer spa-nischer Wein, der besonders über Barcelona ausge-führt wird.
Casca preciosa wird eine vor einigen Jahren»ach Europa gebrachte Rinde genannt, welche vonMespilodaphne preciosa, einem in Südamerikawachsenden Baume, kommen soll. Die Stücke sind1—IV 2 Zoll breit und gegen 2 Linien dick, sehr hart,fast klingend, die äußere Fläche rauh und höckerig,zum Theil mit einem weißgrauen Häutchen bedecktund wo dies abgerieben ist , dunkelrostbraun, imBruche faserig, der Geruch ist eigenthümlich aro-matisch, der Äeschnzack etwas scharf und gewürzhaft.In ihrem Vaterlande ist sie als Arzneimittel geschätzt,in Europa aber wohl noch nicht angewendet.
Cascarilte, Chacarilla oder graue Fieber-rinde, 6ortex Oasoarillas oder Eluto-riae, ist die Rinde eines in Südamerika und aufden Antillen wachsenden, zur Familie der Enphor-biceen gehörenden Strauches, Croton Cascarilla,kommt aber wahrscheinlich auch noch von anderen,Mit diesem verwandten Arten, namentlich von Cro-ton Eiuteria. Es sind 1—3 Linien dicke, einigeZoll lange, meist halb gerollte Stücke, mit weiß-grauer, runzeliger oder rissiger, hin und wieder mitFlechten bewachsener Oberhaut, unter der die Farbeder Rinde graugrünlich, grau oder rothbraun ist.Der Bruch ist dunkelbraun, harzig, strahlig, glattUnd dicht, der Geruch kräftig und angenehm gewürz-baft, der Geschmack bitter aromatisch und ein Gefühlbor, Wärme im Munde erzeugend. Sie enthalt vielHarz und ein grüngelbes ätherisches Oel von durch-dringendem Geruch und bitterem gewürzhaftem Ge-schmack, und brennt daher leicht, wenn man sie andie Flamme hält, wobei sie einen moschusähnlichenGeruch verbreitet. Außerdem finden sich au che-mischen Bestandtheilen: das Casca rill in oderEascarillblätter, die weniger Aroma haben,krystallinisch und bitter sind, stärke, Wachs, Gummi,Eiweiß, Farbstoff und Salze. Sie kommt in Binsen-matten gepackt und ist um so mehr geschätzt, jeschwerer und mit je weniger klarer, zerriebener Ober-haut sie vermischt ist; gesiebte ist daher um 15 bis^0»/o theurer als ungestebte. In neuerer Zeit hatMan auch eine Sorte in kleinen, glatten, röhrenför-
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migen Stücken von grünlicheroder bräunlicher Farbein den Handel gebracht, die ebenfalls einen kräftigenund angenehmen Geruch und Geschmack hat, und vonAlsodeia Cuspa oder Cohonaria Cuspa kommensoll. — Man verwendet die Cascarille in der Medi-zin besonders gegen Wechselfieber, Durchfall undals Magenmittel, ferner unter Räucherpulver undzu Tabackssaucen, auch gibt sie eine schöne schwarzeFarbe.
Casco heißt eigentlich nur der Rumpf einesSchiffes, ohne die Masten, das Tauwerk rc., wirdaber beim Assekuranzwesen, wo man sich diesesWortes allein bedient, für das ganze Seeschiff mitallem Zubehör, im Gegensatze zur Ladung, gebraucht.Die zu besonderen Zwecken mitgenommenen Gegen-stände , z. B. das Fischergeräthe der Wallfisch - oderRobbensänger, ebenso der Proviant, werden jedochnicht mit darunter begriffen.
Caserillos, s. Cassarillos.
Cash, Easjes, Käsch, 1) Scheidemünze inmehreren asiatischen Ländern; 2) Kupfermünze undGewicht für Gold und Silber in China.
Cashawholz nennt man in Westindien das harte,zähe und kurze Holz der Aeacia toriuosa.
Cashrwgmmm, s. Aca'ouharz.
Caskeil, auch Portrait steine genannt, sinddie kleinen, ganz dünnen Diamanten, welche zumEinsasien von Medaillons, kleinen Portraits aufRingen und dgl. verwendet werden. Sie sind aufbeiden Seiten eben geschliffen und ihr Rand ist mitkleinen Facetten versehen.
Cassa, Casse, 1) der baare Geldvorrath; 2) dasBehältniß zur Aufbewahrung des Geldes.
CassaeoMo j s-Buchhaltung.
Cassadifferenzconto, dasjenige Conto imHaupr-bnche, in dessen soll die beim Kassenstürze sich ergeben -denMancos gebracht werden, wogegen das Habendie bei dieser Veranlassung sich darstellenden Ueber-schüsse nachweist. Der Abschluß dieses Contos er-folgt durch das Gewinn- und Verlustconto.
Cassarillos, Casserillos oder Caserilloswerden in Spanien verschiedene Gattungen mittel-feiner und starker, festgewebter weißgarniger deutscherLeinen genannt.
Cassias, Casses oder Cos sas heißt eine Gat-tung ostindischer, mnsselinartiger Baumwollcnzeuge,welche dichter als Musselin, aber aus locker gedrehtenFäden gewebt und daher sehr weich und dünn sind.Sie kamen früher in großer Menge nach Europa undwerden noch jetzt nach Afrika abgesetzt.
Cassatorisch, heißt s. v. a. aufhebend, befreiend,und kommt besonders in dem Ausdrucke c afsato-xische Klausel, Clausula eassatoria, vor,worunter man eine Bestimmung in einem Vertrage,oder einen Nebeuvertrag versteht, durch welchen einContrahent erklärt, daß er irgend ein Recht verlierenwill, wenn er seine Berpsiichtung nicht in der gehö-rigen Zeit erfüllt; ferner, daß ein Contrahent vomHauptvertrage wieder abgehen kann, wenn der andrein der bestimmten Zeit seiner Obliegenheit nichtnach-gekommeu ist. Am häufigsten wird diese Klauseleiner Schuldverschreibung beigefügt, durch welche derSchuldner die Zahlung in Terminen verspricht; siebedeutet dann, daß die Begünstigung der Termin-zahlung aufgehoben ist und daß der Gläubiger dieBezahlung des ganzen noch restirenden Kapitals ver-langen kann, sobald der Schuldner die Zahlung füreinen Termin nicht zur rechten Zeit leistet.