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Erster Band.
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Calsave 290 Catawda-Wnn

Cassave, f. Kassavastrauch.

Cassenanweisungen oder Cassenbilletsheißt in mehreren Ländern das Papiergeld, weil eszur Einlösung auf öffentliche Lassen angewiesen ist;der erstere Ausdruck ist namentlich von dem preu-ßischen , der letztere von dem sächsischen gebräuchlich.

Cassengeld nannte man früher in Hannover dienach dem 18 Guldenfuß geprägten Münzen undüberhaupt die Währung in demselben.

Cassenolles heißen im südlichen Frankreich dieKnoppern.

Casses, s. Cassas.

Cassia auriculata Beißt ein in Ostindien wach-sender Baum, aus dessen Rinde, die auch zum Gerbendient, eine Art Katechu gewonnen wird. Außerdemwird das Holz desselben in Berbindung mit einemschwarzen magnetischen Eisenoxyd zur Erzeugung desWootzstahles benutzt.

Cassia caryophyllata,s.Nelkenzimmt.—C. ciimamomea, s. Zimmtcassia. — 0. flores,s. Zimmtblüthen. — C. fistula.f. Röhrencas-sia. — 0. lignea, s. Zim,mtcassia. — C. vera,Mntterzimmt, s. Zimmtcassia.

Cassierbriefchen, Kassiersbriefchewerden inHolland die Anweisungen auf den Bankier (Kassirer)geheißen.

Cassisweine, heißt eine Art weiße, sehr gute undgangbare Muskatellerweine, die in der Nähe vonCassis unweit Marseille erzeugt werden.

Cassiusscher Goldpurpur, s. Gold Purpur.

Cassomoa wird in Ostindien, besonders auf denphilippinischen und manillischen Inseln, der Safflorgenannt.

Cassonade, s. Zucker.

Cassubenasche wird zuweilen, besonders in Hol-land, die Waidasche genannt.

Cassumunaringber, wilderJngber,gelber,falscher oder Blockzittwer, auch Risagonoder Ben g ale genannt, die Wurzel des in Ostin-dien wachsenden Zingiber Caasumunar, die ehemalsjn der Medizin angewendet wurde, jetzt aber nichtmehr in Gebrauch ist. Sie ist außen knotig undgelbbraun, inwendig weißgelb, bis zu einem Zoll,zuweilen aber nur 1 Linie dick, hat einen bittern, ge-würzhaften Geschmack und einen dem Ingber ähn-lichen Geruch.

Castagnette heißt ein aus Seide, Wollen- undLeinengarn bestehender, gekörperter Zeug, der srüherin Frankreich verfertigt wurde.

Castalognes, Castelognes oder Catalog-nes, nennt man in Frankreich eine Art feinerwollener Bettdecken, die ursprünglich aus Catalo-nien in Spanien kamen, aber auch in Frankreichnachgeahmt werden.

Casteklanes heißt eine Art sehr wohlschmeckendergetrockneter französischer Pflaumen aus der Pro-vence, die von der rothen Perdrigonsorte bereitetwerden. Sie werden vor Sonneuausgang gepflückt,einen Augenblick in kochendes Wasser getaucht, dannim Schatten getrocknet und in Schachteln von weißemHolz gepackt.

Castello, heißt eine Art Muskatellerwein ausToscana, der in Italien sehr beliebt ist.

Castelognes, s. Castalognes.

Castes ist eine Art Bordeauxwein.

Castor, s. Biber.

Castorarbeiten nennt man Hüte, Handschuhe,Strümpse, oder auch gewalkte Zeuge, die, wenigstensursprünglich, zum Theil aus Biberhaar bestehen.

Unter Castorstrümpsen und Castorhand-schuhen versteht man aber jetzt solche Fabrikatedieser Art, die aus einer besonderen Art Wollengarngewirkt und dann durch die Walke dicht verfilzt sind,so daß sie eine langhaarige, weiche Oberfläche haben.Ca stör Handschuhe nennt man auch zuweilen eineArt Handschuhe von starkem, weichem Leder mitrauher Oberfläche. Ca st erarbeit nannte mansrüher auch die Malerei der jetzt sogenannten velou«tirten Tapeten, welche durch bunten Wollstaub her-vorgebracht wird; s. Tapeten.

Castoreum, s. Bibergeil.

Castorselle, s. B i b e r f e l l e.

Castorhaar, s. Biberhaar.

Castorhüte, s. Hüte.

Castvrin oder- Castortuch nennt man einendicken, dichtgewebten und langhaarigen Wollenstoff,der zu Winterröcken, Palletols und dergl. verwendetwird. Zuweilen wird er auch Biber (s. d.) ge-nannt. Früher verstand man unter Casiortuchevder Castors eine Art superfeiner, etwas langhaarigerTuche, die besonders in Frankreich und den Nieder-landen , aber auch in Deutschland verfertigt wurden,jetzt aber wenig mehr vorkommen.

Castornüsse, s. Ricinusbaumsamen.

Castoröl, s. Ricinusöl.

Castorstrümpfe, s. Castorarbeiten.

Castortuch, s. Castorin.

Castracana heißt eine sehr seltene Art buntspie-lender Muschelkalkstein mit Muschelüberresten, derin der Lomhardci und den Abbruzzen gefunden wird.

Castravane, eine Art roher Seide aus Syrien.

Catalana heißt das Harz einer Art Tanne, dieauf Sicilien wächst, welches zur Heilung von Ver-wundungen und Geschwüren benutzt wird.

Catalognes, s. Castalognes.

Catanea, ein ausgezeichneter rother und weißermuskatellerartiger Wein, der in der Nähe des Aetnain der stcilianischen Provinz Catanea wächst.

Catania oder Catanea, Hafenstadt undHauptort der gleichnamigen Provinz, an der ficilia-nischen Ostküste und am südlichen Fuße des Aetna,schönste Stadt Siciliens, mit 02,000 Eiuw., aufeiner fruchtbaren Ebene, durch welche die Giarettafließt. Es befindet sich hier eine Universität, 49 Kir-chen, 30 Klöster, worunter das große und prächtigeBenediktinerkloster, dessen Kirche die schönste Orgelin Italien hat. Wichtig ist die Baumwollindustrie,die Seidenspinnerei, Weberei und die Bernstein-fabrikation, womit sich Tausende von Personen be-schäftigen. Der Bernstein wird an den Ufern derGiaretta gefunden. Auch aus Lava, Agat, Koral-len rc. werden viele Kunstsachen verfertigt. DieAusfuhr dieses Platzes besteht aus Schwefel,Apfelsinen und Citronen, Mandeln, Sgda, Feigen,Wein, Sumak, Lakritzensast, Leinsaat, Käs, Baum-öl, Haselnüssen rc. Die wichtigsten Einfuhr-artikel sind Colonialwaaren, Droguen, Tabak,Indigo, Farbhölzer, Roheisen, Ouincailleriewaa-ren re. Im Jahre 1800 liefen 103 Schiffe von28,400 Tonnen iu Catania ein, worunter 109 ita-lienische und 30 britische.

Rechnung, Münzen, Maße und Gewichtes. Italien, Königreich.

Catapuciae Semen, s. Springkörner.

Catawba-Wein wird in Nordamerika der voneiner wilden Rebe, die ihren Namen von dem FlusseCatawba in Nordkarolina hat, gewonnene Weingenannt, welcher hauptsächlichiin Cincinnati, Ohio,