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Chili
Chili
Die Kohlenminen im Süden des Landes habenSUten Fortgang und erreicht die jährliche Produktionlast 2OO,OOO englische Tons; sowohl sür den Consum"u Lande selbst für Schmelzereien, Gassabriken,,7?^uipfschistfahrt, als auch für die nördlichen Küsten-länder bis Californien hinauf werden dieselben ver-und gewähren ganz besonders den chilenischenschiffen, aber auch fremden eine willkommene Be-Ichäftigung. Für Kupferschmelzereien sind bislanglloch außer der Chile-Kohle englische dost bindingsmelting coal erforderlich gewesen und ebenso ge-brauchen auch die an der Küste fahrenden Steamerstets einen gewissen Bedarf von englischen Steam-coal s . — Die Gesammtzahl der im Jahre 1859 inchilenischen Häfen eingelausenen Handelsschiffe°elief sich auf 2301 von 727,031 Tonnen Tragfähig-Unter fremden Flaggen kamen an: 502 eng-«Iche, 288 nvrdamerikanische, 54 französische, 51putsche, 23 dänische, 17 spanische, 20 peruanische,/ holländische, 5 italienische rc. Die chilenische Han-delsmarine bestand im Jahre 1860 überhaupt aus^6 Schiffen von 60,433 Tonnen Trägfähigkeit;ravon waren 41 Fregatten, 95 Barken, 51 Briggs,'4 Schooner und 7 Dampfschiffe.
Die Republik Chile, in mehreren Richtungen vonNenbahnen durchschnitten, ist jetzt in 14 Provinzen:^hiloe, Valdivia, Aranco, Concepcion,lluble, Manie, Talca, Colchagua, Val-paraiso, Santjago, Aconcagua, Co-sluimbo, Atacama und Llanqnihue einge-teilt , die wiederum in Departements und diese in»Subdelegaciones" und endlich Distrikte zerfallen.
Die bemerkenswerthesten Städte des Landes sindfolgende: Santiago (s. d.) — Valparaiso (f b-)■— Valdivia, stark befestigte Stadt im südlichenTheile des Landes, mit 10,000 Eiuw,, sehr gutemHafen und ebenfalls bedeutendem Handel. — Co-huinibo oder Cindad de Sereno, in der nörd-Men Hülste, mit 11,000 Einw., schönem Hafen und^bhaftem Handel. In der Nähe reiche Kupfer-muben und in etwas weiterer Entfernung wichtige^d reiche Silbergruben. — Andere Departements-Muptstädte sind: Cindad de Felipe oderäsvncagua, mit 4000 (n. A. 8000) Einw.E'lla de Curico, 6000 Einw. — Villa
de
^5uguenes, 5500 Einw. — Concepcion amit8» i>or 1835, wo es durch Erdbeben ganzzer-stz? wurde, 11,000 Einw. — Ferner die Hafen-mn i-^onstitution und Talcahuan o, letztereist p, 0 Einw., 1 Meile von Concepcion entfernt,__ n? r( § eine Eisenbahn mit dieser Stadt verbunden,m./stllerto Montt, Hauptstadt der neuen ProvinzDj, Istchue und seit 1861 Hafen erster Classe. —®6is ^ufnstadt der 200 iHjDieilen großen Inseldx,,^tst Ci»dat de Castro, und außerdem befin-"och die Hafenorte Chacao und Sän
Rechnung. Man rechnet wie in allen ehemalsspanischen Cvlonien nach Pesos und Piastern;der Piaster wird jedoch in 100 Centavos oderCents eingetheilt. Im gemeinen Leben theilt manden Peso auch noch in 8 Reales ä 4 Ouartillos.
Zahlwerth. Die Münzeinheit ist der, mit demfranzösischen silbernen 5 Frankenstücke in allenTheilen übereinstimmende Silber-Peso im Werthevon 17s Thlr. prenß. = 27* Gulden süddeutsch =2 Gulden österr. Neben der Silbervaluta bestehtjedoch auch eine Goldwährung, weil die chilenischenGoldmünzen dem Gesetze gemäß zum Nennwerthecoursiren müssen; diese Goldwährung ist jetzt dievorherrschende, da nicht nur von den neuen Gold-münzen weit mehr ausgeprägt worden sind, als vonden neuen Silbermünzen, sondern letztere größten-theils ausgeführt wurden, was dem Umstände zuzu-schreiben ist, daß der Preis des Goldes seit der Ver-kündigung des Münzgesetzes von 1851 gegen denNominalpreis der Silbermünzen gesunken ist. Eswerdeudeshalb alleZahlungenpon Belang in Gold,inwelchem sich auch die Wechselcourse verstehen, geleistet.
Münzen. JnGold a /io fein, seit 1851: Coudorzu 10 Pesos im Werthe von 1,87277 deutsche Kronen,15,253 Gramm schwer und 18,72» Gramm Feinge-wicht. Doblon von 5 Pesos und Escudo von 2 Pe-sos verhältnißmäßig.
In Silber 9 / 10 fein, seit 1851: Peso und halbePeso; erstere genau wie das französische silberne5-Frankenstück, letztere nach Verhältniß.
In Kupfer: Stücke zu 1 und 7- Centavo.Neues Münzgesetz. Unterm 28. Juli 1860ist ein Gesetz über Prägung neuer Gold- und Silber-münzen erlassen worden. Dasselbe lautet:
Art. 1. Die Münzanstalt soll Goldmünzen imWerthe von 1 Piaster mit einem Feingehalt von7,0 und einem Gewicht von 1 52 7 1000 Grammenprägen lassen. Das Remedium im Feingehaltund Gewicht dieser Münze hat der Präsident derRepublik nach den Resultaten der Fabrikation fest-zusetzen.
Art. 2. Die Münzanstalt kann bis zum Be-trage von 500,000 Piastern Silbermünzen von20, 10 und 5 Centimen zum Feingehalte von7,o schlagen lassen. Die 20-Centimenstücke sollen4°°/,o° Gramme, die 10 - Centimenstücke 2°°/,«,Gramme, die 5-Centimenstücke 1*7,00 Grammewiegen.
Fremde Münzen. Es coursiren viele auslän-dische Gold- und Silbermünzen, besonders der übrigenehemals spanisch-amerikanischen Cvlonien, derenPrägungsverhältnisse aber ziemlich ungenau sind.Der englische Sovereign coursirt gewöhnlich zu5 Pesos, das 5-Frankenstück zu 1 Peso, die Gold-undSilbermünzen der Vereinigten Staaten von Nord-amerika werden zu ihrem Nennwerthe, d. h. derDollar = 1 Peso angenommen.
W e ch s e l p r e i s e in Santiago und Valparaiso:
London in Pence Sterling |
Paris in Franken ( für 1 Peso corriente oder Courant-Piaster. 60 und 90
Hamburg in Schillingen Banco ( Tage Sicht.
Berlin in Thaler und Sgr. I
New-Aork u. s. w in Procent Prämie oder Ausgeld.
.Banken. Nach einem unterm 23. Juli 1860 I Procent ihres wirklichen Kapitals auszugeben, unterChili erlassenen Gesetz können überall Zettel-! der Bedingung, daß die Bank sich der Äufstcht der"nken errichtet werden, welchen die Befugniß zusteht, s Regierung unterwirft. Die Noten >nuffen, bis zum^°ten von 20, 50,100 und 500 Pesos, zahlbar aus Betrage von 20 Centavos herab, m Gold-oderSil-^'cht an den Inhaber, bis zum Betrage von 150 s bermünze eingelöst werden.
Fvrt's Uiliü.*Sepicpn.
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