Chokoiadenkassee 320 Chrom
Schlämmen ersannt. Anf Zinnober mnß sie >chemisch geprüst werden. Statt der den Bohnen sentzogenen Cacaobutter werden oft andere Fette,Talg selbst von Pferden zngesetzt. Das erkennt mauleicht, theils an dem Gerüche, theils an den großen iFettblasen, welche anf der gekochten Chokolade \schwimmen. Auch findet man Ansätze von Nüffennnd Kastanien darin. — Früher war die in Paris,Lyon, Mailand, Florenz, Tnrin rc. verfertigteChokolade sehr geschätzt, jetzt aber liefern die denlschenFabriken, die sich in allen großen Städten befinden,eben so ante Waare.
Choroladenkasfee nennt man ein, meist von denCichoriensabriken bereitetes Kaffeesnrrogat, das ur-sprünglich großentheils ans dem Pnlver von gerö-steten Cacaoschalen, nebst gebrannter Gerste, Cicho-rien oder Runkelrüben bestand, später aber meist nuretwas besserer Cichorienkaffee war als der gewöhn-liche, und sich von diesem oft nnr dnrch die Etiketteund einen etwas höheren Preis unterschied.
Chokoladenmaschinen sind Dampfmaschinen,dnrch welche die Caeaobohneu fein pulverisirt werden.Man kann auch die calorische Maschine (s. d.) alsTriebkraft dazu benutzen. Jene sind von verschie-dener Construetiou.
Chvkoladenwurzel, s. Erdpistazie.
Cholestrophan, s. Kasse ein.
Cholets nannte man früher eine Gattung lockergewebter, ungebleichter flächsener Leinen von verschie-dener Feinheit, die ursprünglich in der gleichnamigenStadt des französischen Depart. der beiden Sevresverfertigt, dann aber auch in Schlesien, der Ober-lausitz rc. nachgeahmt wurde. Auch hatte mau siemit schmalen bunten Streifen, meist blau und rothoder blau und gelb, die besonders nach Südamerikagingen. Jetzt kommt diese Waare gewöhnlich unterdem Namen Kanevasleinen vor.
Chopine, ein älteres französisches Weinmaß, s.Frankreich. Auch nennt man daselbst noch jetztdie halben Weinflaschen so.
Chouankörner oder K armiukörner sind diedem Kohlsamen ähnlichen Samenkörner einer nochnicht genau bekannten Pflanze, die aus der Levantekommen und besonders früher als Farbematerial,namentlich als Zusatz bei der Bereitung des rothenKarmins, sowie auch von den Federschmückern ge-braucht wurden.
Chouettes, s. Korallen.
Chow, ein beim Perlenhandel in Ostindien ge-bräuchliches ideales Gewicht, s. Bombai undMadras.
Chowtars, eine Art ostindischer Musseline, welchefrüher nach Europa kamen.
Chrätsch nennt man in Rußland die aus Hanf-heede gewebte ordinäre Packleinwand, in Stückenvon 50 Arschinen Länge und IV» Arschinen Breite.Die geringste Sorte wird Derüga genannt.
Chrisittstrümpse , s. Chine 11 eustrümpfe.
Christaux faux, heißt eine Art französischerGlaskorallen, von krystallähnlichem Aussehen.
Christendorn , s. Jndendorn.
Christtand'or heißen die unter König ChristianVIII. geprägten dänischen Pistolen; s. Dänemark.
Christiania , Hauptstadt des Königreichs Nor-wegen, am Cbrisliansfiord, mit einer Eisenbahn nachNorden bis Eidsoold, 39,000 Einw., schönem Hasenund sreundlicher mit vielen Landhäusern geschmückterUmgebung. Die Einfahrt in den an manchenStellen sehr engen Meerbusen ist etwas schwierig und
die Schiffe müssen daher am Eingänge einen Lootsennehmen; er ist jedoch tief genug für die größtenSchiffe. Die Stadt ist gut gebaut, mit geradenStraßen, Trottoirs und durchgängig zweistöckigenHäusern. Sie hat ein nengebantes königliches Schloßund mehrere andere ansehnliche öffentliche Gebäude,Universität mit Bibliothek, Museum re., Kriegs-schule, Kadetleninstitut, eine Zeichnen- und Handels-schule und andere Anstalten. Die Altstadt oder ältereVorstadt, Opslo, hat 1000 Einw. Es befindensich hier Fabriken von Tuch, Taback, Eisenwaaren,Zucker, Seife, Leder (Saffian und Kordnau), Papier,Kutschen, Korken, Maschinen re., Branntweinbrenne-reien, Bierbrauereien, Schiffswerste, Reeperbahn,Alannwerk (in Opsloes, Oelmühleu und eine großeMenge Sägemühlen. Der Handel Christianiasmit Großbritannien, Preußen, Frankreich, Spa-nien und mit den am mittelländischen Meere liegen-den Plätzen ist bedeutend, besonders mit Holz, (Bie-tern, Balken und dgl.), Theer, Pech, getrocknetenund gesalzenen Fischen, Thran, Eisen, Kupfer,Silber, Pelzwaaren und dgl. Die Einfuhr be-steht besonders in Salz, Getreide, Colonialwaaren,Wolle, Baumwolle, Hanf, Flachs, Farbewaaren,Thee, Taback, Wein, Franzbranntwein, Manufak-tur- und Fabrikwaaren, Segeltuch, Glas, Steingutund dgl.
Course. Man notirt hier folgende:
auf Amsterdam in Thalern Spezies für100 Thlr. oder 250 Fl. meiert Cour.
aus Hamburg in Thalern Spez. für 300 Mk.Hamb. Banco.
auf Kopenhagen in Thalern Spez. für 100Thlr.Spez. in Kopenhagen.
auf L ondo n in Thalern und Schill. Spez. für1 Psd. Steift
auf P aris in Schill. Spez. für 1 Franken.
Ferner den Cours der Silberspezies gegen Papier.
Platzgebränche. Die wichtigsten Platzge-bräuche in Christiania sind folgende: Stockfisch,Hans und Virgintaback werden nach dem Bog von36 Psd. verkauft, Thran nach der Tonne von 88 bis90 Hamburger Menget, Ziegen und Kalbfelle nachdem Decher von 10 Stück, Bretter mißt mau nachder Diele von 11^ Länge 9" Breite und l 1 /*' Stärkenach altem engl. Maß. Die Schiffslast wird imAllgemeinen zu 16^ Schiffspfund oder 5200 Psd.,bei Stockfisch jedoch zu 70 Bog oder 2520 Psd. ge-rechnet. Die gesetzliche Waarenconrtage ist 5 /r, %»und wird nur vom Verkäufer bezahlt; Commissions-gebühr für Waarenverkäufe in der Regel 2°/ 0 undmit Delcredere 3"/».
Banken, Handelsanstalten rc. Es be-findet sich hier ein Filial der Staatsbank zu D r o n t-heim (s. d.) und seit dem Jahre 1857 die norwe-gische Kreditbank mit einem Kapital von zweiMillionen Speziesthaler. Ferner besitzt Christianiaeine Börse, Münzstätte und eine Seeversicherungsge-sellschast.
Rechnung, Münzen, Maße und Gewichtes. Norwegen.
Christushändchen, s. S alep.
Christusthränen, s. Hiobsthränen undI,aorimao Obristi.
Christwurzel, s. Nießwnrzel, grüne.
Chrom, Chromium, ein von Vauguelin undKlaproth im sibirischen Rothbleierz entdecktes Metall,das sich in der Natur metallisch nur im Platinerze,als Oxyd aber in den Chromerzeu, namentlich ttu