Chromalauii
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Chromgelb
^hromeisensteine, im braunen und grünen Bleierz,"». grünen Serpentinstein, in vielen grünen Talk-sternen und in Meteorsteinen findet, ferner in vielenfarbigen Edelsteinen, im Rubin, Spinell, Smaragd,den böhmischen Granaten rc., die ihm sämmtlich ihrevarbe verdanken. In metallischer Gestalt ist es"elßgrau von Farbe, mäßig glänzend, sehr spröde!snd strengflüssig, mit feinkörnigem Bruch und 5,,,W-zif. Gew.; es wird schwach vom Magnet ange-frgen, von keiner Säure angegrifien, außer in derH'tze von Flußsäure, und oxydirt in der Glühhitze,an der Luft und beim Schmelzen mit Salpeterver-rnidungcn. Technische Anwendung hat es noch nichtgesunden. Dagegen wird das Ehromerz (s. d.)^ad ganz besonders der Chromeisenstein jetztmr Bereitung vortrefflicher Mineralfarben: desChromgelb, Chromgrün, Chromorangeund Chromrotb (s. diese Art.), die in besonderen^hromsarbensabriken und auch in den meisten an-deren Farbenfabriken verfertigt werden, in großer^enge benutzt. Diese Farben werden sowohl als^>chmelzfarben bei der Porzellan- und Glassabrika-
und als Oelfarben, als auch zur Färberei sehr?aufig angewendet und haben wegen ihrer Schön-beit und Beständigkeit und ihrer vorzüglichen Deck-last fast alle früher gebräuchlichen Mineralfarben°seser Art fast oder ganz verdrängt. Eine wichtige^erwendung des Chroms ist ferner zur Bereitung°es chromsauren Kali (s. Kali, chromsanres),aas bei der Färberei und Druckerei, sowie zur Ber-lertignng des Chromgelb und Chromgrün, vielfachgebraucht wird. Riit Sauerstoff verbindet sich das^hroni zu Chromoxydul, einem braunen Körper, und^hromoxyd von smaragdgrüner Farbe, das auchsthstallisirt in schwarzen / harten Krystallen, ausneuen ein grünes Pulver sich bildet. Das kohlen-saure Chromoxyd ist braun, das phosphorsanre,ichwefelsaure, salpctersaure und salzsaure grün.Auch mit Chlor, Schwefel, Fluor u. a. geht das^hrom Verbindungen ein, welche für die ChemieInteresse haben. Mit schwefelsaurem Kali bildet esen Chromalann (f. d.). Das Chromvxyd, wennöl zertheilt ist, wird als eines der besten Mittelun? - ' um stalle, besonders Stahl zu poliren,
derch dem feinsten Schmirgel den Vorzug
Chromalann, schwefelsaures Chrom-^khdkali, 6lreomo-Xali sulpburionm, entstehtBehandlung des sauren chromsauren Kalisp'} Schwefelsäure und Einleiten von schwefligerLachse. Es bilden sich dnnkelpurpurrothe, schönein, r"vlle, die gegen das Licht gehalten rubinroth er-l„^n. Im Wasser gelöst entsteht eine blau vio-
Färbung. Geschmolzen geben die Krystalle zuerst?/8rüue,nachherlilafarbeneMasfe. FürdieChemie,er auch Färberei ist der Chromalaun wichtig.
- Ehrvmalith oder farbige Steinwaare»>!?t eine Art Steingut, die in der Fabrik vonin Elgersburg bei Gotha verfertigt wird.fft blau, blaugrün, gelbgrün, gelbbraun oder.^wrirt von Farbe, hat eine glanzreiche, metall-
^fasur und ist der schönsten Vergoldung undTfähig. g)lan verfertigt daraus allerhandSvl r 1:6 ’ ^asen, Leuchter, Schreibzeuge, Figuren,^lnepachen und viele andere zierliche und dauerhafteVstände.
dromaskop , ein Instrument, um die Berech-"Ug der verschiedenfarbigen Lichtstrahlen zu messen,^hromatoskop , ein aus Paris in den Handel
Fort'z Univ.'Lkxicon.
gebrachter Apparat, den man als eine wesentlicheVerbesserung des Kaleidoskop betrachten kann, undder zur Entwersnng von Mustern vortrefflich Nutzenleistet. Er besteht aus einem Messingrohr und zweiSpiegeln von geschliffenen, schwarzen Glase, die ineinem Winkel von30—36—45° zusammenstoßen.Oben hat das Rohr eine schwache Lupe zur Vergrö-ßerung der Bilder und zur Bewahrung der Spiegelvor Unreinigkeit. Die Bilder werden durch einehölzerne Walze hervorgebracht, die mit den buntestenStoffen aller Art bekleidet ist und leicht durch eineandere ersetzt werden kann. Durch Feststellung derWalze lckssen sich die Bilder leicht zum Abzeichnenfixiren. Die Walze gestattet nicht blos eine Um-drehung , sondern auch eine Verschiebung nach vor-und rückwärts.
Chromatypie, Porzellan-Chromatypieoder Porzellan-Farbendruck ist die von'H.E. Krämer in Leipzig erfundene Kunst, werthvolleI Bildwerke ohne Benutzung des Malerpinsels aufPorzellangeräthe zu bringen. Es geschieht dies da-durch, daß Bilder, welche durch die Druckerpresse inTausenden von Exemplaren beschafft werden können,auf Porzellan gebracht und durch Brennen mit derGlasur innig verschmolzen werden. Sie sind kaumvon gemachten Bildern zu unterscheiden. Die Arbeitgeht leicht und geschwind von statten. WenigeArbeiter sind im Stande wöchentlich 1000 bis10,000 Stück Landschaften in 8 verschiedenen Farbenvon verschiedener Größe zu liefern, ebenso Figuren,Bilder in der beliebten Watteau - Manier 1000 bis5000 Stück mehrfarbig in Purpur, Braun rc. Auchauf Thonwaaren aller Art ist die Erfindung mitvollkommncm Erfolg angewendet, besonders zeichnensich die auf solche Weise mit farbigen, eingebrannten.Bildern geschmückten Siderolithwaaren durch Fein-heit und Weichheit des Tons vor den lackirten Thon-waaren oder eigentlichem Siderolith sehr Vortheilhastaus. Die Erfindung ist noch ganz neu.
Chromerz ist außer dem Rothbleierz odernatürlichem chromsaurem Blei, das in nicht großerMenge nur in Sibirien vorkommt, hauptsächlich derC h r o m e i s e n st e i n, eine Verbindung von Chrom-oxyd und Eisenoxydul. Der beste, welcher über60% Chromoxyd enthält, findet sich in Nordamerikabei Baltimore und Philadelphia und kommt imrohen Zustande in den Handel. Er ist von eisen-bis pechschivarzer Farbe, unvollkommenem Metall-glanz und braunem bis eiseugrauem Striche. Dersteiermärkische, der sich in einem mächtigen Serpen-tinsteinlager in der Gegend von Kranbat findet,enthält 55 % % Chromoxyd und wird bis zu einemgewissen Grade gereinigt, nämlich zu Schlich gezo-gen, verkauft. Der französische aus dem Bardeparte-ment, dessen man sich anfangs ausschließlich bediente,enthält 43»/,, Chromoxyd. Außerdem findet sich derChromeisenstein auch in Böhmen, Schlesien, Nor-wegen, der Schweiz rc.
Chromgelb oderchromsauresBleioxyd,einevortreffliche, feurige, gelbe Farbe, die von den Farben-fabriken in allen möglichen Nüaneen, vom hellenCitronengelb bis zum höchsten Orange und fast demZinnoberroth sich nähernd verfertigt wird. Es wirddargestellt, indem man eine mehr oder weniger gesät-tigte Auflösung von Bleizucker mit aufgelöstem doppeltchromsaurem Kali fällt, und den erhaltenen Nieder-schlag dann gewöhnlich noch mit Schwerspatb, Gips,Tboir und dgl. versetzt, wovon er ziemlich viel ver-trägt. Durch die größere oder geringere Quantität
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