Chrysopal
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Cichorirn
®9t>ern und Hinderindien. Der in Böhmen,^rehermark, Ungarn, am Rhein jc. in Basalt und<ava vorkommende ist meist voll Sprünge undAuls und daher unbrauchbar und werthlos. —Orientalischer Chrysolith, s. Chrysobe-‘Wl; ceylonischer, f. Turmalin.
^vrysopal, f. Chrysoberyll.
Chrysvphan oder Chrysophansäure, ist in°cr Rhabarberwurzel enthalten, kann aber auch ausrcr gelben Wandflechte, karmelia ziarietrna darge-Mllt werden. Sie krystallisirt in sechsseitigenMulen, in Nadeln oder Warzen, ist von sehrchvner, starkglänzender, goldgelber Farbe, geruch-säst geschmacklos, löst sich in heißem Alkohol undSchort zu den schwächsten Säuren. Mit AlkalienUebt sie tiesrothe Färbung, die später violett auchür lB ' l k > ">it rauchender Salpetersäure wird siegleichsalls roth und durch Ammoniakzusatz violettAssarbt. ^ Mit Traubenzucker und Kali giebt dieE.churlösung eine braungelbe Färbung. Die Säurelt Mr die Chemie und Malerei wichtig.D^örysvpras ist eine Art Calcedon der durch-Oüeloxyd grün gefärbt ist. Seine Farbe ist in derMcl apselgrün, gebt aber zuweilen ins Gras - und^«vengrüne oder ins Weißlichgrüne über; auch hat“ Manchmal unreine gelbe, rothe oder braune Stel-len. Ex jst Kleist durchscheinend, selten bis halb-curchsichtig, vhngesähr so hart als Calcedon und hatlii* ® en) - U0It 2,58. Man findet ihn gewöhn-"ch in großen derben Stücken und Platten im Ser-*eylin bei Kosemütz, Gläserndors und Grvschau inRiederschlesien, von wo besonvers sonst viel davonausgeführt wurde. Er wird zu Ring - und Nadel-Ueinen tafelförmig oder auch mugelig mit einigenRandfacetten geschliffen und erhält beim Fassen ge-wöhnlich eine grüne Folie oder einen grünen An-strich aus Grünspan und Mastix als Unterlage.Außerdem verarbeitet man ihn häufig zu Stock-möpsen, Petschaften, Dosen, Schalen, Tischplattenund dgl. Durch den Gebrauch und besonders durch^arme und Sonnenlicht wird er leicht bleich undmvlkia Er ist jetzt ziemlich aus der Mode gekommenUdkommt auch nicht oft mehr im Handel vor.^vrysorhainnin, s. Kreuzbeeren,^.^strysorin nennt man eine goldähnliche Metall-milchung aus 100 Theilen Kupfer und 51 Theilen5 !’} Es ist an Farbe dem 18—20 karätigen GoldeM e cFt Un k läßt sich gut vergolden.f .«-OWnam heißt ein aus Muscheln gebrannterK» Kalk, den man in Ostindien beim Kauen derdeai Rätter und Arekanüsse dazu fügt und ihnfUb in eigenen kleinen Dosen bei sich führt,f . oder Coire, Hauptstadt des Schweizer-^Utons Graubünden, an der Südostbahn (Rorschach-?ur) und au der Plessur, I Stunde vom Rhein,»w l> 00 y Einw., in einem schonen, romantischen. e, in welchem viel Obst und Wein erbaut wird.int ,®'t5 des Bischofs und der Regierungsbehörde,unV ■ne Kirchen, Schloß, mehrere Klöster, Schulenbrit ansehnliche Gebäude. Es giebt hier Fa->v°n Zinkblech und Schrot, sowie etwasBaum-de,. „toejwei. Bedeutend ist die Spedition aus, nördlichen Schweiz und namentlich vom Boden-tta ?der Lombardei, aus der Straße über Thusisu-W^ptugen und von da einerseits über den gleich-jj-Migen, Bergpaß nach dem Comersee, andrerseitsm den Beruhardin nach Bellinzona und dem LagoMwre, von denen jedoch die letztere jetzt wenigmehr benutzt wird.
Rechnung, Münzen, Maße und Gewicht,s. Schweiz (Graubünden).
Chltsan nannte man vor einiger Zeit einen inEngland ausgekommenen, jetzt aber wieder verges-senen Stoff von baumwollener Zwirnkette und eng-lischem Kammgarnschuß mit bunten Blumenmustern.
Chutwurinde heißt eine sehr bittere Rinde ausBengalen, wo sie gegen Wechselfieber und Rheuma-tismen gebraucht wird.
Chuzelan, ein feiner rother Languedocwein ersterKlasse, geistig und von angenehmem Geschmack, frü-her Zeitiguug und langer Dauer, der im BezirkUzös im Departement Gard gewonnen wird.
Cibeben^ s. Rosinen.
Ciccablätter, von der in Ostindien wachsendenCicca disticha, wurden früher als schweißtreibendesMittel gegen Hautkrankheiten und in Bädern gegenGicht gebraucht. Die Rinde und Wurzel, welchevoll scharsen Milchsaftes sind, benutzte man alsPur-girmittel, und auch die getrockneten Früchte von an-genehm säuerlichem Geschmack kamen in den Handel.Jetzt sind die sämmtlichen Theile nicht mehr in Ge-brauch.
Cichimsame, s. Chichimsame.
Cichorien, Hindläuft oder Wegwart, dieWurzel von Cichorium intybus, welche in ganzDeutschland wild wächst, aber zur Verwendung alsKaffeesurrogat (Cichorien kafsee) angebaut wird.Zu dem letzteren Zwecke kam sie besonders zur Zeitder Kontinentalsperre und der in Folge derselbeneingetretenen enorm hohen Kaffeepreise in Gebrauchund wurde von vielen Personen für das beste Kaffee-surrogat erklärt. Es entstanden daher bedeutendeFabriken davon, besonders in Braunschweig, Nien-burg a. d. Weser, Magdeburg, Lahr im Badischenund an einigen anderen Orten, welche ausgebreiteteund sehr lohnende Geschäfte damit machten, von de-nen aber jetzt nur noch wenige übrig sind. DieWurzeln, welche etwa 1' lang und 1" dick, außenbraunrolh, innen weißlich und fleischig sind, wenigGeruch, aber einen starken, bittern Geschmack haben,(wie auch die ganze Pflanze bitter ist) werden inScheiben zerschnitten, gedörrt, damit sie aufbewahrtwerden können, dann wie Kaffee geröstet, gemahlenund entweder lose in Fässer gestampft oder in Packetevon '/« oder 7a Pfund gepackt versandt. Zu denletzteren nimmt man gewöhnlich verschiedenfarbigesund etikettirtes Papier, indem man verschiedene Sor-ten Cichorienkassee unter den Name» deutschenKafsee, Chokoladenkafsee, Kontinental-kaffee rc. verfertigt, die sich aber meist nur durchdas Aeußere, den höheren Preis und etwas größereReinheit der Waare von Sand und dgl. von dem ge-wöhnlichen Cichorienkafsee unterscheiveu. Auch kom-men Verfälschungen vor mit Brod, pulverisirtenZiegelsteinen, Thierkohlen, aus Zuckerfabriken bezo-gen, und selbst Steinkohlen; diese Verfälschungen sindleicht zu erkennen und nachzuweisen. Manche Fa-briken machen jedoch auch Mischungen mit Cacao-schalen, Eicheln, Runkelrüben und dgl. — Man ge-braucht die Cichorienwurzel auch zuweilen in derMedizin und als Vvlksarzneimittel, wie auch zuwei-len die Blätter und früher auch die Blüthen undFrüchte, doch wird dazu die wildwachsende der ange-bauten vorgezogen, weil diese weniger schleimig undweniger bitter ist. Zuweilen wird sie auch über-zuckert und die angebaute gekocht als Salat oder Ge-müse genossen. Die Pflanze enthält Jnulin, bitternExtractivstoff, Zucker, Harz, Salmiak, nach Einigen
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