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Erster Band.
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(Eiciclia

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(Eincinnati

auch Salpeter und verschiedene Salze. Sie wirdauch mit großem Nutzen zum Füttern des Viehes ge-baut und hält sich mehrere Jahre.

Ciciclia nennt man eine Gattung Zeuge, dietheils ganz aus Seide mit eingewebten goldenen undsilbernen Blumen, theils aus Seide und Baumwollemit bunten Blumen bestehen. Sie werden in Sy-rien verfertigt und gehen nach der Türkei und Grie-chenland.

Cicuta, Cicutin. s. Schierling.

Cider oder Obstwein ist ein weinartiges Ge-tränk, da« aus dem Safte der Aepsel oder Birnen,am häufigsten der ersteren (Aepfelwein) auf dienämliche Weise bereitet wird, wie der Traubenwein.Die Früchte werden zerrieben und ausgepreßt, undder Saft aus Fässern der Gährung überlassen. Zu-weilen setzt man ihm beim Pressen noch Schlehen,Pflaumen, Heidel- und andere Beeren hinzu, undspäter, uni die säure des Mostes zu beseitigen, et-was Kalk, Gips oder Asche, und um ihn stärker zumachen, etwas Wein oder Franzbranntwein. DieGüte des Aepfelweines hängt besonders von den da-zu genommenen Aepfelsorten ab; am besten wird ervon solchen, die im Herbst reifen und einen herben,etwas bittern Geschmack haben, namentlich Borstor-seräpfcl, Hochzeitäpsel, Reinetten und dgl. Außer-dem hat auch die Lage und der Boden einen wesent-lichen Einfluß darauf; hohe, nach Süden geneigteund gegen Seewinde geschützte Lage und schwererBoden geben einen starken, haltbaren Cider von ed-lem Geschmack und schöner Farbe. Aus deu schonausgepreßten Aepfeln erhält man mit Zusatz vonWasser auch noch ein schwaches Getränk, das manin Frankreich petit Cidre nennt. Guter, völligausgegohrcner und abgelagerter Aepfelwein, der dieanfängliche Süßigkeit verloren und eine dem Weineähnliche Schärfe, sowie eine Bernsteinfarbe ange-nommen hat, wird daselbst Oickre pars genannt;er kommt in der Qualität einem guten Trauben-weine von mittler Güte gleich, doch hält er sich inder Regel nicht über 3 Jahre. In Deutschlandwird besonders in Württeinberg, Baden, Franken,Thüringen rc. viel Aepfelwein bereitet, ebenso in derSchweiz und in England, am meisten aber in Frank-reich, wo man jährlich 7V 2 —8 Mill. Hektoliter ge-winnt, die einen Werth von 59 Mill. Franken haben.Besonders in der Rormandie wird viel davon berei-tet und der von Lolif im Departement la Manchegilt für den besten. In England verfertigt man denbesten in Herefordshire; in Devonshire gewinnt manaus den zuletzt bei Verfertigung des Ciders benutz-ten Aepfeln, deren Saft man mit fertigem Cidervermischt und etwas Gewürz hinzufügt, ein Getränk,das man Beverage nennt und das sich mehrereMonate lang hält. Die englischen und französischenSchiffe nehmen den Cider häufig auf ihren See-reisen mit; er soll dem Schiffsvolke sehr gesund seinund besonders den Skorbut abhalten. Beun Pressenwerden auch wohl noch andere Früchte, wie Heidel-beeren, Brombeern, Pflaumen von verschiedenenArten zugesetzt; die Säure auch wohl durch Kalk,Kreide oder Asche genommen. — Birnenwein.sranz. Poire wird besonders in Frankreich undebenfalls in der Normandie, viel bereitet; man schätztdas Quantum auf mehr als iy 4 Mill. Hektoliter,zu einem Werthe von 8 Mill. Franken. Man ver-fertigt daselbst häufig ein dem Champagner ähnlichesmoussirendes Getränk daraus, was auch in einigenGegenden am Rhein geschieht. — Aus den bei der

Verfertigung des Ciders übrig bleibenden Tresternwird Ciderbranntwein und Cideressig,Perletztere auch aus geringen Cidersorten, bereitet.Cidersirup ist eingekochter Apfelmost, den mandem Cider bei der Gährung zusetzt, um ihn zu ver-bessern.

Cigarren, s.Taback.

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Cimolith, heißt ein weiches, mattes, erdiges ander Lippe klebendes und Qel einsaugendes Mineral,das sich besonders auf der kleinen griechischen InselCiniolis oder Argentiera findet, wo man es wieSeife znm Waschen der Zeuge und zum Entfernenvon Fettflecken benutzt.

Cinchonin, Cinchouium, ein in den ächtenChinarinden und besonders in der braunen enthal-tenes Alkaloid, das bei der Bereitung des Chininsdurch wiederholtes Umkrystallisiren oder vermittelstAether davon getrennt wird. Es erscheint in kleinen,vierseitigen, farblosen, durchsichtigen Prismen, diesich nicht in kaltem, wenig in kochendem Wasser,schwerer als Chinin in Alkohol, und nicht in Aetherauflösen, anfangs wenig, später stark uudanhaltendbitter schmecken. Mit Säuren bildet es Salze, vondenen besonders das schwefelsaure Cinchoninzu erwähnen ist, das gewonnen wird, indem manreines Cinchonin in verdünnter Schwefelsäure auf-löst und die Auflösung krystallisiren läßt. Es bildetharte, weiße, perlmutterglänzende, durchsichtigeKrystalle von bittrem Geschmack, die ebenfalls nichtin Aether, fast gar nicht in Wasser, aber leicht inAlkohol löslich sind. Auch das salzsaure, seiden-glänzende, in Wasser und Weingeist leicht löslicheKrystalle von bittrem Geschmack, das gerbsaure nudessigsaure, wird zuweilen, aber ebenso wie das reineund das schwefelsaure nur selten als Fiebermittel be-nutzt. Die Cinchoninsalze sind denen des Chininsehr ähnlich, aber bei sehr bittrem Geschmack leichterlöslich, als diese; sie krystallisiren auch leichter undsind billiger. Besonders wird gegenwärtig dasgerbsaure Cinchonin empfohlen. Das Cinchoninwird von einigen Aerzten für weniger wirksam, vonanderen dagegen gleich wirksam, wie das Chinin ge-schätzt. Jedes dieser Präparate hat wohl bei Krank-heiten seine eigenthünilich wirksame Sphäre. Ausden Cinchoniusalzeu wird das Cinchonicin ge-bildet, eine dem Cinchonin sehr ähnliche Base. DasC i n ch o n i d i n wird oft mit dem Chinidin verwechselt,ist aber dem Cinchonin isomer, und wird nicht wiedie erstere auf Zusatz von Chlor und Amnioniakgrün. Das schwefelsaure Cinchonidiu krystallisirt inweißen, seidenglänzenden Stadeln, von bittrem Ge-schmack, ist in Wasser löslich und findet in der Mcdi-zin Anwendung.

Cincinnati, Hauptstadt der Grasschaft Hamil-t o n im nordamerikanischen Staate Qhio und diegrößte Stadt des Staates, sowie die bedeutendsteund wohlhabendste Stadt und der Hauptstapelplatzdes ganzen Westens der Vereinigten Staaten. Sieliegt am Qhio, ist regelmäßig gebaut, mit mehrerenschönen Plätzen, vielen Kirchen rc. Im Jahre 178t)wurde hier das erste Haus im Urwalde gebaut;1813 hatte die Stadt 4000; 1820: 10,000; 1840:46,000; 1850:150,000 und 1861:162,000 Einw-;sie gibt daher ein deutliches Bild von der unglaub-lichen Schnelligkeit, mit welcher die nordämerika-nischen Städte anwachsen. Es ist hier ein großesTheater, eine medizinische Schule, Bibliothek, Neu-