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Erster Band.
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Cindrrs

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Citronen

ifitm , einige große Banken, eine Börse, bedentende«abriken von Dampfmaschinen, Bleiweiß, Farben, ;^chweinsöl, Möbeln, Kleidungsstücken (in letzteren jTOb nicht selten 200—300 Schneider beschäftigt) rc., ^Mashütten, die größten Eisengießereien, viele Ger-bereien, Branereien und Branntweinbrennereien,Mehl- nnb Sägemühlen, Schifsswerfte rc. __ Ver-^>udungswege hat Cincinnati nach allen Seiten.Dnrch Eiseubabueu ist und wird die Stadt mitptttsburg, Philadelphia, New-Aork, Baltimore,^eston, Charleston, New-Orleans, Chicago rc. ver-bunden. Der Handel und die Schifffahrt aus dem^chio sind sehr lebhaft, besonders ist Cincinnati derArößte Schweinefleischmarkt der Welt (vom 3. No-bember 1860 bis 13. Februar 1861 sind hier 434,000Schweine in 35 Schlachthäusern gemetzelt worden)bud man bereitet hier aus dem Schweinefette Oelund Stearin. Auch mit Getreide, Salz rc. werdenbedeutende Geschäfte gemacht.

Rechnung, Münzen, Maße und Ge-rechte s. Bereinigte Staaten von Nord-amerika.

Cmders, s. Kohks.

binsrss clavellati, f. Potasche.

Cineres Plumbi oder Saturni, s. Blei-»Iche.

k-iusro» 8tauni oder ckovis, s. Zinnasche.Oiwis iirsisotorri, s. Waidasche.

6iuoabaris, s. Zinnober.

Cinnamomum, s. Zimmt.

,CinnamomuxnCulilaban, s. Kulilaban-rinde.

Cinque Ports nennt man in England diesieben, früher fünf, englischen Häfen, welche Frank-reich gegenüber liegen, nämlich Dover, Sand-wich, Hythe, Romuey, Ryl, Hastings undÄinchelsea; zuweilen rechnet man auchSea-fvrddazu und vereinigt dann Hythe und Rom-u ey zu einem. Sie sind , außer Dover, sämmtlichMehr oder weniger verschlämmt und großen SchiffenUnzugänglich. Es ist ein eigener Aufseher über siegesetzt, welcher I-ord Warren of the cinque ports?btßt, und dessen Stelle, eine bloße Sinecure, jetzt^ Herzog von Wellington bekleidet.

Elvtar, ein feiner, sehr angenehmer Mnskateller-wem, der bei der gleichnamigen Stadt in der Nähe^Marseille erbaut wird.

Apipa, s. Tapioka.

^tpolino, s. Marmor.

heißt die geringste ungeschlagene macedo-Msche Baumwolle.

^trca, abgek. ca. oder c“, heißt ohngefähr.

2 v.trcassia oder Circassienne, ein gekörperterAbug zu Sommerröcken, meist aus Streichgarn mit, uen- vder Baumwollengarn gemischt, zuweilenM- Jauz aus Wolle bestehend. Blau hat sie ein-y^'btg, nteürt und gemustert, entweder 1% oder/4 (älle breit; auch werden Circasstashawls verfer-8t- Man fabrizirte sie zuerst in England, jetztfd* “<5^ * n den französischen , belgischen und dent-.jib" Fabriken, doch sind sie in neuerer Zeit wiedertint ^ au§ fcer Mode gekommen. — Früher verfer-e .8tentan unter dem Namen Circassienne auchA. grosdetourarligeu Seidenzeug.

.^sstan-Öil, ein in England erfundenesm. “ ro ‘, das nur aus London ächt zu beziehen ist,uuch von deutschen Parfümeriefabriken nachge-"Mtwird.

Eircassiawasser von Ruoff, 15 kr. die Flasche,

ein Geheimmittel, ist 84 Gran Alkohol mit Zimmt-Nelken-Lavendel-Bergamottöl und Perubalsam.

Circassien, s. Tscherkessien.

Cirkulair, s. Briefwechsel.

Cirsakas, s. S irsakas.

Cissampellin, s. Grieswurzel.

Citrin, s.Bergkrystall.

Citrinholz, s. Sandelholz.

Citronat nennt man die in Stücken geschnitteneund in Zucker oder Sirup eingemachte dicke fleischigeRinde einer Abart der Citronen, der C i tro nal enoder Cedraten. Sie wird zuerst in Salzwasfer,dann in gewöhnlichem Wasser eingeweicht und inletzterem bis zum Auswallen ans Feuer gesetzt, wo-rauf man sie entweder mit Sirup oder mit geschmol-zenem Zucker übergießt. Die erstere wird Suc-cade, die letztere candirter Citronat genannt.Man bezieht ihn meist ans Genua (ber beste), Messt-na, Malaga rc., und benutzt ihn besonders als Ge-würz an Backwerk, Lebkuchen, sowie auch zum Essenals Leckerei. Er muß sich weich schneiden und aufdem Schnitte gleichmäßig hell und dilrchscheinendsein.

Citronellenöl, s. Kameelbeu.

Citronen sind die reifen Früchte des ans Asienstammenden und fast im ganzen südlichen Europaangebauten Citronenbanmes, Cidrus medica.Sie werden wegen ihres angeuehmsauren, erfrischen-den Saftes und wegen des in ihrer Schale in kleinenHöhlen enthaltenen, eigenen ätherischen Oels über-all sehr häufig und zu verschiedenen Zwecken ange-wendet und bilden daher einen bedeutenden Handels-artikel ans Italien, Sicilien, dem südlichen Frank-reich, Spanien, Portugal rc. nach dem ganzen nörd-lichen Europa. Die Früchte sind länglichtrund, oftwarzig, hellgelb, die innere Schale ist weiß, schwam-mig, geschmacklos. Unter ihr ist das in Zellen oderFächer getheilte Fleisch, den sauren Saft und gelb-lich weiße Kerne, 8emina Citri, enthaltend, welchelänglich, hart und von bittrem Geschmack sind. Manverwendet diese gegen Würmer und führte sie deß-halb in den Apotheken. Ans diesen Kernen erhältman das Limoiiin, einen bittern krystallinischenStoff, der durch Schwefelsäure mit rother Farbegelöst wird und zum Färben verwendet werdenkann. — Die Citronen werden bei der Ernte vorihrer völligen Reife abgenommen, dann einzeln inPapier gewickelt und in Kisten oder Fässern versen-det. Je dünnschäliger und saftreicher sie sind, destomehr werden sie geschätzt, doch sind diese wenigerhaltbar, als die dickschäligeu. Man muß daraufsehen, daß sie gesund, nicht gedrückt sind und keinehraunen Flecken haben, und muß solche auf demLager immer herauslesen. Man bewahrt sie ambesten in luftigen, trocknen, nicht warmen, aber auchnicht zu feuchten Kellern und Gewölben auf, und esist gut, wenn man sie in Salz, Asche oder seinen,trocknen Sand legen kann, damit sie einander nichtberühren. Am besten und saftreichsteu sind die vomersten Schnitt oder der ersten Blüthe, die vom Herbstbis zum 20. März und ganz besonders vom 1. Oct.bis 1. Jan. geerutet sind; die vom zweiten Schnitt,vom 20. März bis Ende Mai, sind weniger gut undnoch geringer die Herbstcitronen oder vom drittenSchnitt, vom Juni bis Ende September. — Diemeisten Citronen kommen ans Sicilien von Messina,und unter diesen sind die Gartencitrouen von Prajaam meisten geschätzt. Die besten jedoch liefert Genuaund die neapolitanischen Küstengegenden; auch die