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Erster Band.
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Cliches

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Coburg

Eisenbahn Paris-Lyon , mit 37,300 Einw. Sie be-sitzt ein Handelstribunal, eine Handelskammer,Börse und eine Filiale der Bank von Frankreich.Ihre Lage inmitten sruchtbarer Gegenden undzwischen den bedeutendsten Produktionsvrten Frank-reichs, bat sie naturgemäß zu einem Stapel- undAustauschplatz gemacht; sie ist die Hanpthandelsstadtder Departements liante Loire, eines Theils vonLozère, von Cantal, eines großen Theils von Creuse k .Die Bodenerzeugnissc bilden den Hauptgegenstandsür den Handel und die Industrie Clermont - Fer-rands; es ist der Hanptmarkt sür Gemüse, Wein,Obst, Hans, Vieh, Butter, Käse, Leder. Die Mehl-aussuhr, ehedem sehr bedeutend, hat ziemlich abge-nomnien. Dagegen ist die Ausfuhr von Nudelnund italienischen Pasteten von Wichtigkeit. DiePastetenfabriken beschäftigen gegen 650 Gehülfenund ihre Produkte werden nicht allein nach allenGegenden Frankreichs, sondern auch nach Italien,England und Amerika unter dem Namen „Pâtésd’Italie au de Gènes“ versandt. Einen wichtigenTheil des hiesigen Exporthandels bildet das behaarteLeder, wovon viel in der Stadt selbst zu Pantoffelnund Galoschen verwendet wird. Außer einer Ma-schinenfabrik, Eisengießerei und Eisenschmelzerei,gibt es Fabriken von Lichtern, Hanfleinen, wofüreine eigene Halle errichtet ist, Seilerwaaren, einge-machten Früchten, die großentheils nach Englandund Amerika gehen, Runkelrüben- und Trauben-ucker, Nägeln, Papier, Chocolade, Wagen, Kaffee-urrogat, Kautschukwaarcn, Essig rc.; Lohgerbereien,Färbereien.

Rechnung, Münzen, Maße und Gewichtes. Frankreich.

Clichés nennt man Abgüsse oder Abklatschevon Schriftmetall auf Holzklötze genagelt, welcheman von Holzschnitten macht, um sie zu vervielfäl-tigen und um nicht nöthig zu haben, den Holzschnittselbst durch den Druck abzunutzen. Die Heraus-geber illustrirter Werke, Zeitschriften rc. verkaufen siehäufig von den Holzschnitten, die sie haben anfertigenlassen, an Andere, die sie benutzen können; auchkauft man Clichés von Verzierungen, Ornamentenund allgemein brauchbaren Holzschnitten zum Buch-druck von den Holzschneidern, welche die letzteren ver-fertigt haben, und von den Schriftgießereien.

Clincaille oder Clincaillerie heißt in Frank-reich so viel als Quincaillerie, s. d.

Clinquant ist die französische Benennung fürLahn- oder Rauschgold.

Elision heißt eine weiße flächsene Leinwand, diein der gleichnamigen Stadt im französischen Depar-tement der Niederloire verfertigt wird.

Clochepied nennt man in Frankreich eine ArtOrgansinseide, die aus 3 Fäden besteht, von denenerst zwei zusammengedreht sind und dann der drittedarum gewunden ist. Sie wird besonders zu Gazeverarbeitet.

Clos de Vougeot , ein rother Burgunderweinerster Klasse, der südlich von Dijon im DepartementCüte d'Or, in hochgelegenen Gärten wächst.

Clouties nennt man in England kleine leineneTaschentücher, die besonders nach Madagascar gehen.

Clove, ein Gewicht für Wolle in E n g l a n d, s. d.

Coaks oder Coks, s. Kohks.

Coati, s. Waschbär. ,

Coating, ein langhaariger, gekörperter Wollen-stoff zu Winterröcken, der weniger langes Haar undfeineren Körper als der Calmuck hat und deshalb

and) zuweilen H al b c a l m u ck genannt wird. Manverfertigt ihn in deutschen und niederländischen Tuch-sabriken, doch kommt er unter diesem Namen jetztwenig mehr vor, obgleich es mehrere ihm ganz ähn-liche, aber anders benannte Stoffe giebt.

Cob oder Plate nennt man in Gibraltar denspanischen Piaster.

Cobaltum crystallisatum commune, s-F liegen st ein.

Cobaltumnitricum, ) f

Cobaltum.oxydatum,) ^ K °baltoxyd.

Cvbido, Covido, Cobe, Cobre, Covadooder Cubit, Längenmaße in Arabien, PortugalBrasilien, Siam rc.

Coburg oder Sachsen - Coburg, deutschesHerzogthum in Thüringen, welches jetzt mit demHerzogthum Gotha (s. d.) unter einem Fürsten stehtund mit demselben das Herzogthum Coburg - Gothagenannt wird. Es ist im Norden, Westen undOsten fast ganz vom Herzogthum Meiningen, übri-gens von bairischem Gebiet umgeben, in welchemauch drei dazu gehörige Enklaven, die größte mit derStadt Königsberg, und zwei kleinere, liegen. Esenthält 10 o Meilen mit 47,000 Einw. Hauptflußist die Jtz mit einigen kleineren Nebenflüssen, welchedem Maine zufließt. Das Land ist hügelig undtheilweise bewaldet, hat fruchtbare, gut angebauteThäler und ein angenehmes mildes Klima. Haupt-produkte sind Getreide, Obst, Gartenjrüchte, auchwird etwas Wein und Hopsen gebaut; ferner wirdfeuerscster Thon, Alabaster, Ouarzsaud und gnteöMaterial zu Cement gefördert. Die Einwohner be-schästigen sich außer mit Ackerbau und besondersViehzucht, mit der Verfertigung von Holzwaaren,mit Leinen« und Wollenwebcrei, Brauerei; auchgibt es Fabriken von Spielwaaren, Porzellan rc.Der Handel ist nicht bedeutend. — Die Hauptstadtdes Herzogthums Coburg-Gotha ist Coburg (f-den folgenden Art.). Neustadt a. d. Haidc hat1700 Einw., treibt Handel mit Svnueberger Spiel-waaren und fabrizirt sie auch. Rodach, 1600Einw., fertigt Spielwaaren besonders aus Papier-mache.

Re chnung und Zahlwerth wie Baiern. Bor1857 war der LI^Guldenfuß üblich.

Neue Münzen. In Gold: Kronen und halbeKronen wie Preußen. In Silber: Thaler undDoppelthaler wie Preußen; Stücke zu 1 und zu V»Gulden, auch 6 Kreuzer-Stücke wie Baiern. I"Kupfer: Vo und y 4 Kreuzer oder 2 und 1 Pfennig-Stücke. Früher prägte man: Dukaten, 67 Stückauf die rauhe Mark von 23V» Kar. fein; ganze undhalbe Speziesthaler, ganze und halbe Kopsstücke, V“und >/,2 Thalerstücke nach dem 20 Fl. Fuß; Kronen-thaler, 7, mo Stück auf die rauhe Mark von 13 Loth17 Gr. fein, und Scheidemünzen zu 6, 3 und 1Kreuzer und zu V-« und y„ 8 Thlr.

Papiergeld. Cassen-Anweisungen des Staatsin Abschnitten zu 1 Thlr. sFl. l s / 4 ) im 30 Thalerfuße,die gesetzliches Zahlmittel sind und bei der Haupt-Landeskasse in Coburg eingelöst werden.

Course. Man richtet sich nach denjenigen von

Frankfurt a. M.

Wechselrecht. Im Jahre 1849 ist die allge-meine deutsche W. O. für das Gesammtherzogthurnin Kraft getreten. Wechselproteste sollen nach 7 UmAbends nicht mehr erhoben werden, es fei denn, dapDerjenige, wider welä-en der Protest erhoben wird,