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Coloninlwaarcn
Coir
Cvir, f. Kokosnüsse.
Coire, s. Chur.
Cvk, s. Toiöl.
Cola, syrisches Handelsgewicht zu Aleppo.
LoloüilNiin anininnalö, Colchicin, s.Herbstzeitlose.
Colcothar heißt ein rothes Eisenoxyd, das beider Bereitung des Vitriolöls nach Austreibung der jSchwefelsäure aus dem Eisenvitriol in den Retortenzurückbleibt. Es wird dann noch mehrere Male mitWasser ausgewaschen, um alle Säure daraus zu ent-fernen , auch wohl noch ausgeglüht, und bildet einerdiges Pulver von schöner, lebhaft rother Farbe, >das als Anstreich- und Malerfarbe und zum Poliren fbenutzt wird. Plan nennt es auch zuweilen Eng - jlischroth und Vitri olroth.
Cold-Cream (engl. kalter Rahm) heißt einein England erfundene kühlende weiße Salbe, ausWallrath, Wachs, Mandelöl und Rosenwasser be-stehend, die gegen äußere Entzündungen, Drüsenge-schwülste, Hühneraugen, Verhärtungen und dgl,,und auch als Schönheitsmittel gebraucht wird.
Colette nennt man eine ungebleichte Leinwandvon mittler Qualität, eine Art Rosenleinen, dienn!Osnabrücksche» verfertigt wird. Sie ist in Rollen jvon 100 Ellen, welche rund mit blauer Schnur ge- jbunden und mit 3 Kronen gestempelt sind. j
Collapiscium, s. Hausenblase. j
Collationiren, heißt vergleichen, namentlich!Rechnungen, Abschriften, sowie auch Eintragungen!aus einem Handlungsbuche in das andere. :
Collectiv», eine Mustersammlung.
Collectivgesellschast, s. Handelsgesell-schaft.
Colletepieholz, s. Tigerholz.
Collo, in der Mehrzahl Colli, Collos, nenntman in der kaufmännischen Sprache jeden einzelnenBallen, Packen, Sack, Faß, Kiste rc. mit Waare; e«sind daher z. B. 5 Fässer, 3 Ballen und 6 Kistenzusammen 14 Colli.
Collodium oder Collodio n ist in Aether oderin einer Mischung von Aether und Alkohol ausgelösteSchießbaumwolle, welche in der Chirurgie als ein vor-treffliches Klebemittel anstatt des Heftpflasters be-nutzt wird. Es ist eine farblose , dickliche Flüssigkeit,aus der, wenn nian sie aus die Haut streicht, derAether sich bald verflüchtigt und ein dünnes, sesthasten-des undurchdringliches Häutchen zurückläßt. ZurBehandlung mit Wunden dient es noch besser, wennauf 100 Theile Collodium 2 Theile Glycerin zugesetztwerde». Außerdem verwendet man es jetzt auch invielen Fällen anstatt eines Lackes oder Firnisses, umeinen durchsichtigen und glänzenden Ueberzug herzu-stellen ; ferner anstatt des Goldschlägerhäutchens undzu elektrischen Apparaten, da es sehr stark elektrisch ist.«seine ausgebreitetste Verwendung jedoch hat es inneuester Zeit durch die Photographie erhalten, indemes die beste Grundlage für die Lichtbilder, sowohl diepositiven als die negativen gibt. Zu diesem Zweckniuß es jedoch nicht blos völlig klar und rein sein,sondern die Mischung von Aether und Alkohol mußauch in gehörigem Verhältniß stehen und in letzteremdarf kein Fuselöl enthalten sein. Zur Darstellungdes Collodiuins für Lichtbilder hat mau folgendeVorschrift gegeben: Man übergieße 18 Grammeigens dazu präparirte Schießbauniwolle (s. d.) ineiner Flasche mit 350 Gramm absolutem Alkoholvon 0, fil7 spezif. Gew. und schüttle gut um. Ist dieBaumwolle gut gesättigt, so gieße man nochmals
400Grm. absoluten Alkohol zuund400Grm. Aethervon 0, 7 ,5 spezis. Gewicht. Plan schließe die Flaschefest mit einem Korke, schüttle einige Plinuteusorgfältig, bis sich alle Baumwolle gelöst hat undstelle das Collodium ruhig mindestens 8 Tage aneinem kühlen und dnnklen Ort zur Klärung. Jeälter es wird, um so besser ist es, wenn es gut ver-schlossen und verwahrt war. Am Lichte verdirbtdasselbe. Soll das Collodium etwas dickflüssigerwerden, so nehme man zu obiger Piischung 20 Grm.Baumwolle, dagegen 15 Grm. wenn es dünnflüssigerwerden soll. Verdorbenes Collodium ist das besteMittel, um die zur Aufnahme der Glasbilder be-stimmten Glastaseln von allen Uureinigkeiteu, Fett,Säuren rc. zu befreien. — Collodium jodirres.Um Lichtbilder hervorzurusen, muß das Collodium,dessen Vorschrift wir eben gegeben haben, empfindlichgemacht werden. Es werden dazu sehr verschiedenePlischungen gebraucht. Diejenige, welche gegen-wärtig ani meisten empfohlen und benutzt wird, istfolgende: Zu 100 Gramm absoluten Alkohol von0,g, 7 spezif. Gewicht, setze man 0 Grm. Jodlithium,6 Grm. Jodcadmium und 2 Grm. Bromcadmium,schüttle bis sich alles gelöst hat und filtrire. DieseSalze lösen sich im Alkohol leicht. Die Lösung mußim Dunkeln aufbewahrt werden, auch schadet es nicht,wenn sie etwas gelblich wird. Plan gebraucht siefür positive und negative Bilder; für letztere wirdjedoch folgende Piischung noch vorgezogen: auf 100Grm. Alkohol 8 Grm. ganz reines, ganz weißes,nicht gelbliches Jodnatrium, 3 Grm. Jodcadmium,4 Grm. Bromcadmium. Von diesen Lösungen nunwerden 10 Grm. auf 100 Grm. Collodium zugesetztund gut geinischt, worauf mau sie 8 Tage stehen läßt.Es hält sich, ohne schlechter zu werden, über ein Jahr.Alle Salze müssen so rein als möglich sein und imDunkeln ausbewahrc werden. Wird das Collodiumalt und dick, oder schleimig, so gieße man Aether zuund filtrire dann. — Collodium mit spa-nisch e n F l i e g e n, ovlloüiuin oantbaiiüaäuin, wirdzuweilen in der Medizin gebraucht; die Cantharidenin Aether ausgezogen, werden dem Collodium zuge-setzt. Auch wird mit letzterem zu medizinischem Ge-brauch Terpentinöl oder Ricinusöl gemischt.
Colocynthides, Colocinthiu, s. Colo-quinten.
Colombinlack nennt man eine Art Floren-tincrlack, der in länglich viereckige Stücke geformt ist.
Colonialwaaren nennt man die Rohproduktej fremder Welttheile, welche besonders aus den Colonien! der Europäer in Ost- und Westindien, Südamerika! rc. nach Europa kommen und theils zum Genusse,theils zu technischen Zwecken in großer Menge ver-braucht werden. Die wichtigsten derselben sind:Kaffee, Zucker, Cacao, Reis, Baumwolle, Thee, Ge-! würze; auch werden zuweilen Farbe- und Möbel-hölzer, Indigo, Cochenille, Droguen rc. dazu ge-, rechnet. Die Geschäfte damit auf den europäischenHandelsplätzen bilden einen eigenen Handelszweig,denColo ni alw aa r enh and el, als dessen Gegen-stand man jedoch nur die zuerst genannten Artikelbetrachtet, indem die übrigen dem Farbwaaren- unddem Droguerie- oder Materialwaarenhandel ange-hören. — Der Gebrauch tzer Colonialwaaren ist erstseit der ersten und zum Theil feit der zweiten Hälftedes vorigen Jahrhunderts, nachdem besonders dieEngländer und Holländer sich dauernd in Ost- undWestindicn angesiedelt hatten, in Europa allgemeingeworden, so daß sie jetzt meist als unentbehrliche Be-