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und brüchig und hat einen glasartigen Bruch; esdarf nicht »ach Pech riechen und muß aus dem Brucheganz rein und glänzend feilt. Das meiste kommtzetzt in verschiedener Qualität aus Nordamerika;außerdem verfertigt man es auch an mehreren Or-ten in Frankreich und in Deutschland. Man benutztes hauptsächlich zum Bestreichen der Geigenbogenund dazu wird es ost noch besonders gereinigt, wobeies durch Zusatz von etwas Essigsäure oder V-o seinesGewichtes Wachs verbessert werden soll. Außerdemverwendet man es zu ordinären Firnissen, zu Kit-ten, zum Leimen des Maschinenpapiers, zu geringemSiegellack, zum Reduciren des Silbers aus Chlor-silber, zur Bereitung von Fliegenleim, wozu manes mit der Hälfte seines Gewichts Terpentinöl undeben so viel Rübol zusammenschmelzt, zum Kalfa-tern der Schisse, zu Feuerwerken rc.
Coloquinten oder Purgirparadiesäpfel,Oolovyntbidos, sind die von der gelben Schalebefreiten Früchte der Coloqnintengurke, 6u-ouinis Colocynthis, einer Pflanze mit herzförmigen,5- oder mehr lappigen, vorn stumpfen, unten weiß-haarigen Blättern, welche in der Levante, in Aegyp-ten, am Cap rc. wild wächst unv auch angebautwird. Sie haben ohngefähr die Form einer faust-großen Pomeranze und bestehen aus einem weißen,leichten schwammigen Marke, welches in 6 Fächerneine Menge weißliche oder gelbliche Samenkörnerenthält; der Geruch ist schwach, widrig süßlich, derGeschmack heftig und eckelhaft bitter. Gute Waaremuß aus möglichst großen, weißen, unzerstücktenAepfeln bestehen, ohne viel beigemischte Körner; diebesten kommen aus Aegppten, kleiner und wohlfeilersind die cyprischen. Plan braucht den weingeistigen,sehr bittern, braunen Extract zweiter Consistenz da-von als Purgirmittel, die Abkochung zur Bertreibungder Wanzen und man thut sie in den Buchbinder-kleister, um die Bücherwürmer abzuhalten; auch zumSchwarzsärben werden sie zuweilen benutzt. Um siezu pulvern, muß man sie mit Tragantschleim ver-mischen und trocknen, sonst ist es nicht möglich. Sieenthalten bitteres, fettes Oel, Gummi, Harz, Bas-sorin und einen bittern Extractivstosf, C o l v ei n t h in,eine nicht krystallisirbare harzige Masse, röthlichbraun, durchscheinend, spröde, welche gerieben eingelbliches Pulver bildet, nebst verschiedenen Salzen.
Colorine, s. Krapp.
Columbien oder Columbia nannte sich seitdem Jahre 1819 ein im nördlichen Theile von Süd-amerika gelegener Freistaat, der im Norden vommexikanischen Meerbusen, im Osten vom atlantischenMeere und von Britisch-Guiana, im Süden vonBrasilien und Peru und im Westen vom stillenOcean umschlossen wurde. Im Jahre 1831 trennteer sich jedoch i» die drei unabhängigen, nur in einemgegenseitigen Schutzbündnisse zu einander stehendenRepubliken Benezuela, Neugranada undEcuador, s. d. Art.
Columbinsäure, s. T a n t a l s ä u r e.
Columhit, s. Tantal um.
Columbowur^cl, Radix Columbae oderColumbo, ist die Wurzel einer an der Slldküstevon Asrika wild wachsenden und in manchen Gegen-den Ostindiens angebauten Schlingpflanze, Coccu-lus palmatus, mit handsörmigen, 5 — 7 lappigen,am Grunde herzförmigen Blättern, blaßgrünenTraubenblüthe». Die Wurzel ist 12—1b"lang, 3—4“dick, außen bräunlich, innen dunkelgelb. Im Handelkommen die in Scheiben geschnittenen, knollenartigen,
bittern Beste des Wurzelstockes von 1—3" Durch-messer und Vt—1" Dicke vor, selten sind die Wur-zeln in Längsstücke getheilt. Die dunkelbrauneRinde ist runzlicht und von dem innern Holzkörperdurch eine dunklere Kreislinie getrennt. Dieser aberist von Markstrahlen durchzogen. Die Rinde hateinen noch bittereren schleimigeren Geschmack als derinnere Theil. Es kommt auch eine falsche Columbo-wurzel vor, walzenförmig oder der Länge nach ge-theilt, sie ist innen weit heller gelb, außen grau, vielweniger bitter, etwas süßlich. Man erkennt sie durchJod, welches die echte Wurzel dunkelblau färbt, dieunechte aber unverändert läßt. Auch die Wurzel derBryonia alba wird zuweilen für die der Loiuinboverkauft, sie hat jedoch ein ganz anderes Aussehen.In der Colnmbowurzel ist Harz, Wachs, Gummi,Pektin, Stärkemehl, Berberin und das Columbiaoder Columbobitter als wirksamer Bestandtheilenthalten, welches in schönen farblosen, durchsichti-gen rhombischen Prismen krystallisirt, geruchlos,aber von sehr bitterem Geschmack ist. Weniger bit-ter ist die Columbosäure, ein strohgelbes Pulver.Die Colnmbowurzel liesert sehr wirksame Arznei-mittel bei kranken Lerdauungsorganen, die sich nichtdurch andere ersetzen lassen. Die wurmstichigen,verdorbenen Wurzeln sind häufig, wie beim Rhabar-ber mit Teig verklebt.
Columnaria, Silbermünze in Spanien.
Colutea arborescens, s. Blasenstrauch,baumartiger.
Comashee, Komaschi, eine arabische Rech-nungs- und Silberjcheidemünze.
Comhourgs nennt man in Frankreich starkehänfene Leinen, welche besonders in der Umgegenddes gleichnamigen Fleckens im Departement derNordküsten verfertigt und über St. Malo ausge-führt werden.
Comeaux heißt ein guter Oberburgunderwemdritter Klasse aus der Gegend von Nuits.
Comerstein, s. Tvpfsteiu.
Cometta heißt eine Art ausgezeichneter Rosinenaus der Gegend von Spoleto in Italien.
ComfortabloL nennt man elastische gewirkteoder auch gestrickte wollene Shawls für Herren, zumWarmhalten des Halses und der Brust, welche inDeutschland besonders in Berlin, Apolda, Limbachbei Chemnitz rc. verfertigt werden.
Commanderiewein oder Comthureiweinheißt die beste Sorte Cy Perw ein, s. d. _
Commandeurbalsam, Mö nchsbals am,Je-suiten tropfe ».zusammen gesetzte Benz oe-tinktur, Balsamus Commendatoris oderTinctura Benzoes composita, ist ein bal-samartiges Gemisch von Benzoe, Styrax inKörnern,Aloe, Perubalsam und Weingeist, welches besondersals reinigendes und heilendes Mittel bei schlaffen,unreinen'Wunden gebraucht wird.
Cvmmandite, Commanditgesellschast,Commanditär, Commanditist, s. Han-delsgesellschaft.
Commerzlast nennt man in Hamburg undinehrereu anoeren Ostseehäfen eine Last von 6000Pfund; s. Hamburg und Bremen.
Commis, s. Handlungsdiener.
Commission heißt Auftrag. In der kaus-männischen «spräche bedient man sich des Wortesbesonders für den Auftrag, den ein Kaufmann einemandern giebt, ihm Waaren zu senden, dergleichen fürihn einzukaufen, oder Waaren, welche der erstere