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Erster Band.
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Credit

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Crinolinen

Sortiments roth gedruckt ist. Diese nennt man beiden überseeischen Versendungen Dowlas. Créasà la Morlaix sind flach, so lang als die Leinwandbreit ist und 3 ,\, zuweilen auch nur Elle breit ge-legt. Diese sind auf dem Schaufleck geglättet, sonstaber haben die Créas keine Appretur, als daß sie ge-mangelt und gepreßt sind. Die Créas sind diejenigeLeinwandsorte, welche in Deutschland am häufigstenzu Leib- und Bettwäsche und zu andrem häuslichenGebrauch verwendet wird, und ihr Absatz ist daherini Jnlande sehr bedeutend. Leider ist nur ihr guterRuf in der neuereü Zeit durch die so häufige be-trügerische Vermischung mit Baumwolle sehr ge-schmälert worden, denn es ist nur zu wahr, daß manbeim Kauf derselben fast nie mit Gewißheit daraufrechnen kann, daß man rein leinene Waare erhält.Früher war der Absatz derselben auch nach spauieu,Amerika und Westindieu sebr bedeuten»; in derneueren Zeit aber ist er durch die Concurreu; derirländischen Leinen, die schon selbst nach Deutschlandkommen, und zum Theil auch durch die Unsoliditätder Waare sehr geschmälert worden. Bei der Ver-sendung werden gewöhnlich 25 Stück in eine Kistegepackt und zwar in 4 Nummern assortirt, für welchedann ein Durchschnittspreis berechnet wird. DieRummern bedeuten die Anzahl der Gänge. Amhäufigsten besteht das Sortiment aus Nr. 38, 40,42 und 44, oder aus Nr. 42, 44, 46 und 48; vonder ersten, zweiten und vierten Nummer sind immer6, von der dritten 7 Stück, und zum Umschlage wirdnoch Vs Stück geringes schmales Leinen genommen,das besonders berechnet wird. Die Créas à la Mor-laix werden ebenfalls in Kisten von 25 Stück, zu-weilen auch in Bällchen von 12 Stück verpackt. —In Frankreich, woher dieserArtikel eigentlich stammt,werden die meisten Créas in der Bretagne und na-nientlich in den Departements der Nordküsten undvon Finisterre verfertigt, wo in Brest, Morlaix, St.Brieuc, Landerneau, St. Malo rc. der Haupthandeldamit getrieben wird. Man verfertigt sie dort eben-falls in ganzen und halben Stücken, erstere von103 Stab Länge, und unterscheidet nach der BreiteCrées larges, von s / 4 Stab; die feinsten werdenExtraits, diemittlen Gattungen Fleurets unddie geringsten c o m m u n e s genannt. Ferner 6 r é e sentrelarges ober rosoonn es , 3 / s und 5 /s Stabbreit, und Orées graeiennes oder étroites,y 2 Stab breit und die Stücke gewöhnlich nur 100Stab laug.

Credit (mit dem Accent auf der ersten Silbe), soviel als Haben; s. Buchhaltung.

Creditiren heißt entweder Jemandem Kreditgeben, ihm etwas auf Kredit anvertrauen, oder Je-mandem etwas gutschreiben, in sein Guthaben brin-gen, in welchem Fall man jedoch gewöhnlich sagt,ihn dafür creditiren.

Creditor, in der Mehrzahl Creditoren oder inder lateinischen Form Creditores, heißt Gläu-biger, f. d. und Buchhaltung.

Creditwesen oder auch DebitWesen sagt manzuweilen für Concurs.

Creguelas nennt man in Spanien ordinairebald gebleichte Leinen, welche in Westphalen und imHannövcrschen in rund gebundenen Stücken verfer-tigt und daselbst gewöhnlich Mittelkronenlei-nen genannt werden.

Crêmans oder Demi mousseux heißen inFrankreich die nur schwach moussirendeu Cham-

pagnerweine, welche meist von besierer Qualität unddaher auch von vielen Trinkern mehr geschätzt sind, alsdie stark moussirendeu; (s. Champagnerwein.)Auch in manchen Gegenden Deutschlands, namentlichin Oesterreich, werden diese Weine Crémant-weine genannt.

Crèmes nennt man, besonders in Frankreich,seine Liköre mit vielem Zucker, durch welche sie eineetwas dickliche Consistenz erhalten. Man benenntsie gewöhnlich nach den Pflanzensästen oder Ge-würzen, die jeder Sorte ihren besonderen Geschmack

geben, z. B. Crème de Lose, Crème de fleur d’Orang®,Crème de Café, Crème de Canelle etc. ; doch giebtman ihnen zuweilen auch ganz willkürliche Benen-nungen, wie Crème de Demoiselles, mit Muskatrosenund Orangeblüten, Crème de Barbados, mit Pome-ranzen, Citronenschale und Muskatenblumen, undviele andere.

Cremnitzerweiß sagt mau oft unrichtig fürKremserweiß, s. d.

Cremona am Po, über den hier eine Schiffbrückeführt, in der Lombardei, mit 20,000 Einw., vielenKirchen, worunter die große prachtvolle gothischeKathedrale, 2 Theatern, einer Handels- und Ge-werbskammer, einem Lyceum und Gymnasium,Seiden- und Leinenweberei, Granatschleifereien,Sensbereitung, Verfertigung der weltberühmten Vio-line» und Darmsaiten, Dampfschifffahrt und Han-del mit Getreide, Flachs, Seide, Oel, Honig, Wachs,Käse u. s. w.

Rechnung, Münzen, Maße und Gewichtes. Italien, Königreich.

Cremor Tartari, s. Weinstein.

Cremor Tartari solubilis, s. Boraxweiu-stein.

Crepaudaille, s. Crapaudaille.

Crêpe, s. Krepp.

Crêpe de laine heißt in Frankreich ein feiner,dünner, glatter Wollenzeug, der besonders in denPyrenäendepartements, namentlich in und um Ba-gnöres verfertigt wird und hauptsächlich nach Spa-nien und Südamerika geht.

Crepine heißt ein ganz klein gemusterter, ge-tüpfelter Seidenstoff, theils mit schwarzem, theilsmit farbigem Grunde.

Crepinen, s. K antillen.

Crepon, s. Krepp.

Cres, s. Créas.

Crescentingarn, I f @eibe

Crescentmstamm, ) '• ® 1

Creseau, s. Carisvl.

Crespo, s. Krepp.

Creta, s. Kreide.

Erotischer Diptam,

Cretonne heißt nach , , „

eine weißgebleichte, dichte, französische Leinwand,deren Kette aus Flachsgarn, der Einschlag aus Hans-garn besteht und die besonders in und um Lisieux in*Departement .Calvados gewebt wird. Auch nenntman Cretonnes eine Art dichtgewebter Kallikosvon starkem Garne.

Crevellen, s. Elephantenzähne.

Crezleinwand, s. Butzelleinwand.

Crida, Cridar, s. Bankerott.

Crinolinen bestehen aus verschiedenartig gesorM-ten und zusammengesetzten Stahl- und Drahtge"stellen und werden von den Damen seit 1856, wo fj evon Frankreich aus verbreitet wurden, getragen. D>eFabxikation derselben geschieht meist on gros.

. D i P t a m w u r z e l.ihrem ersten Verfertiget