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Erster Band.
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Cumirrcs

In der südlichen Hälfte liegen ferner die Städte:Espiritu Sanlo, LOOO Einw.; Villa beiPrincipe oder Santa Maria de Puertodel Principe, 20,000 Einw., Sitz des oberstenGerichtshofes; Sän Salvador del Bayamo,12,000 Einw. u. a., die, obgleich sie nicht selbst amMeere liegen, doch Häfen an der Küste haben. —Von den in der Nabe liegenden kleinen Inseln ist diebedeutendste Pinos oder die Fichteninsel, 60>12 Meilen und fruchtbar, aber bis aus eine kleineEolonie unbewohnt.

Rechnung, Münzen, Maße und Gewichte,s.Westindien.

Cubeben, Cubebenpfeffer, auch Schwin-delkörner, Sch wauzpfeffer und ,Knaben-Pfeffer genannt, Cubebae, Piper CubebaeobetPiper eaudatum, sind die getrockneten Bee-ren einer Art des Pfefferstrauchs, Pipor Cubeba, derin Ostindien und besonders aus Java wächst. Siesind kugelig, größer als beim schwarzen Pfeffer,kommen aber tut Handel nur unreif abgepflückt, vonder Größe des Pfefferkorns vor, haben eine runzliche,braungrane oder schwärzlich braune Schale, welcheeinen bräunlichen, zuweilen auch gelblichen, inwendigweißlichen, öligen Kern umschließt, der im frischenZustande die Schale ausfüllt, und meist haben sieeinen 2—3 Linien langen Stiel. Der Geruch ist an-genehm gcwürzhast, der Geschmack stark aromatisch,bitter brennend und erwärmend; besonders brennendist der Geschmack des Kerns. Oft ist ihnen schwarzerPfeffer beigemengt, der wohl gesondert werden muß.Auch werden sie häufig durch die Beeren von Bham-nus catharticus verfälscht; doch ist dieser Betrugleicht zu erkeuueu, da letztere weder Geruch noch Ge-schmack und im Innern 4 Kerne haben. Die Cubebenenthalten ein äther. Oel, OleumCubebarum,das ursprünglich farblos, aber meist grünlich, etwasdickflüssig und von Geruch und Geschmack wie dieKörner, aber milder ist. Das C übe bin ist eineharzähnliche, krystallisirbare, weiße, geruch- und ge-schmacklose, in dem Pfeffer enthaltenesubstanz. Ausdem Oele scheidet sich der Cubebenkampher inrhombischen Krystallen aus, von brennendem Ge-schmack und Geruch der Cubeben. — Man beziehtdie Cubeben meist von London und Anisterdam, inSäcken von ca. 60 Pfd. und verwendet sie in derMedizin hauptsächlich gegen Schleimflüsse der Harn-röhre, früher auch als magenstärkendes, erwärmendesund den Schwindel vertreibendes Mittel, wozu sieunter den Landleuten noch im Rufe stehen und des-halb auch häufig mit Zucker überzogen werden. Einaus ihnen bereitetes, fchwarzbraunes Extract ist offi-cinell. Man muß darauf sehen, daß die Körner großund schwer, nicht zusaminengeschrnmpft und ver-trocknet sind und einen kräftigen Geschmack haben,denn es kommen zuweilen solche vor, von denen dasOel schon abdestillirt ist; auch sind sie zuweilen mitKreuzheeren vermischt, die man aber an ihrer grün-lichen Farbe, dem längeren Stiel und den 3 oder4Sanienkörnern, die sie enthalten, leicht unterscheidenkann; diesen fehlt auch der aromatische Geruch undGeschmack.

Cubit, s. Cobido.

Cucha, Handelsgewicht der arabischen StadtMaskat.

Cuchiaro, früheres Getreidemaß in Turin.

Cucmnule heißt in Frankreich der levautischeLerchenschwamm.

Cudbear, s. Persio.

Cuenoas heißt eine mittelfeine spanische Schas-wolle aus der Provinz Cuenya.

Cuvette nennt man ein von Glas oder Porzellangemachtes Gefäß, in welchem beim Photograph»«!das sogenannte Silberbad (s. salpetersaures Silber-oxyd) gegossen wird, um die Tafeln hineinzubringen,auf welche dasBild fixirt werden soll. Die vonPor-zellan müssen sehr gut glasirt sein, damit sie nichtdurch das Bad zerstört werden. Die gläsernen uw-giebt man am besten mit Holz. Born sind sie miteinem Ausgüsse an einer Ecke versehen, damit dieLösung ohne Trichter wieder in die Flasche gebrachtwerden kann. Die von Guttapercha oder Kautschuckgemachten, obwohl besonders aus Reisen sehr bequem,sind nicht zu empfehlen, da sie nicht rein genug sindund durch die Lösung zerstört werden, wie umgekehrtauch sie die Lösung verderben. Sie sind ziemlich hochund eigenthümlich geformt. Die Schalen zu den Pa-pierbäderu sind flach.

Cugnatclla, ein römisches Oelmaß.

Cujaveu oder Cnjavaäpfel sind die länglich'runden, apfelähulichen Früchte des in Südamerikaund Westiudien wachsenden Cusavastrauchs,Psidium pomiferum , welche in Zucker eingemachtund als Gelee nach Europa kommen. Sie sindschwefelgelb von Farbe, haben eine glatte dicke Schale,und ein blaßrothes, süßsäuerliches, angenehm gewürz-hast schmeckendes Fleisch mit vielen Samenkörnern.

6uir äs laine heißt ein sehr dichter und festergeköperter, tuchartiger, aber ganz kürz geschorenerWollenstofs.

Cula, Coula, Oelmaß in Fez und Marokko.

Cukilabanrinde oder B i t t e r z i mm t, 6 o r t esCulilaban, kommt von Cinnamomum Culilaban,einem auf den Molnkken und in Cochinchina wach'senden starken Baume, und wurde früher in derMedizin gebraucht, ist aber jetzt ziemlich vergessen.Sie besteht aus braunen, mehrere Zoll bis zu einerElle langen, 1—2 Zoll breiten und 1 — 2 Linie«dicken, entweder ganz flachen oder nur wenig gebo-genen Stücken, zuweilen ist sie auch dünner und ge-rollt; außen ist sie abgeschabt, dunkel zimmtbrannoder graulich, oder noch mit der weißlich-grauenäußern Rinde bedeckt; innen röthlich-gelb, ähnlichder schlechten gelben Chinarinde. Wird sie gerieben,so riecht sie nach Muskatnuß undNetken, frisch halsteeinen betäubenden Nclkengeruch; sie schmeckt beißend-bitterlich, aromatisch und schleimig und enthält einschweres ätherisches Oet, Harz und bittern Extractiv-stoff. DasOel wurde sonst ebenfalls officinell gebraucht.

Cully, ein feiner, haltbarer Schweizerwein vongutem Geschmack, Geist und Körper, der bei del»gleichnamigen Orte im Kanton Waadt am Gen-fersee gewonnen wird.

Cumana, s. Tabak.

Cumaraholz heißt das Holz von Coumarom>aoclorata oder Diptorix oäorata in Guiana, des Bau-mes, welcher die Tonkabohnen liefert. Es ist außer-ordentlich hart und schwer und wird daher besonder»zu Gegenständen verwendet, die einen großen Druckauszuhalten haben.

Cumarin , Cumariusäure, s. Tonka-b o h n e n.

Cmnieres , ein rother Champagnerwein zweiterKlasse, deraufden Anhöhen unweit Epernay gewonnenwird. Er hat schöne Farbe, Würze und Blume, abernicht genug Geist und Körper, und wird in wanne"Jahren schon im ersten Jahre gut, hält sich dann abernicht länger als 3—4 Jahre. Es giebt auch weiße«