Band 
Erster Band.
Seite
355
JPEG-Download
 

CCuiitol

357

Cut lino

Turnieres, der zu den Weinen dritter Klasse gerechnetwird.

Cumol, ein aus trvckner Destillation der Stein-kohlen gewonnenes, dem Benzin ähnliches, ange-nehm riechendes Oel, das mit Salpetersäure doppelteVerbindungen eingeht. Es riecht sehr widerwärtig.

.^uminol, Cuminalkohol, Cymol, Cu-snin, Cumin säure, Cumin am id, s. Kram-

kummel.

^uneo, f. Con i.

. Eupo, Quarticeno, bologneser Maß für Ge-treide.

Ouprniw, s. K u p f e r. — C. aceticum, f. G r ü n ->Pan. — C. ammoniatomuriaticum, s. Kupser-Nphd-Amm oniak, salz säur es. — C. carboni-eum > s. Kupferoxyd, kohlensaures. — C.^uriaticuni, s. Knpferoxyd, salzsanres. —oxydatum nigrum, s. K up fer oxy d, schwarzes.~~ C. oxydatura nitricum, s. Kupferoryd, feil*Petersaures. — C. oxydulutum, s. Kupseroxy-t>lll. — C. subacetieum, s. Grünspan. — C.^Phurieum oder vitriolatum, s. Vitriol.

Curassao oder Lurazao, den Niederländern^hörende Insel an der Küste von Venezuela, 8 V 2U Vkeilen mit 14,000 Einw., darunter 6000 Skla-ve», die wichtigste der niederländischen Besitzungentn Westindien. Es ist ein dürrer Felsen, auf demtUlr mit großer Mühe und Fleiß etwa 30,000 Acrespand urbar gemacht sind, welche die meisten westin-dischen Produkte hervorbringen. Die Ausfuhr beträgtl^z Mill. Thlr., die Euisuhr ca. 4>/sMill. Thlr.Der Handel ist daher nicht unbedeutend; frühertvnrde besonders starker Schleichhandel hier getrie-ben. Die Hauptstadt Wilhetmstadt mit 8000Einw., zeichnet sich besonders durch Reinlichkeit aus,bat bedeutende Magazine und Handel. Die Sanct-Änna-Bai an der Südküste bildet einen sehr gu-ten Hafen und ist Freihafen. In der Nähe liegendie kleinen Inseln: .Bonaire oder Buenos-Ayres, von einigen Familien bewohnt, ist fruchtbarund reich an Vieh; Aruba, Oruba oder Orua,unbewohnt, doch findet man im Sande derselbenGold bis zu 1 Pfd. schweren Stücken; die Aves-^uioln.Klein-Cnrassao rc.

W e ch s es c » n r s. Auf Amsterdam (Rotterdam)uurd auf einige Monate nach Sicht gewechselt undman gibt m. v. w. 98 bis 100 Fl. hier für 100 Fl.^ochjelbelauf.

Rechnungsart, Münzen, Maße und Ge-fltzni^' EVestindien (Niederländische Be-

Curassao, ein aus den Curassaoäpfeln bereiteterlei^r Likör.

Curassaoäpfel, Onrassavioa aurantia,tennk man die kleinen grünen unreifen Früchte einer^ art des Pomeranzenbaumes, des Curassao-p 0 m e r a n z e n c i t r 0 n e n b a n m e s, 6 itrns Anran-eurassaviensis oder Malus Auranti major,tn Westindien, und besonders auf der Insel Cu-aßao wächst. Die Früchte werden gepflückt, wennnah ° Größe einer Erbse bis zu einer Kirsche haben,»b werden entweder getrocknet oder in Zucker ein-b Macht. Die ersteren sind braungrün oder schwarz-? Uu, etwas runzelig, haben einen angenehm gewürz-so 's Geruch und sehr bitteren Geschmack, und sindschart, daß sie sich drechseln und poliren lassen.

can benutzt sie in den Apotheken zu wässerigen,, °"Uen und geistigen Aufgüssen, zu Magenpulvern,»ur Bereitung vonBischofesscnz und bitteren Likören,

! und abgedreht legt man sie in Fontanelle, in denen| ein stark» Reiz erzeugt werden soll.j Curnflavschülen, Cortices Aurantiorumcu.rassavicnsum, sind die in Viertel geschnit-tenen, getrockneten Schalen der reifen Cnrasjaoäpfel.Sie unterscheiden sich von den gewöhnlichen Pome-ranzenschalen besonders dadurch, daß sie auf derinnern Seite nur wenig Mark haben, welches dahernickt ausgeschnitten zu werden braucht; auch ist ihrGeschmack angenehmer gewürzhast und erwärmend.Sie sind aber viel theurer als jene und werden des-halb weniger gebraucht. Die äußere Seite ist grau-braun oder branngelb von Farbe, das Mark gewöhn-lich bräunlich und weniger dick, als bei anderen Po-meranzenarten. Mannenntsie ächte oder braune,zum Unterschied von den nnächten oder grünen,welche von einer in Spanien wachsenden Orangen-art kommen. Diese sind grünlichgrau von Farbeund ihr Geschmack ist den vorigen fast gleich , nuretwas weniger gewürzhast. Sie sind erst in derneueren Zeit in den Handel gekommen und da sienur ohngefähr den sechsten Theil der ächten kosten,so werden sie häufig an deren Stelle gebraucht.Beide Arten werden hauptsächlich zur Verfertigungdes Curassaolikörs benutzt.

Curator bonorum, ein von Amtswegeu vomRichter bestellter Güterpfleger oder Gütervertreter,s. Bankerott.

Curbarilharz, s. An im e g u m m i.

Curcuma, s. Kurkume.

Enron, s. C r 0 r e.

Curry, s. Katechu.

Currypowder nennt man in England ein ausden Blättern verschiedener ostindischer Pflanzen be-reitetes Pulver, das als Gewürz benutzt wird.

Cnrs, s. Cours.

Cursirseide wird zuweilen die gedrehte Seidegenannt.

Cursiv, s. Buchdruckerschriften.

Cusco heißt in Spanien eine aus Havannah-blättern bereitete Tabackssorte die über Cadix ausge-führt wird.

Cusconin oder Ariein. j s. China-

Cuscorinde oder C u s c 0 ch i n a,j rinde.

Cuserino nennt man in Italien eine Art zube-reitete Seide, die wie Nähseide dnblirt, aber feinerist und besonders zu Spitzen verarbeitet wird. Diestärkste ist mit dem Buchstaben <1 bezeichnet, dannfolgen F, U, Z, A, B, C, 1); die letztere ist-die feinste.

Cufsac ein rother Bordeauxwein dritter Klasse,von schöner Farbe, Geist, Würze und angenehmerBlume, der im oberen Medoc am Ufer der'Garonnegewonnen wird und häufig nach dem Norden vonEuropa geht.

Cussidah war der Name eines ostindischen Musse-lins, der früher durch die Dänen nach Europa ge-bracht wurde.

Cusso sind die getrockneten kleinen röthlichenBlüthen von Brayora antbolmintioa, einem zu derFamilie der Rosaceen gehörenden Strauche in Abhs-sinien, die als ein spezifisches Mittel gegen denBandwurm gebraucht werden, welcher davon ge-tödtet wird. Man bezieht sie von Trieft.

Cufsylveine sind rothe und weiße Weine aus derGegend von Cussy im Departement Aisne. Dierothen haben ziemlichen Geist, sind flüchtig, zart undvon angenehmem Geschmack. Die weißen sindschwächer, ihr Geschmack aber ebenfalls angenehm.

Cut line, f. 8 e i it e n g a x n.