Band 
Erster Band.
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356
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Cuts

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Cymbktn

Cuts, s. Bettdecken.

Cutsch oder Cuts ch-Pegue, s. Katechu.

Outtussuuibu, s. Katechu.

Cutter, ein kleines jachtähnliches Schiff.

Cwierca, früheres Getreidemaß in Polen undKrakau.

Cyan, Blaustoff aus 2 Aequivalenten Kohlenstoffund einem Stickstoff bestehend, ist einer der wichtig-sten Stoffe für die Chemie geworden, durch diegroßen Reihen von Verbindungen, welche aus ihmhervorgehen. Es ist ein farbloses Gas, das man je-doch unter starkem Druck als Flüssigkeit erhaltenkann. Eingeathmet wirkt es sehr giftig. Es hateinen durchdringenden stechenden Geruch; sein spezif.Gewicht ist 1,«». Wird dieses Gas in Wasser oderAlkohol geleitet, so entsteht eine Trübung, die baldsich bräunt, und es bilden sich in der MischungBlau-, Klee-, Kohlen-, Cyan-, Apuliu-, Ameisen-säure, Harnstoff und Ammoniak. Es brennt mitschöner violetter Flamme. Die Verbindungen mitdem Sauerstoff sind dreifach: 1) Cyansäure, einefarblose, ätzende, sehr saure Flüssigkeit, die äußerstflüchtig ist und bald in Kohlensäure und Ammoniakverfällt. Sie bildet mit Basen die cyansanren Salze,z. B. das cyansaure Ammoniak, welches erwärmtHarnstoff gibt. 2) Knallsäure, die in Verbin-dung mit'Metallsalzen die Knallsalze erzeugt, wieKnallquccksilber, Knallsilber, Knallgold. 3) DieChanursänre, Acidum cyanuricum, färb- undgeruchlose, schief-rhombische Säulenkrystalle. MitBasen gibt sie die cyanursauren Salze. Mit demWasserstoff geht das Cyan eine Verbindung ein, dieCyanwasserstoffsäure oder Blausäure(s. d.) deren Verbindung mit Metalloxyden die großeReihe der Cyanmetalle liefert. Mit Chlor bildetsich das Chlorcyan, gasförmig, flüssig oder fest.Auch mit Brom und Jod wie mit Schwefel trittCyan in Verbindung; letzteres gibt das Schwefel-cyan oder Rhodan, aus welchem sowohl dieSchwefelblausäure wie die Schwefelcyan-metalle hervorgehen, wie z. B. Schweselcyan-kalinm, Schwefelcyanblei rc. Die Chansäure gehtin einen festen, weißen, mattglänzenden Körper, dasCyamelid über.

Cyanaether bildet sich durch Einleiten vonCyansäurehydrat in Alkohol, wodurch die Flüssig-keit sich erwärmt, selbst bis zum Kochen. Nach derReinigung bilden sich regelmäßige, klare, durchsichtige,eigenthümlich perlmuttergläuzende Krystalle, die ge-ruch- und geschmacklos sind.

Cyaneisen, Kerrooyan und Kerricloyan, daserste ein weißes in Wasser nicht lösliches Pulver.Aus diesen Verbindungen geht durch Zersetzungdieser Metalle mit Wasserstoffsäuren die Eisenblau-säure hervor, ein farbloses, sehr saures sowohl amor-phes, als auch krystallinisches Pulver, welches nichtgiftig wirkt. Mit Kalium in Verbindung gibt esdas Blutiaugensalz (s. d.).

Cyaneiscnzink, s. Zinkoxyd, eisenblau-

saures.

Cyangold, kleine, gelbe Krystalle, die weder Ge-schmack noch Geruch besitzen und mit alkalischen,cyanursauren Salzen Doppelsalze geben. Man ver-wendet es zu Lichtbildern, in Frankreich auch alsSalz. Durch Licht wird es zersetzt.

Cyanit, Disthen oder Saphirspath, eindurchsichtiger bis durchscheinender Stein von himmel-blauer bis dunkelblauer Farbe, die zuweilen insGrüne, Gelbe, Graue, Röthlichbranne und Weiße

übergeht, mit Glasglanz und blätterig strahligemGesüge. Er besteht aus Tbonerde, Kieselerde, etwa»Talk, Eisen und Wasser, rißt Flußspath und Quarz,erhält erwärmt einen Phosphorglanz und hat emspezifisches Gewicht von 3, 5 —3, 67 . Er findet stehmeist in unregelmäßigen Prismen oder in krystaüi-irischen Massen, stängelig, faserig und derb, im Urge-birge eingesprengt, besonders im Glimmerschiefer,an mehreren Orten in Tirol, Steiermark, Kärnthen,Böhmen, Mähren, Sachsen, der Schweiz, Norwegen,Sibirien, Frankreich, Spanien, England rc. Be-sonders in Frankreich und Spanien wird er alsSchmucksteiu tafelförniig oder mugelig geschliffen,und dann nennt man ihn auch zuweilen un ächienSaphir.

Cyankalium, Kalium cyanatum, auchfälschlich blau säur es Kali genannt, eine salz-ähnliche Verbindung, die entweder in kleinen farb-losen Körnern, oder in geschmolzenen, porzeilan-artigen Massen vorkommt und aus Kalium, Cyanund Wasser besteht. Es schmeckt alkalisch und zu-gleich nach bitteren Mandeln, zersetzt sich in Wasseraufgelöst leicht und ist ein äußerst heftiges Gist-Man gewinnt es entweder aus dem Blutlangensalzeoder durch Glühen von Potasche mit thierischen Sub-stanzen. Man kann es auch noch auf sehr verschie-dene Weise bereiten, theils durch Einleiten vollCyangas, theils durch Sättigung der Kalilauge mitBlausäure, theils durch Erwärmung des gelbenBlutlangensalzes zur Glühhitze. Endlich hat manauch den Stickstoff der Lust zur Darstellung diesesSalzes benutzt und auf diese Weise wird es in großenMassen in England hergestellt. Es bildet farbloseWürfel, welche man in der Chemie, zuPhotographieNso wie auch zuweilen in der Technik als ausgezeich-netes Reductionsmittel benutzt.

Cyannatrium, s. Natrum, hydrocyan-saures.

Cyanoform, eine dem Chloroform entsprechende,farblose, flüchtige Flüssigkeit, mit dem Geruch nachTaback und Knoblauch, löslich in Wasser, Alkohol U.Aether. Man stellt sie dar, indem man BerlinerblaUoder Cyanquecksilber mit essigsaurem Kalk destillirt.j Cyanquecksilber, s.Quecksilberoxyd, blaU-s aures.

Cyansilber , ein weißes Pulver, das durch Er-hitzen zersetzt und an der Lnst braun wird. Manverwendet es bei der Photographie.

Cyanwafferstoffsäure, s. Blausäure.

Cyanwasserstoffsäureäther , Cy anäth y l,

Aetbor liyärovyanions, auch Metacetonitril,Proptonitril genannt, ist eine farblose, knob-lauchartige riechende, giftige, brennbare Flüssigkeit,von 6,7 spezif. Gewicht. Sie wird durch Destillationvon schwefelsaurem Athyloxydkali und CyankaliuMbereitet und in der Medizin wie Blausäure ge-braucht, übrigens ist sie etwas weniger giftig wie^ diese. Aus ihr wird das Cyanäthin, eine orga-nische Base gebildet, die in weißen, seidenglänzendenBlättchen krystallisirt, die geruch- und geschmacklossind. JDttt Säuren liefert es schöne krystallisirendebittre Salze.

Cyanzink, s. Zinkoxyd, blausaures.Cyclamin, s. Erdscheibe.

Cycoperdon servinum, f. Hirschbrunst.

Cyber, s. Cid er.

Cymbeln oder türkische Becken sind dünneMetallteller, die in der Mitte eine beckenartige Ver-tiefung haben und bei der Janitscharenmusik streifend