Cymol
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Cypcrwcino
Memandergeschlagen werden, um einen hellen,surrenden Ton hervorzubringen. Man verfertigtefrüher nur in China und Konstantinopel; inneuer Zeit werden sie aber auch in Europa aus 8Zellen Kupfer und 2 Theilen Zinn verfertigt.^Lenn ste ausgehämmert und bis zum Poliren fertigllstd, taucht man ste. um ihre Sprödigkeit zu ver-wundern, rothglühend in kaltes Wasser.
Cyrnol oder Cymen, auch Cymin, eine ausder Destillation der Steinkohlen gewonnene, ölartigevwisigkeit, welche das Licht stark bricht und einenichr angenehmen Geruch nach Citronen hat, vonbrennendem Geschmack. Das specif. Gewicht istMau verwendet das Cymol zu Parfümerien.
Ayinvphan, s. C h r y s o b e r i l l.
^ynapin, s. Schierling.
Cypern, türkisch Kibris, große, zur astatischenTürkei gehörende Insel im mittelländischen Meere,udlich von Anatolien und westlich von Syrien ge-sSm, 250 sg Meilen mit 110,000, früher aber gegenb Mill. Einw. Drei Viertel der Bewohner findKriechen, die als höchst unredlich geschildert werden,sind Türken. Sie ist von einer waldigenGebirgskette durchzogen, hat aber schöne und frucht-bare Thäler, mit immer grünen und blühendenDaumen, Sträuchern und Blumen. Die Kulturdes Bodens ist jedoch sehr vernachlässigt, auch wirddw Insel häufig von Erdbeben und auch fast jedes3ahr von der Pest heimgesucht. Man baut nurwenig Getreide (Weizen, Gerste, Hirse und Mais),von Gemüsepflanzen Kürbisse, Gurken, Melonen,Bohnen, Kichererbsen rc. Die Hauptprodukte sindWein (s. Cpperweine), Olivenöl, Baumwolle,Wolle und Seide, welche sämmtlich von besondererGüte sind; außerdem Taback, Hanf, Krapp, Süd-früchte, Gewürzkräuter rc. Die Wälder enthaltenCedern, Cypressen, Pinien rc. Die Lastthiere sindKameele, Ochsen und vorzüglich schöne und ge-schätzte Esel; außerdem werden Schafe, Ziegen,Bienen und Seidenwürmer gezogen, und es giebtviel Rebhühner, Wachteln, Äuerhähne, Schnepfenund Ortolane, welche letztere in Essig eingelegt ver-übet werden. Aus der Ziegenmilch verfertigt manvortresflichx Käse, die in der ganzen Levante berühmtAußer Füchsen und Hasen giebt es jedochÄ" Wild. Die Gebirge enthalten Kupfer, Eisen,Silber und Gold, auch wird viel Salz gewonnen. —i^->^<mMadt ist Nikosia, türk. Lefkoscha,K ^sfuern, mit 20,000 Einw., Sitz eines griechischen^Vzbisch,ofs und eines armenischen Bischofs; manverfertigt hier Teppiche und rothen Marokin undVbaut Wein und Baumwolle. — Larnaka oderssZvnika an der Südostküste, mit 5000 Einw., istwichtigste Handelsstadt mit dem besten Hafenbbs Insel und Sitz der europäischen Konsuln, «herw>t ungesundem Klima. Die Ausfuhr besteht inL" > Wein, Wolle, Baumwolle, Krapp, grünem^lk, Umbra und Salz, das in großer Menge auswahreren in der Nähe gelegenen Sümpfen gewonnencjf .*>- , Der Handel ist jedoch, wie der der ganzen“••lel, in der neueren Zeit sehr gesunken. — Fama-?Z„lla, im östlichen Theile, mit 9000 Einw., eineMvne, gesunde Stadt, mit versandetem Hafen. —■°«n° im Südwesten.
Rechnungsart und Münzen, s. Türkei...Maße und Gewichte. Längenmaß. DerMrge Pik oder die Elle ist -- 0, 672 Meter, = 0, 98Owrktzchx Pü — Getreidemaß. 1 Medimno ist75 >o 97 Liter; 1 Coffino =17, U i9 Liter; die Müsse
enthält 44 Oke an Gewicht. — Weinmaß. 1 Käßoder Cuß — 4, 78 ,5 Liter; 1 Carica —16 Guze a 4Boccali, —10,4,4 Liter. Oel wird nach einem Gewichtvon 2Vs Oke oder 1000 Dramm, -- 3„ 70 Kilo-grammen verkauft. —Handelsgewicht. 1 Kantar= 100 Rottet oder Rotoli S. 12 Unzen ä 62V 2 ®tamnt;IRottel—1'/»Oke ä 400 Dramm. Die Oka wiegt anden meisten Orten 1,^ Kilogrammen. Die Gewichtein Famagusta sind 4»/„ schwerer als die vorstehenden,und die dasige Oka wiegt daher 1,3,0 Kilogrammen.
Cypernholz ist eine Art Roseuholz, das aus Ja-maica und anderen westindischen Inseln kommt undzu feinen Tischlerarbeiten verwendet wird.
Cyperrasch, ein dem Grosdetour ähnlicher,schwarzer, ungeköperter Seidenzeug, aus starker, ge-drehter Seide gewebt.
Cyperus papyrus, s. Papyrusstaude.
Cyperweine, werden besonders im südlichenTheile der Inseln Cypern gebaut. Sie sind vonvorzüglicher Qualität, würden aber noch besser sein,wenn sie besser behandelt würden. Die beste Sorteist der Commanderie- oder Comthurei-wein, welcher von der Insel aus besonders nachVenedig oder Livorno geht, von wo er nach denübrigen Ländern Italiens abgesetzt wird. Da ervon den Erzeugungsorten nach Larnaka, dem Haupt-versendungsplatze desselben, in ausgepichten oder ge-theerten ledernen Schläuchen transportirt wird, so. erhält er davon einen unangenehmen Pechgernch,den er jedoch nach einigen Jahren ziemlich verliert,
! und in 12—15 Jahren ist gar nichts mehr davonzu bemerken. Im Lande verkauft man ihn nachKrügeu oder Käß (s. Cypern) und die Fässer, in, denen er von Larnaka aus versandt wird, halten ge-wöhnlich 70 Käß oder 17 toscanische Barili. Auch! versendet mau ihn in großen gläsernen, mitWeiden-1 ruthen oder Rohr umflochtenen und sorgfältig ver-j kitteten und versiegelten Flaschen iDames jeannes),j in denen er sich besser hält, als in Fässern, die aber,da sie verhältnißmäßig zu dünn sind, unterwegsleicht zerbrechen. Wenn der Wein aus der Pressekommt, ist er roth, nach 5—6 Jahren aber nimmter eine hellere Muskatellerfarbe an, die ihm aber dieWeiuhändler auf der Insel auch schon früher zu ge-ben wissen. Nach Venedig sendet man meist junge,nicht über 18 Monate alte Weine, welche die dastgeuWeinhändlcr aber vor der Zeit zur Vollkommenheitzu bringen wissen. Aus diesem Grunde hat aberder von Venedig aus verschickte Wein weniger Geistund Feuer, als der von Livorno; doch ist er bedeu-tend billiger als dieser und es wird deshalb vielmehrdavon abgesetzt. Außerdem gehen die Cyperweineauch nach Frankreich, England, Holland und Ham-burg, wohin man aber, wie nach Toscana, nur 5—6-jährige schickt. — Auf den Commanderiewein folgtin der Qualität der cyprische Muskateller, von demim Allgemeinen das Nämliche gilt, wie von jenem.Er ist außerordentlich süß; im ersten Jahre ist erweiß von Farbe, wird aber mit der Zeit roth undnach 60 und mehr Jahren fast so dick wie Sirup. —Außer diesen beiden Hauptsorten werden auf derInsel noch eine große Menge geringererWeine ge-wonnen, die aber größtentheils von den Bewohnernselbst getrunken oder nach den benachbarten Küstengesandt werden. Sie sind meist so schwer, daß mansie mit Wasser verdünnen muß, um sie ohne Be-schwerde trinken zu können, auch haben ste von den! ausgepichten Gebinden einen unangenehmen Bei-1 geschmack und Geruch. Die besten dieser Sorten