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Erster Band.
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Dänemark

wachsen in der Gegend von Omodos; sie kommenim Geschmack dem guten Provencewein gleich.

Cyperwurzel , ßadix Cyperi, wurde sonstin der Medizin und zu Parfümerien benutzt, ist aberjetzt fast ganz außer Gebrauch gekommen. Manunterscheidet runde, als die beste, von Cvperusrotundus, länglich runde, geringelte Knollen, vonder Größe einer Haselnuß, außen braun und innenweißlich, und lange (oder wilder Galgant) von 6y-peruslongus, lange, ästige, sederkielstarke, außendunkelbraune, innen röthliche und holzige Wurzeln.Beide haben einen gewürzhasten Geruch und bitter-lichen Geschmack und kommen aus der Levante unddem südlichen Europa. Die Wurzel von Cyperusesc-üontns ist unter dem Namen Erdnuß, Erd-mandel (s. d.) bekannt.

Cypraea, s. Porzellanschnecke.

Eypresse, Cupressus sempervirens, eilt

in Nordafrika, Asien und dem südlichen Europa ein-heimischer, in Deutschland häufig in Gärten gezo-gener Baum, von schöneni geraden Wüchse, der einhohes Alter erreicht. Das gelbröthliche Holz hateinen dem Cedernholze ähnlichen Geruch, widerstehtder Fanlniß und weil es sehr bitter ist, dem Wnrm-fraße, und wurde deshalb im Alterthume häufig zuMunnensärgen benutzt. Jetzt verwendet man eszu Tischler-, Drechsler- und kleinen Bildschnitzerar-beiten, auch zu Bleististfassungen. Das aus denBäumen fließende Harz hat einen säst eben so star-ken Geruch als der Terpentin; das ätherische Oeldesselben hat man als Wurmmittel empfohlen.

Czacken, s. Bernstein.

Czekmen heißt eine Art dichter Baumwollenzeugemit eingewirkten Blumen, die in Oesterreich, Böh-men , Sachsen, Thüringen rc. für den Orient ver-sertigt werden.

D.

Daalder (Thaler), frühere Silbermünze in'Holland, welche IV2 Gulden galt. |

Daba heißt in Rußland ein nankinartiger, rother!oder weißer baumwollener Zeug, den besonders die 1Kalmücken und die Bulgaren kaufen. i

Dabs nennt mau in England die geringste Sorte jMoskovade mit vielen Klümpchen.

Dacca oder Data hießen früher nach der gleich-namigen Manufakturstadt in Ostindien seine, zumTheil gestickte Musseline; auch.wurden unter diesemNamen gestreifte und klein carrirte Musseline inEuropa verfertigt.

Dachleinwand, feuersichere, cementirte, kommtstatt der Dachpappe in Handel. Sie wird in Rol-len von 60 Fuß Länge und llhO Fuß Breite ver-schickt und dient eben so wohl zur Dachbedeckung,wobei die neben einander liegenden Streifen miteiner Cementbindemasse verklebt und verbundenwerden, als zur Bekleidung feuchter Wände, Ueber-decknng von Eisenbahnwaggons, Zuckerwagen rc.

Dachpappe, ist eine %s bis VirZoll dicke, braun-schwarze. mit Steinkohlentheer und erdigen Sub-stanzen durchdrungene Pappe, womit die Dächer ge-deckt werden. Gewöhnlich sind die einzelnen StückeS Fuß lang, 272 Fuß breit. Man hat sie jedochauch in langen Rollen. Sie wird bei Feuer nichtglühend, schmilzt nicht und springt auch nicht. Sieist billiger als Ziegel und kann auch noch verwendetwerden zum Schutz gegen Feuchtigkeit bei nassenWänden, zum unterlegen der Fußböden in Kellern,zum Schutz gegen Mäuse und Ungeziefer, zur Be-deckung der Mistbeete bei Frost rc.

Dachpfannen, s. Ziegel.

Dachschiefer, (.Schiefer.

Dachschindeln, s. Schindeln.

Dachsselle, die dicken Häute des in Bauen undFelsenlöchern wohnenden, aber ziemlich selten gewor-denen Dachses, Ursns meles oder Meles taxus,meist grobhaarig und borstig, in der Regel grau,mit weißen und schwarzen fettigen Haarspitzen: bes-ser und seiner sind die nordamerikanischen Felle.

Man benutzt sie besonders zum Beschlagen der Kof-fer, zu Jagdtaschen, Ranzen, Fnßsäcken rc. DieHaare werden zu Pinseln für die Oelmalerei undzum Einseifen des Bartes verwendet. Die meistenDachsselle kommen aus Canada, in Europa beson- >ders aus Savoyen und dem Dauphin«.

Dachsharn, Hyraeeum, Dasjespis, ist der ge- strocknete Koth des Klippdachses, Hyrax capensis,eines Nagethieres das hauptsächlich im Süden vonAfrika, aber auch im nördlichen Theile und in Syrienvorkommt. Es ist von der Größe eines mittlerenKaninchens, grau rvthlich von Farbe, unten weiß.

Es lebt von Früchten und wird gegessen. Die ge-trockneten Epcremente dieses Thieres von graubrau-ner, ins Röthliche spielender Farbe, haben den Ge-ruch wie Bibergeil und einen ähnlichen etwas bitl-ren Geschmack und werden in der Medizin statt deSCastoreum gebraucht. Sie kommen in Blechbüchse»vom Cap, die mit Certisikaten der Aechtheit diesesProduktes versehen sind.

Dachspäne oder Dachsplitt sind dünne ge-spaltene Bretcheu von Kiefernholz, welche ben»Decken der Dächer mit Biberschwanzziegeln unterdie Fugen derselben gelegt werden. Plan versertigtsie in Deutschland auf dem Thüringerwalde, deinSchwarzwalde, dem Fichtelgebrrge, Harze rc. undverkauft sie in runden Bündeln von 100 , 250 und500 Stück. S. auch Holz.

Dachziegel, s. Ziegel.

Dactyli, s. Datteln.

Dactylus idaeus ober marinus, s. Luchs-stein.

Dächer, s. Decher.

Dänemark , Jnselreich im Norden von Deutsch-land , zwischen der Nordsee (hier Westsee genannt)und der Ostsee, und im Besitz der einzigen Zugängezu der letzteren. Der dänische Staat besteht a»°folgenden Haupttheilen: a) das eigentliche König-reich Dänemark; b» die Färöer-Jnseln; 0die Insel Island, eigentlich eine zu Nordamerikagehörende dänische Colonie, da sie nur 27 Meile»