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Erster Band.
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Dänemark

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Dänemark

d°n der grönländischen Küste entfernt liegt; äs die^vlonien, nämlich: Grönland und die westin-Vflchen Inseln St. Croix, St. Thomas, St.

und einige kleinere. Seine früheren Besitz-ungen in Ostindien, T r a n q u e b a r und S e r a m -U,°o r, hat Dänemark im Jahr 1845 für 844,000Dblr. an die ostindische Compagnie, und die Nie-derlassungen aus der Westküste von Afrika, Frie-dens bürg und Christi«nsbnrg nebst einigenänderen Forts, 1849 für 10,000 Pfd. Sterl. an Eng-land verkauft. Der Flächeninhalt des ganzen däni-Iven L-taates beträgt ca. 2580 ^Meilen und die Ein-wohnerzahl gegen 1,720,000. — Wir sprechen imNachstehenden nurtvon dem eigentlichen KönigreichD ä n e m a r k und verweisen wegen den F ä r ö er - I n -'«n. Island, Grönland und den genanntenwestindischen Inseln auf besondere Artikels)Das Königreich Dänemark hat 696 □ Mei-

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mit über” 1,600,000 Einw. Es besteht aus>>ütland^ mit welchem Namen man in der Regel«tt liorbücb von Schleswig liegenden Theil derdänischem Halbinsel bezeichnet, und einer Anzahlhöheren und kleineren Inseln. Seine nördlichstespitze ist das Vorgebirge Skagen und der Theilder Nordsee, welcher die Nordküste des Landes be-spült, heißt das Skagerrack; das Kattegattrennt Jütland von der schwedischen Küste und hängtmit der Ostsee durch die 3 Hauptmeerarme: derSund oder Oeresnnd, der große und derkleine Belt zusammen, welche die Inseln See-land, Fünen, Laaland, Falster, Lange-land, Ulfen, Moen und mehrere kleinere bilden ;tveiter östlich in der Ostsee liegt die Insel Born-iHolm. Das ganze Land ist eine Fortsetzung de«!norddeutschen Flachlandes und besteht hauptsächlich !aus ebenem, angeschwemmtem Boden, aus dem je- ldoch an mehreren Stellen Kalk- und Gipsfelseu her-vorragen , die auf einigen Inseln steile Uferwändebilden. Das Innere der Halbinsel ist ein Erd-rücken , der sich nur an wenigen Punkten über 500Fuß erhebt; im Norden läuft sie in eine große, sichweit ins Meer erstreckende Sandbank aus und hatouch an der Westküste meist dürren Sandboden, imIlldüchen Theile derselben jedoch fruchtbare Marsch,£! { sich längs der Nordsee bis nach Holland erstreckt.Der Boden der Ostküste ist dagegen lehmig und meistlehr ergiebig. Das Meer ist an vielen Stellen tiefu ras Land eingedrungen und hat mehr oder we-«lger schmale Meerbusen oder F i o r d e gebildet, von

er-, Die Herzoatlüimer Scheswla-Holstem, welche bis zumttolif ^ e3 lrönigs Friedrich VIi. (L. Nvvdv. 18 G> in Persoemit dem Königreiche Dänemark, mit vielen freilichcm»0f..Dänen nicht rcfpektirten Freiheiten standen, habenm,."-h4ächengebalt von »-12 ^Meilen, worauf über 1 Mlll.r.chMwen heben. Sie bildeten den reichsten Theil des König-Borncmllch die Mißqunst der europäischen MächteDeutschland, sucht den Anfall der HerzogthnmcrDän ^Ochland zu verhindern, und unter dem Vorgeben,pjnV"wrks Integrität sei für das Gleichgewicht der euro-Nnt-hOs Staaten von obsolutcr Nothwendigkeit, wurdeauf * ( ' ncu den 8. Mai 1852 eine Regelung der SuceesslonTbeil n" dänischen Tbrone beliebt, deren wesentlichsterMark sif.kcrnere Verkettung der Herzegthümcr mit Dänc-Nx,,,„?stdet. Diese Regelung, das logenannte Londonerder läßt aber sowohl die Wünsche der Bevölkerung

beruÄnjlfh. "mcr, als das Interesse Deutschlands so wenigMal», , Oäb daß bis zur definitiven Vereinigung dieier der-binarn?'dd'chendsten europäischen Frage noch manche Zeitäbbi,, wltd. Voir der Kraft des deutschen Volkes wird esan f, sen ' diese Frage durch Zutbeilung der Herzogtbümervon i» " alleinberechtigten Fürsren, den Herzog FriedrichMird "ägmtenburg in deutschem Lmne ehrenhaft gelöstT Das Nähere über die Herzogthümcr s. in den Art.

Wlcswig, Holstein und Laucnburg.

denen der bedeutendste der Lhmfiord im nörd-lichsten Theile Jütlands ist. Dieser kommt von der Ost-küste ins Land und ging früher in vielfachen Krüm-mungen und Verzweigungen bis dicht au die West-küste, wo er nur durch einen schmalen Damm vonder See getrennt wurde; dieser wurde jedoch imJahre 1825 vom Meere durchbrochen, so daß jetztder ganze nördlich vom Fiord gelegene Theil einegroße Insel bildet. Der Jsesiord auf Seelanddringt ebenfalls sehr tief ins Land ein. Auch gibtes viel Moräste und mehrere Landseen. Die Inselnhaben meist einen fruchtbaren Boden mit üppigenFluren, bewaldeten Anhöhen und freundlichenSeen, welche häufig reizende Landschaften bilden. —Der größte Fluß ist der Guden oder Gudenaain Jütland; die übrigen sind mit wenigen Ausnah-men nicht schiffbar. Die Hauptprodnkle sind dieErzeugnisse der Landwirthschafl und am wichtigstendie der Viehzucht, namentlich Rindvieh, Pferde,L-chweine, Schaft, Gänse, Bienen; ferner: Getreide,Buchweizen, Erbsen, Flachs, Hanf, etwas Krapp,Tabak, Hopfen, Rübsen rc. Wild gibt es nicht ingroßer Menge, aber viel wildes Geflügel, auf Born-holm Eidergänse. Das Meer liefert eine großeMenge Fische, hesonders Heringe, Stockfische, Aale,Lachse, Hummern, Austern, anch hin und wiederSeehunde, sowie viel Seegras. Metalle finden sichnicht, dagegen Kalk, Gips, Kreide, Thon, Mergel,Porzellanerde, Alaun, Bernstein, Steinkohlen, vielTorf, welcher das nicht ausreichende Holz ersetzenmuß, Seesalz rc. Die häusliche Industrie beschäf-tigt sich hauptsächlich mit der Verfertigung von Ge-weben aus Flachs und Baumwolle, von gestricktenArtikeln, Spitzen, Holz- und Töpferwaareu; fabrik-mäßig betriebene Industriezweige sind: die Eisen-gießerei, die Verfertigung von Kupfer- und Mefsing-waaren, Gewehren, Papier, Zucker, Tabak, Wollen-waaren, Leder, Thonwaaren, Kalk, Mehl, Brannt-wein, Oel rc,; ferner Fischerei und Schifffahrt.Der Handel steht zwar nicht mehr in der früherenBlüthe, hat sich aber seit der Beendigung der Napo-leonischen Kriege wieder bedeutend geboben und er-streckt sich nicht allein auf alle europäischen Länder,sondern auch auf die übrigen Wclttheile. Die wich-tigsten Ausfuhrartikel sind Getreide, Butter,Käse, Pferde, Rindvieh, Schweine, Häute und Felle,Wolle, Branntwein, Oel, Oelknchen, Zucker, gesal-zenes Fleisch, Speck, Bohnen (Pferdebohnen), roheKnochen, Rübsamen, Leinsaat, Lumpen, Maner-steine, Leder, Handschuhe, Heringe, Thran rc. DieEinfuhr besteht hauptsächlich in Colonialwaaren,Wein, Südfrüchten, Steinkohlen, Tabak, Salz,Bau- und Brennholz, Glas, Porzellan, rohen Me-tallen und Metallwaaren, Seiden-, Wollen-, Lei-nen- und Bamnwollenwaaren, Wollen-, Leinen-und Baumwollengarnen, Seide, Wolle, Mode-undLuxusartikeln rc., doch wird von den meisten dieserGegenstände auch Vieles wieder ausgeführt. Dengrößten Antheil am Waarennmsatze haben Hamburgund Englaikd. Aus den westindischen Colonien wirdbesonders Zucker eingeführt; aus Grönland Thran,Seehunds-, Rennthier-und Fuchsftlle, Wallstsch-barten, Eiderdunen rc. Aus Island kommm ge-salzene und getrocknete Fische, Tbran, Balg, Schaf-felle , Eiderdunen, isländisches Moos und gestricktewollene Strümpfe, Handschuhe und Jacken. MitNorwegen und Schweden ist der Handelsverkehr eben-falls sehr lebhaft; aus dem ersten Lande beziehtDänemark Talg, Heringe, Stockfische, Thran, Glas rc.