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Erster Band.
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Damastflor

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Dampfmaschinen

^'rden. Zu einer Post gehören 3 Garnituren, wennvle Garnitur aus einem Tischtuche von 6 Ellen Laugeund 4 Ellen Breite u. 12 Servietten besteht; 2 Gar-Ulturen, wenn das Tuch 9 oder 12 Ellen lang »nd4 Ellen breit ist, mit 18 oder 24 Servietten, und£ Garnitur , wenn das Tuch 24 Ellen lang undo Ellen breit ist und 4 Dutzend Servietten dazu ge-boren. Die letzte Sorte wird nur selten verlangt,ovch verfertigt man Tafeltücher bis zu 8 Ellen BreiteUnd mit 24,000 Kettenfäden. Die Servietten sind^ der Regel 7 / 4 Elle lang und 6 / 4 Elle breit. EinePost Servietten nennt man 3^2 Dutzend, welche zu-lammen gewebt sind. Die sogenannten Kaffeeser-otetren werden 7 / 4 , "/ 4 und "/* Elle groß verfertigtund besonders häufig mit Landschaften und ähnlichenkünstlichen Zeichnungen gewebt; auch verfertigt manm zuweilen weiß mit grau, oder mit roth, blau oder3kUn, und bringt diese letzteren Farben mit baum-wollenem Garne hervor. In der neueren Zeit webtman sie in Großschönau auch mit Seide gemischt.

schocken wird der Damast zu Tischzeug gewöhn-" U breit, zu Handtüchern i h breit gewebt undD^st in halbe oder Drittelstücke zerschnitten. Daserlangen nach wohlfeiler Waare hat jetzt auch dieis^rmischung der weißen Damaste mit Baumwolleuud sogar die Anfertigung ganz baumwollener her-■ orgerufen, welche nicht selten für leinene verkauftfi k dop denen sie nur schwer zu unterscheidenUnd, und dieser Betrug liegt immer den Ausbietun-RN wohlfeiler Waare in den Messen, unter dem Bor-wände von Geschäftsauflösung, von AuswanderungNach Amerika und dgl. zum Grunde.

Damaststor nennt man eine Art Seidcnflor,weist schwarz oder grün, in welchen Blumen und ähn-liche Muster nach Art des Damastes eingewebt sind.Damastleinen, s. Damast.

Dainastpapier ist ein weißes Papier mit einge-druckten Mustern von Tischtüchern, Servietten desDamastleineus, das man statt jener gebraucht. DieseMode stammt aus Frankreich.

Damenschwämme, s. Badeschwämme.Damentuch, s. Tuch.

g ^"wery, ein Champagnerwein zweiter Klasse* Gegend des gleichnamigen Ortes unweitpernay ,m Departement Marne.

James, s. Etamine.

Da Jeannes, ongl. Demi-Johns, span.

g».? esana s, sind große, meist gläserne und mitw,, Ett r ® i5er Schilf umflochtene Flaschen, welche zu-Sg 50—60 Liter fassen und zum Versenden vonfckisk ' Sauren und dgl., sowie auf den See-dien öum Zumessen des Getränks an die Matrosenn ij: etl :„ Man verfertigt sie in den böhmischen undUwderländischen Glasfabriken.

^a>ms, s. Etamine.

K?7stinmarharz oder Dammerharz, auchkörnst,.""" 6 en harz genannt, Los in aDammar,fjjjJ 111 bou einem auf den molukkischen Inseln wach-au« daume, k?inns Darnrnara oder Daminara alba,don s Auswüchsen über der Wurzel es theils3)fe„ e lheils nach gemachten Einschnitten in großer

wirv'^ /msfließt. Es ist aufangs weich und klebrig,Mäm?ber mit der Zeit hart und kommt in unregel-Grm '^st.kuudlichen Stücken von der Größe einerUks zu der eines Hühnereies, welche gelblich-aus--« ^ r weingelb, heller oder dunkler von Farbe,stllni" ..stäubt, inwendig durchscheinend bis durch-3 find, einen flach muscheligen, stark glänzendenach haben und sich leicht zerreiben lasten, Das

spec. Gewicht ist 0, 4 z—1,, M . Es verwandelt sich beimKauen in. Pulver, hat keinen oder doch nur ganzschwachen Harzgeschmack, klebt zwischen den Händen,erwärmt nur wenig, wird bei 80° Roaum. zähe undschmilzt bei größerer Wärme mit einem nicht unan-genehmem Harzgeruch. Mit rectificirtem Weingeistangefeuchtet wird es nicht klebrig, wie das Copal undAnimonharz. In Terpentinöl und fetten Oelen löstes sich leicht, schwerer und nur durch anhaltendesKochen in Weingeist auf; vom Leiuölfiruih wird esleicht aufgenommen. Es enthält zwei verschiedeneHarze, das Alphaharz, welches den Hauptbestandtheilbildet, in Alkohol löslich, gelb und vorn Geruch wieCopaivabalsam ist und das Betaharz, in Alkoholschwer löslich; letzteres nennt man auch Dam-niarin. Man verwendet es häufig zu Lackfirniß,Dammarlack genannt, der besonders zum Ueber-ziehen der Gemälde viel bester als der früher ge-bräuchliche Mastixfirniß ist. Da die Auflösung inbloßem Terpentin klebrig bleibt, so werden zur Dar-stellung des Dammarlacks 3 — ip/2 Theile Harz in4 Theilen Terpentinöl und 2 Theilen absolutemAlkohol kalt oder in der Wärme aufgelöst. Er istweiß und trocknet leicht. In China, Ostindien rc.hat man es schon seit langer Zeit wie bei uns dasPech zu Fackeln, zum Kalfatern der Schiffe rc. benutzt;nach Europa aber ist es erst seit dem Jahre 1827 ge-kommen. Ein andres Harz ist das in OstindienDammaraputi oder Steinharz genannte, vonschmutzig gelber Farbe, und überhaupt gibt es meh-rere geringere Sorten von anderen Bäumen, die abernur zum Kalfatern der Schiffe und zu ähnlichenZwecken brauchbar sind. Zu diesen gehört auch dasNeuseeländische Dammarharz, s. Cowdee-harz.

Dammarholz, von Dammara australis, welcherdas Neuseeländische Dammarharz liefert, wird beson-ders zu guten Mastbäumen verwendet.

Dammvur heißt ein grober, baumwollener Zeug,der in Seunäar in Afrika gewebt und in Stücken, diezu einem Hemde hinreichen, verkauft wird und derenman sich in manchen Gegenden auch anstatt desGeldes bedient.

Damno oder Disagio, beides veraltete Aus-drücke für den Verlust nach Procenten an einerMünze, beim Verwechseln derselben gegen eine andre.Oft nennt man diesen Verlust auch Agio, ebensowie das Aufgeld.

Dampfbvvte, Dampfschiffe, s. Dampf-schisssahrt.

Dampfmaschinen sind Maschinen, welche durchdie ausdehnende Kraft des Dampfes in Bewegunggesetzt werden. Das Wasser nimmt nämlich, wennes in Danipf verwandelt ist, einen 1700mal größerenRaum ein, als im tropfbaren Zustande, und suchtsich mit fast unwiderstehlicher Kraft auf diesen Raumauszudehnen, indem es Alles, was ihm in den Wegtritt, aus die Seite zu treiben sucht. Wird daherDampf unter den Kolben eines Pmnpencylindersgelassen, so treibt es diesen vorwärts'und das Zurück-gehen des Kolbens kann dann auf zweierlei Art be-werkstelligt werden, entweder indem man Dampfüber dem Kolben einläßt, oder indem man den vorhereingelasieneu Dampf durch kaltes Wasser abkuhck,wodurch derselbe wieder in Wasser verwandelt und,weil dieses nur seinen ursprünglichen kleineren Raumeinnimmt, ein fast luftleerer Raum erzeugt wird, inden der Druck der äußeren Luft deu Kolben wiederhinabdrückt. So kann vermittelst sehr einfacher Vor-