Dampsschiffsahrt
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Danzig
?. e8 ®,«nH)f e ä in Bewegung ;u setzen, hat schon um^ Mitte des 16. Jahrhunderts ein Spanier gehabt;
I ! ourbe jedoch erst in der zweiten Hälfte des 18.-oghrhnndcrts von mehreren erfinderischen Köpfen,besonders in England, wieder aufgenommen und«uch wirklich Schifte danach gebaut, aber die Sachewurde mehr als eine Curiosität behandelt und kam^tcht zur eigenrlichen Anwendung. Erst mit demAnfange unseres Jahrhundert« wurde die ErfindungW größerer Vollkommenheit und zu allgemeinererBenutzung gebracht. Im Jahre 1807 erbaute derAmerikaner Foul ton zuNew-Dork ein Dampsschifsdoii 12g Tonnen mit einer Maschine von 20 Pserde-“aftcn, das er Clermont nannte und das den 120Seemeilen langen Weg von New-Uork bis AlbanhIttvmabwLrts in 32 Stnnden zurücklegte. Imckahre 1810 brachteer zwischen diesen beiden Städteneine regelmäßige Dampsschiffsahrt zu Stande und»u derselben Zeit wurde auch der Mississippi vond^m ersten Dampfboote befahren. Bald daraufwurde die wichtige Erfindung auch in anderenZandern nachgeahmt; 1812 in England, 1815 inKußland, 1816 in Holland, Frankreich und Dentsch-miid !c. Indessen beschränkte sich die Dampfschiff-ahrt ziemlich lange auf die Flüsse, Landseen und°us kurze Seereisen längs der Küsten und sie erhieltU ihre volle Wichtigkeit, als man sie später auch zuKeilen über den Ocean verwendete, wozu man be-londers sehr große Dampfschiffe bis zu 500 Pferde-lrasten baute. Schon 1818 fuhr zwar ein nord-amerikanisches Dampfschiff von New-Uork nachLiverpool, aber erst mehrere Jahre später wurde dieSache allgemeiner; 1860 fuhr zuerst ein englischesDampfschiff nach Cbina und 1868 wurde eine regel-mäßige Dampfschifffahrt zwischen England undNordamerika eingerichtet. Jetzt werden alle Meereund alle Flüsse in civilisirten Ländern mit Dampf-schiffen befahren, doch werden sie hauptsächlich vonReisenden und zum Transport der Posten, wenigerlür Gllterverseildimgen benutzt, denn ihr Hanptvor-rug ist größere Schnelligkeit und regelmäßiges, durch«ine Witterungsverhällniffe verspätetes Ankommen;b ^egen ist die Fracht mit ihnen bedeutend theurerh 'E Segelschiffen. Auch ist ihre Benntzung auf»küssen durch die Anlegung der vielen, oft un-fpiT t • ltebclt den Flüssen laufenden Eisenbahnen> hr beeinträchtigt worden, indem auf diesen der^^öport noch viel schneller geht und in den nörd-br/a Ländern auch nicht durch den Winter nnter-ieh Für die Kriegsmarine hat man ste
E, , großem Nutzen angewendet und besondersM und Frankreich haben bedeutende Dampf-L 8 ' Zuweilen werden die Dampsschifse, beson-bem letzteren Zwecke, ganz von Eisen erbaut,^war manche Vortheile in Bezug auf Dauer,s^Ersgefahr und dgl. gewährt, aber in andrer Hin-ist .sonders im Fall des Scheiterns, gesährlicherbat w ber Holzbau. Eine bedeutende Verbesserungdie N Dampsschiffsahrt in der neuesten Zeit durchb^l.^dwendung der Archimedischen Schraube er-Bei diesen ragt eine horizontal liegendelerth 's unter dem Wasserspiegel aus dem Vor-b^. j^rle des Schiffes, an deren Ende eine oder zweiwirb . Schraubenwindungen angebracht sind; sieDa», k ^ b >e im Innern des Schiffes befindlichej„ öUMMaschiue umgedreht, so daß die Schraube sichda«' ~~ a 'fi ev einbohrt und durch dessen WiderstandRäb vorwärts getrieben wird. Bei den
oerdampfichissen dagegen befindet sich an jeder
*• Uni».,8ejici>n.
Seite des Schiffes ein großes Schaufelrad, an einergemeinschaftlichen, durch das Schiff gehenden Welle,welche in der Mitte kurbelförmig gebogen ist unddurch die Dampfmaschine in eine rotirende Bewe-gung gesetzt wird. Ueber jedem Rade befindet sich,um das Umherspritzen des Wassers zu verhindern,eine hölzerne Decke, der Radkasten genannt. Beibedeutenden Schwanknngen des Schiffes taucht je-doch oft das eine Rad fast oder ganz unter dasWasser, wodurch seine Bewegung nutzlos wird,während das andre das Wasser kaum berührt; fernersind die Räder durch das Ansegeln anderer Schiffe,besonders aber im Kriege durch feindliche Geschossesehr leicht Beschädigungen ausgesetzt, durch welcheder Nutzen der Maschine ganz oder zum Theil auf-gehoben wird. Diese Uebelstände finden bei denSchranbeiidampfschiffen nicht statt, weshalb sie sichauch ganz besonders zu Kriegsschiffen eignen und da-zu die Räderdampfschiffe bald ganz verdrängenwerden. Beide Arten sind übrigens auf der Seeauch mit Masten und Segeln versehen, um günstigenWind benutzen zu können. Zur Fahrt auf Binnen-gewässern sind die Schraubenschiffe in der Regelnicht geeignet; nur auf den großen Strömen undLandseen Nordamerikas sind sie anwendbar, und dorthaben sie sich auch schon sehr verbreitet. — Die Er-bauung der Flnßdampfschiffe und auch der meistensür den Handel bestimmten Seedampfschiffe ist vonActiengesellschaften niiternommen, unter denen inDeutschland der Oesterreichische Lloyd (s. d.)die wichtigste ist, indem die Schiffe dieser Gesellschaftdas ganze adriatische und mittelländische Meer be-fahren; auch stehen ihre Fahrten nach Alexandrienmit denen der Engländer nach Ostindien von Suezaus in Verbindung. Ueberhanpt ist die Dampf-schifffahrt ganz besonders durch die Beschlennignngder Reisen nach Ostindien und China, sowie nachNordamerika nützlich geworden und im letztgenann-ten Lande wird sie hauptsächlich zu den Reisen unddem Waarentransport aus den Flüssen vielfach be-nutzt.
Dampierre heißen sehr gute rothe und weißeWeine aus dem französischen DepartementMaine und Loire. Die rothen sind sehr edel, vondunkler Farbe und gutem Geschmack; die weißen sindfein, sehr geistig und berauschend und ebenfalls wohl-schmeckend. Auch werden monssirende Weine davongemacht, welche jedoch den Champagnerweinen nach-stehen. Man bezieht sie besonders von Sanmnr.
Dan, Dhau, Gold - und Silbergewicht in Ben-galen.
Damme, Rechnnngsmünze in Bassora, wovon10 — 1 Manudis.
Dannemoine, heißen feine rothe Burgunder- •weine zweiter Klasse, ans den Ortschaften Craies,Lorraines und MargUerites bei Dannemoine imDepartement Vo»»e.
Dantespflaumen, Prunks d’Antes, heißteine Art sehr guter, getrockneter französischerPflaumen, die von Bordeaux aus versandt werden.
Danudars , eine Art gekräuselter Astrachanfelleaus der Tartarei.
Danzig, polnisch G d a n s k, stark befestigtcHanpt-stadt des gleichnamigen Regierungsbezirk der preu-ßischen Provinz Preußen mit 86,000 Emw. DieStadt liegt am Einfluß der Motlau und Radannein die Weichsel, deren Hauptstrom dicht bei derselbenvorüberfließt, und IV 2 Stunden von der Ostsee, anwelcher die Festniig Weichsel m nud e mit Danzigs