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Erster Band.
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Danzigcr Lrinen

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Darmstadt

®<^ocE. Das Schock ermeländisches Garn hat 60I?suck ä 20 Gebinde ä 40 Draden; die Weife mißt's Prruß. Ellen oder 92 eng! Zoll. Das SchockPolnisches Hanf- und Heedegarn hat 4 Stück ä 20fr" en 4 12 Gebind. Einfuhrartikel werden gewöhn-»ch auf 1, 2 oder 3 Monate Zeit, seltener gegenvaar verkauft. Die Commissionsgebühr wird mit~/o, auf ausgeführte Holzwaaren jedoch mit 3%,^flcredere mit 1—2% berechnet. Die Courtagebeim Getreidehandel ist sehr verschieden und wirdvZls stach vorheriger Abmachung vergütet. — BeiSchiffsbefrachtungen wird auf die Schifsslast Roggen,^lichweizen und Leinsamen 56% Scheffel, Weizen*v'/o mehr, Erbsen 20% mehr, Gerste 10% weniger«nti § a f er 15 °/ o u-eniger als Roggen gerechnet.

Banken uud Handelsanstalten. Die Ber-uner Hauptbank hat ein Provinzialcomptoir hier,Mit welchem eine Girobank vereinigt ist; ferner be-oine Privat-Actienbank, welche sslvten zu 100,xjl ^0 und 10 Thlr. ausgibt und deren Umsatz im3ahre 1862 auf die Höhe von 96,982,000 Thlr.wgen 88 Millionen Thlr. in 1861 sich belief; auchLütiren Actieugesellschaften für Versicherung und^fhedcrei, eine Schifffahrtsschule, ein Commerzcolle-gmm und eine Handelsakademie. — Es wird hiermhrlich eilt großer Markt (Dominikmarkt) gehalt,welcher am 5. August beginnt und für Fremde 5^oae, für Einheimische über 3 Wochen dauert.

Danziger Leinen nennt man die von Danzigaus versandten groben hänfenen Heedeleinen, welchebfivnders auf der Weichsel aus Polen nach dieserStadt gebracht werden, wo man sie sortirt, KracktUnd in regelmäßige Rollen von 60—70 Ellen bin-det. Sie gehen nach Hamburg, England, Holland rc.Daphnin, s. Kellerhals.

Darabschird heißt ein persischer Taback, der be-sonders bei Benaru und Fars unweit Schirwan ge-baut wird.

. Dareets Metall oder Onions Metall heißt«nc aus 5 Theilen Wismuth, 3 Theilen Blei und 2Aulen Zinn bestehende Metallmischung, welchestho'lbti 73° Ri-aum., also unter dem Siedepunktedes Wassers schmilzt.

^doanell-Leinen sind geringe Leinen, welcheder Küste der Dardanellenstraße und auf denaoe gelegenen Inseln verfertigt werden und zu-Hi e l lcn "ach Marseille kommen, wo man sie zuSegel-wern und Matrosenbeinkleidern verwendet.Darsur, s. Sahara.

d, Trstilabanis, ein geringer ostindischer Kattun,^louher nach Europa kam.m heißen in Ostindien bunte seidenartige

n pJnla ' aus den glänzenden Fasern verschiede-

r Pstanzen bestehen, aber nicht sehr haltbar sind,i>na m"? ^ eit Falten leicht brechen (wahrscheinlichslcamiiche wie Aredas, s.d. und Chinagras).wa> heißt eine geringe französische Hanflein-

^igt wird ^ besonders im Departement Aube verfer-

heißt man das Geschäft, wodurch Geldkick- andere fungible Sache mittelst einer wirk-gg En oder uneigentlichen Uebergabe auf Jemanden, agen wird, unter der Bedingung, das Em-°der gleicher Quantität und Qualität, mit

U> ahue Zinsen, je nachdem deren ausbedungenWüki " ' wieder zurückzugeben. Verzugszinsen

leb» ^ bezahlt werden, wenn die Rückgabe desDar-Hilfe uicht zu gehöriger Zeit erfolgt uud dasselbewt ohnehin verzinslich ist. Die Zeit, wann die

Zurückzahlung zu geschehen hat, ist entweder imDarlehensscheine festgesetzt, oder hängt von der Auf-kündigung des einen oder des anderen Theiles ab;gewöhnlich muß noch ein bestimmter Termin bis zurHeimzahlung gegeben werden, welcher am Tage derKündigung beginnt. Nur diejenigen können Dar-lehen geben und empfangen, welche über ihr Ver-mögen frei disponiren dürfen. Der Empfängereiner geliehenen Sache übernimmt als Eigenthümerdie Gefahr.

Darmsaiten, s Saiten.

Darmstadt, Hauptstadt des GroßherzogthumsHessen in der Provinz Starkenburg am FlüßchenDarm, in ebener, aber sehr fruchtbarer Gegend, mit32,000 Einw. Von der Stadt aus geht längs derAbhänge des Odenwaldes durch eine höchst anmu-thige, fruchtbare Gegend die berühmte, wahrschein-lich schon von den Römern angelegte Bergstraße überZwingenberg, Bensheim, Heppenheim rc. nach Hei-delberg. Die Stadt zerfällt, außer den Vorstädten,in die Alt- und Neustadt; die erstere ist ziemlich engund stnster gebaut, die letztere dagegen sehr schön,mit geraden, breiten Straßen, schönen Plätzen undvielen eleganten Gebäuden. Das große, zu ver-schiedenen Zeiten im altsranzösischen Style erbauteResidenzschloß enthält eine bedeutende Bibliothek,ein großes Museum und mehrere andere merkwür-dige Sammlungen: außerdem sind zu bemerken:mehrere prinzliche Palais, das ehemalige Exerzir-,jetzt Zeughaus, mehrere Kasernen, da« Hosthealerrc. und unter den Kirchen besonders die schöne neuekatholische Kirche. Handel und Fabriken haben seitdem Beitritt zu dem Zollverein und noch mehr feitVollendung der beiden Eisenbahnen (Main-Neckar-Bahn und Rhein-Main-Bahn) einen großartigenAufschwung genommen. Von den hier betriebenenIndustriezweigen sind vorzugsweise zu nennen: dieFabrikation von Bijouterien, Buntpapieren, Papp-schachteln, chemischen Präparaten (Alkaloide), chemi-schen , pharmaceutischen und physikalischen Appara-ten , Cigarren , Tabaken, Elfeubeinwaaren, Hüten,Knöpfen, Maschinen, Spielkarten, Tapeten, techno-logischen Unterrichtsmodellcn und Zündwaaren.Ebenfalls von Bedeutung sind: die« Wald- undGrassamengeschäfte, Oelgeschäfte und der Handelmit Bäumen und Pflanzen.

Banken und Handelsanstalten. Es befin-detsichhier: l)die DarmstädterBankfürHan-del und Industrie, mit einem Kapital von 25Millionen Gulden, das jedoch verdoppelt werdenkann, in Actien von 250 Fl., welche aus den Inha-ber ausgestellt werden können. Sie erhalten, wennder Gewinn dazu ausreicht, 4% Zinsen und wennsich ein Ueberschuß ergiebt, eine Dividende. DieBank discontirt Wechsel, erhebt und bezahlt Gelderfür Rechnung Anderer, nimmt Gelder uud Effectenin Verwahrung, verzinst Gelder und stellt dagegenzinstragende Schuldscheine aus oder eröffnet dafürConten; sie besorgt die Einziehung uud den Verkaufvon Wechseln, Staatspapiereu, Actien und Coupons,sowie den Einkauf dieser Gegenstände und auch vonWaaren, wenn sie für den Betrag Deckung oderBürgschaft erhält; sie giebt Vorschüsse auf Staats-papiere, Actien, Obligationen, Wechsel rc. und aufWaaren, welche dem Verderben nicht unterworfensind und die ihr als Unterpfand oder in Consigua-tion übergeben werden; sie gibt Kredit in lausenderRechnung; sie setzt eigene Wechsel und Anweisungenin Cirkulation; sie kanu Staats-, Communal- und

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