Datum
373
Drcher
gerben fast alle Theile der Dattelpalme benutzt,äe langen, sehr harten Steinkerne der Früchte, die,tu der llllitte eine tiefe Furche haben, werden durchRochen erweicht und geben dann ein gutes Vieh-lutter; auch sollen sie das beste Äaffcesurrogat sein.Lre noch unentwickelten Blätter und Blüten, sowiedas weiche Mark am Gipfel des Baumes werdenals Gemüse genossen; die ausgewachsenen Blätterbenutzt man zur Verfertigung von Matten undkorben und als Streu; aus den starken Blattstielenwerden Stühle und andere Hausgeräthe und Spa-Sterftöcfe, aus den Fasern des Bastes der Frucht-stiele Seile verfertigt und die ganzen Stämme wer-den als Balten an Gebäuden benutzt.
Datum heißt die Bezeichnung eines Tages durchd>e Angabe, der wievielste Tag des Monats er ist.Daher datiren, eine Schrift mit dem Datum ver-sahen , oder sie auf ein gewisses Datum ausstellen;auch bedeutet es aus einer gewissen Zeit herrührenoder sich Herschreiben. Dato (Dativ von Datum)detstt an demselben oder ani heutigen Tage; nachD>aro, mit Angabe einer gewissen Zeit bedeutetnach Ablauf dieser Zeit vom heutigen Tage oderbvm Lage der Ausstellung der betreffenden Schriftan gerechnet. Man bedient sich dieses Ausdrucksbesonders auf Wechseln, die nach einer gewissen Zeitvom Ausstellungstage an bezahlt werden sollen unddre man daher Datowechsel nennt (j. Wechsel);Man schreibt in diesem Fall auch häufig dato. Dedato bedeutet datirt vom . . . oder ausgestelltvom . . .
^Daturin heißt das in der ganzen Pflanze desStechapfels, Datera 8trainoninm, enthaltene giftigeAlkaloid, welches im reinen Zustande entweder alsweiße, glänzende, büschelförmig vereinigte Nadelnoder Krystalle, oder als ein weißes Pulver erscheint,geruchlos ist und bitterlich, dann scharf tabakähnlichschmeckt. Unrein riecht es widerlich narkotisch.Man bereitet es am besten aus dem Samen desStechapfels; da es aber nur in sehr geringer Mengegewonnen wird, so ist es noch außerordentlich theuer.Einige Chemiker halten es mit dem Atropin iden-tisch.
Dauben oder Faßdauben, s. Holz.
Daum, s. Duim.
Daunen oder Dunen, s. Federn.
Dauphine heißt in Frankreich ein dünner, leich-ter, in der Wolle gefärbter, melirter Droguet, derbesonders in Amiens und Rheims verfertigt wird.
Dauphinewcine, die im ehemaligen Dauphin«,n ? Ä'gen französischen Departement Isère, Dromeu>w Oberatpen erbauten rothen und weißen Weine.??te erste und zweite Klasse beider Gattungen bildenme Ermitageweine; dann folgen unter den ro-hen die^Weine von Croses, Mercurol, Ger-ant,Saillans,Verchenh,Die,Donzöre rc.;ds w weißen die Weine von Mercurol,i» e Clairettes von Die, die von Vienne, St.
ndrs rc. Sie gehen meist auf der Rhone nachfchickt Uni> Marseille und werden von da aus ver-
^ Davoye heißt eine Gattung rother und weißeri., Hunderweine aus der Gegend von Villefranche^isDepartement Rhone. Die rothen gehören zurf .. 11 Klasse; in den ersten Jahren sind sie sehrgefärbt, körperlich und sogar hart, nach 4—5 Jahrenay werden sie gute gewöhnliche Burgunderweine.
Weißen sind markig, geistig und angenehm undttden zur zweiten Klasse gerechnet.
Dé, früherer Name des CentiliterS in Bel-gien.
Debet, Debent, f. v. a. Soll und Sollen;s. Buchhaltung.
Débit heißt der Absatz, Vertrieb. Verkauf vonWaaren; daher debitiren, eine Waare absetzen,verkaufen. Außerdem heißt debitiren eine Geld-summe ins Debet eines Contos schreiben, Jemandendafür belasten; s. Buchhaltung.
Debitor, in der Mehrzahl Debitoren oderDebitores, s. v. a.Schuldner, s. Schuld undBuchhaltung.
Déboursement bedeutet Auslage; daher de-b o ur si r e n, eine Auslage machen, Geld auslegen.Beides ist wenig mehr gebräuchlich.
Debreczin, eine der größten Städte Ungarns,Gespanschaft Nord-Bihar, in der Debrecziner Heide,einer flachen sandigen Gegend, ohne Holz und gutesTrinkwasser, mit 37,000 Einw., ist in das unga-rische Eisenbahnnetz hineingezogen, hat eine Han-delskammer, Sparkasse, bedeutende Seifensiedereien,deren Fabrikat berühmt ist, wichtige Industrie ingroben wollenen Zeugen und schwarzen schafwolle-iteit Pelzen, in Zischmen oder ungarischen Schuhen,die in ca. 500 Werkstätten verfertigt werden, inKämmen, rothen thönernen Pfeifenköpfen, Tabaks-pfeifen und Hornmundstücken, besitzt Salpetersiede-reien, Gerbereien, Stärke-, Leim- und Essigfabrika-tion und treibt starke Viehzucht, Tabaks- und Ge-treidebau. Der Handel mit Speck, Knappern, Ge-treide, Seife rc. ist namhaft, auch sind die hiesigenMärkte in Hornvieh, Pferden, Schweinen, die vonganz Ungarn und Siebenbürgen aus besucht wer-den, von Bedeutung. Tausende von Ochsen, Scha-fen und Schweinen weiden auf den umliegendenEbenen.
Rechnungsart, Maß- und Gewichtsver-hältnisse, s. Oesterreich (Ungarn).
Debrecziner Pfeifenkvpfe, rothe, schwarze oderweiße Pseisenköpse von eigenthümlicher Form undsehr fester Masse, von denen in Debreczin in Ungarnsehr viel verfertigt werden (früher gegen 2 MillionenStuck jährlich), und die auch mit messingenen, ver-goldeten oder neusilberncu Beschlägen in den Handelkommen.
Debrecziner Seife heißt eine sehr gute leichte,weiße Waschseife, welche in Debreczin verfertigt undweit versandt wird.
Debrecziner Tabak, s. Tabak.
Debuskop, ein ähnliches Instrument wie das Ka-leidoskop, vom Steuerrath Debus erfunden. Stattder Glasspiegel sind 2 polirte Silberplatten gegeneinander gerichtet. Dies Instrument wird auf Per-len, Moos, Seidenfaden rc. aufgestellt, wodurch dieBilder fest bleiben und man sie leicht abzeichnen kann.Eine kleine Verdrehung des Instruments bringtimmer wieder andere Bilder zum Vorschein. Es istbesonders für Musterzeichner von Werth, s. Chro-matoskop und Kaleidoskop.
Déchargé sagt man zuweilen für Entlastung voneiner Schuld oder Löschung, Tilgung derselben, daherDechargiren, entlasten, einen Schuldpoflen inseinen Büchern tilgen. Man sagt jedoch auch : Je-mandem, der eine Kasse re. zu führen gehabt hat,Déchargé geben oder ihn dechargiren, wennman ihm bezeugt, daß er richtige Rechnung darüberabgelegt hat und ihn jeder werteren Verbindlichkeit
deshalb enthebt. .
Decher, Dächer oder Decker nennt man bei