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Duecksilbererzen wurden von 35Arbeilern in6Wer-ken 72 Ctr. im Werth von 5063 Thlrn. gewonnen;an Bleierzen in 211 Werken von 13,640 Arbeitern2,968,490 Ctr. im Werth von 3,747,065 Thlrn.;an Kupfererzen in 104 Werken von 4988 Arbeitern1,858,948 Ctr. im Werth von 1,064.485 Thlrn.;an Zinkerzen in 52 Werken mit 8283 Arbeitern8.203,268 Ctr. im Werth von 1.619.015 Tblrn.; anZinnerzen in 63 Werken von 829 Arbeitern 5425 Ctr.'ni Werth von 114,146 Thlrn.; an Manganerzen463 Werke mit 1518 Arbeitern 356.880 Ctr. imWerth von 206.097 Tblrn.; anBitrioler;en25Werkeü>it 612 Arbeitern 537,772 Ctr. im Werth von80,070 Thlrn. rc. rc. Die Gesammtzahl der Gru-henwerke im Zollverein beträgt 5491, die Zahl der inihnen beschäftigten Arbeiter 161,963, das Quantumaer Produktion 376,085,478 Zollctr., der Geldwerthderselben 41,604.251 Thlr. — Aus dem Pfla n-^enreiche erzeugt Deutschland, Reis ausgenommen,alle Arten Getreide im Ueberfluß; die reichsten Korn-gegenden sind Baiern, Schwaben, Franken, Thü-ringen . Altenbnrg, Anhalt, Mecklenburg, Magde-burg rc.. ferner Hülsenfrüchte, Gartengewächs, Rüb-saineu, Waid, Krapp, Anis, Saslor, Safran, Kar-asseln rc Außer an Waldbänmen ist es auch sehr^eich an Obstbänmen; Hopfen gedeiht fast überall,besonders in Böhmen und in Franken, wo die Gegen-den von Spalt, Hersbrnck und Höchstadt am be-diihmtestcn durch ihren Hopsenban sind. Auch derTabaksbau ist in vielen deutschen Ländern von gro-ber Wichtigkeit; den besten Tabak liefert Nürnbergaus seinem Stadtbezirke und seiner nächsten Um-gebung. Ausgedehnter nock ist der Flachsbau undder Hansbau; Hanf kommt aber weniger in denHandel, sondern wird fast überall versponnen undverarbeitet. Den Weinbau betreffend, so kann hiernur von Süddeutschland, d. h. von demjenigen TheileDeutschlands die Rede sein, der zum 50. Grad derBreite nicht hinaufreicht, sondern auf der Südseiteder von Koblenz nach Prag gezogenen geraden Linieliegt; nördlich vom 51. Breitegrade hört der Anbaudes Weinstocks auf, Vortheilhaft zu sein. Die edelsteGattung unter den deutschen Weinen liefert das^genannte Rheingau, und die vorzüglichsten der da-sslbst gewonnenen Sorten sind: der Johannisberger,Hschheimer, Rüdesheimer, Rierensteiner rc., nichtMinder vortrefflich sind die Frankenweine und unterdiesen der Leisten- und der Stcinwein. — In innig-ster Wechselbeziehung mit dem Ackerbau ist die Bieh-Mcht, welche sich in Deutschland -einer sorgsamenPflege erfreut. — Aus dem Th i e r rei ch e sind treff-liche Pferde, die Rinder der Alpen und der nörd-mhen Gegenden am Meere, die Schafe Sachsens,Schlesiens, BöhmensundMäbrcnsrc., dieSchweineWestphalens und Braunschweigs zu bemerken. AnWildpret ist kein Mangel. namentlich ist Deutschland«n Edel- und Dammhirschen, Rehen, Wildschwei-nen und Hasen sehr reich. — Unter den Erzeugnissender Industrie, welche früher durch Vorurtheile,durch eine verfehlte Handelspolitik gegen das Aus-lud, durch Zollschranken, durch das Zunftwesen,durch den Mangel an guten Straßen gehennnt wurde,lleht die Leinwand oben an und auch in keinem Landemird die Leinwandsabrikation bei den ausgezeichnetstendrrstungen so umfangreich betrieben, wie in Deutsch-mnd. Schlesien (an der Ostseite des Riesengebirges),Böhmen, die Lausitz und Westphalen (Bielefeld, Mä-anders) besitzen die besten Fabriken. Die Leinwand-labriken in Irland, Schottland und Flandern, die
allerdings eine Berühmtheit erlangt haben, bieten inden Artikeln nicht die Mannigfaltigkeit dar, wie diedeutschen. Die Wollmanusakturen, welche sich inden letzten 40 Jahren so sehr vervollkommnet, alsvermehrt haben, erlangten gleichfalls eine großeWichtigkeit und die deutschen Fabrikate concurrirenmit Erfolg auf dem Weltmärkte. Insbesondere inTuch, Casimir, Shawls, in glatten Stoffen und inStrumpfwaaren genießen die Fabriken bedeutendenRuf. Die Baumwollweberei stieg zu einer blühen-den Größe empor, hauptsächlich im Königreich Sach-sen , in Böhmen, Niederösterreich, Berlin, Elberfetdund Barmen. Die Seidenmanufakturen in Elber-feld, Kreseld, Berlin, Wien rc. wetteifern mit denfranzösischen, und die Erzeugnisse finden insbesonderein Nordamerika guten Absatz. Berühmte Porzellan-fabriken haben Meißen, Berlin, Nymphenburg undWien; ausgezeichnete Eisen - und Stahlfabriken be-finden sich in der preußischen Rheinprovinz, in derGrafschaft Mark, in Oesterreich und im ThüringerWalde. In keinem andern Theile der Welt trifftman so viel Glashütten, nirgendwo werden so vielGlas, Glaswaaren, Spiegel rc. erzeugt, wie inDeutschland; Holzwaaren, Holzuhren, Gold-undSilberwaaren, physikalische, mathematische, optischeund chirurgische Instrumente werden in vorzüglicherGüte verfertigt. Bon Wichtigkeit ist der Maschinen-bau in Deutschland, welches sich von England, Bel-gien und Frankreich schon säst gänzlich unabhängiggemacht hat. Die Verfertigung von Holzwaaren istim Schwarzwalde, in Sachsen und Baiern am mei-sten verbreitet. Die Tabakfabriken verarbeiten vielheimischen und fremden (amerikanischen» Tabak. Be-deutung hierin haben Bremen, Hainb,rrg, Magde-burg, Nürnberg, die baierische Pfalz, Leipzig, Rostok,Ulm, Dessau erlangt. Die Zuckerfabrikation hat sichin neuerer Zeit sehr ausgedehnt und vervollkommnet.Große Raffinerien undTiedereien fürColonialznckerbestehen in Hamburg und den norddeutschen See-städten; Runkelrüben- und Kartoffelzuckerfabriken(über 200) hauptsächlich in preuß. Schlesien, in derprcuß. Provinz Sachsen und Brandenburg, ferner inSachsen, Thüringen und Anhalt. — DeutschlandsHandel, begünstigt durch seine Lage im Mittel-pnnkt Europas und an drei Meeren, durch seinevielen Wafferverbindungen im Innern, durch seineKunststraßen, durch die von Jahr zu Jahr sich meh-renden Eisenbahnen, durch seine trefflichen Postein-richtungen, ist von großer Bedeutung. Bon denHäfen der Nordsee (Hamburg. Bremen, Emden),dem mittelländischen Meere (Trieft) und denen derOstsee, gehen Linien regelmäßiger Dampsschifffahrtnach allen europäischen, für den deutschen Verkehrwichtigen Ländern, von den Nordseehäfen auch nachNord- und Südamerika, während Trieft mit seinenLinien die Plätze des mittelländischen und sckwarzenMeeres umfaßt. Der Handel besteht in Ausfuhrwie in Einfuhr, und beide umfassen .theils Rohpro-dukte, theils industrielle Erzeugnisse. Zu den eige-nen Rohprodukten, die ausgesiihrt werden, gehörenWolle, Getreide, Sämereien, Schiffsbauholz, Eichen-rinde, Knochen, Lumpen, Pferde, Rindvieh; zu deneingeführten fremden Rohprodukten gehören Baum-wolle, Seide, Tabak, Reis, Kaffee. Zucker, Gewürzealler Art, Olivenöl, Südfrüchte. Wein, Eisen.^ Pelz-werk rc. Bon Jndustriewaaren werden ausgeführt:Wollen- und Banmwollenwaaren, Tuch, Leinwand,Bänder, Pelzwaaren, Branntwein, Porzellan; ein-gesührt aber Seiden- und Banmwollenwaaren,