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Erster Band.
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Dronthcim

ter, das Schloß (mit dem grünen Gewölbe), dasMuseum, der Zwinger (mit vielen Sammlungen),das Postgebäude, die polytechnische «schule, das ja-pansche Palais (mit der Bibliothek) u. s. w. DenCentralpunkt des öffentlichen Lebens, des Handelsund Verkehrs bildet die Altstadt. Hier befinden sichfast alle Sammlungen, die meisten öffentlichen Ge-bäude, sowie die größten Kaufläden und die besuchtestenGasthöfe; hier liegt auch der von Einheimischen undFremden so gern besuchte „große Garten" mit demseit 1861 angelegten zoologischen Garten. WenngleichDresden keine Fabrikstadt ist, so blühen und gedeihendaselbst doch viele gewerbliche Unternehmungen. Vor-züglich schön und in großer Auswahl fertigt manGold- und Silberarbeiten, Strohgeflechte, Stickereien,Korbgeflechte u. s. w. Die eigentlichen Fabriken inDresden und dessen Umgebung liefern vorzüglich:Tapeten, Pianofortes, Maschinen, Papier, Choko-lade, Cacao, Oel (die Cichorien-, Runkelrüben- undOelfabrik im Dorfe Planen), Wachstuch, Steingut,Champagner (Fabrik moussirender Weine in derNiederlößnitz), pharmaceutische und technisch-che-mische Präparate. Besonders zeichnet sich das naheWeiseritzthal (Plaucnscher Grund) durch mehrereindustrielle Anlagen aus, von denen namentlich diereichen Steinkohlengruben und die Eisenhüttenwerkezu bemerken sind. Der Handel Dresdens steht zwardem Leipzigs bedeutend nach, hat sich aber in denletzten Jahrzehnten wesentlich gehoben, theils inFolge des Anschlusses Sachsens an den deutschenZollverein, theils in Folge der hier ausmündendenEisenbahnen und des lebhafteren Verkehrs auf derElbe. Von Dresden führen Bahnen nach Leipzig(Leipzig-Dresdener), nach Görlitz(sächsisch-schlcsische),nach Prag (sächsisch-böhmische), nach Tharandt undFreiberg (Älbertsbahns, außerdem gehen, durch Ver-mittelung der Leipzig-Dresdener Bahn, direkte Zügenach Berlin, nach Chernnitz und nach Meißen. DieDampfschifffahrt auf der Elbe ist in den letzten Jahrensehr lebhaft geworden. Stromauf fahren im Sommertäglich Dampfboote nach Pirna, Schandau, Tetschen,Leitmeritz und bei günstigem Wasserstand sogar bisRaudnitz; stromab gehen die Schiffe bis Meißen,Rieia und zweimal wöchentlich bis Torgau. DerGütertransport auf der Elbe geschieht meist auflangen, schmalen und flachen Kähnen, die stromabhauptsächlich Steinkohlen, Sandsteine, Holz (ausBöhmen), Leinwand, Obst ic., stromauf Getreideund Colonialwaaren bringen.

.Course. In den Wechsel- und Geldcoursendichtet man sich nach Leipzig.

Banken und Handelsanstalten. EineAgen-lur der Leipziger Bank, ein Spar- und Vorschnß-berein, eine Handelskammer, Sitz der allgemeinenVersicherungsgesellschaft für See- und Fluß-Trans-bort, sowie der sächsischen Hypotheken-Versicherungs-N'ellschast. Im Juni findet ein nicht unbedeutenderWollmarkt statt.

Rechnung,Münzen,Maße und Gewichte,>- Sachsen, Königreich.

Dresery oder Saint-Drözery heißt ein rotherl-anguerocwein erster Klasse aus der Gegend vonMontpellier, von Geist und angenehmem Geschmack,über etwas trocken und nicht sehr dunkel von Farbe.Man trinkt ihn allein und benutzt ihn auch zur Ver-besserung schwächerer Weine aus den nördlicherenGegenden Frankreichs.

Drieband, s. Flachs.

Drill, Drillich, s. Drell.

Drillingssalze, s. Salz.

Drittel oder Drittelstücke werden im nörd-lichen Deutschland Silbermünzen zu 7s Thaler oder10 Sgr. genannt, die in einigen Staaten geschlagenworden sind.

Dritthalbe heißen die früher in manchen Län-dern geprägten Münzen von 27° Kreuzer, 2 } A Pfen-nig, 272 Stüber rc.

Drömt, Getreidemaß in Lübeck und Mecklen-burg, s. beides.

Drvget, s. Droguet.

Drogman, s. Dolmetscher.

Droguen, Drogerien oder Droguerie-waaren, im südlichen Deutschland Material -w a aren, nennt man alle Rohstoffe und halb zube-reiteten Artikel für den Arzneigebrauch, sowie die.Er-zeugnisse der chemischen Fabriken (Chemikalien),welche bei verschiedenen Gewerben verwendet werden,namentlich bei der Färberei, bei der Seifen-, Par-fümerie- und Likörfabrikation, beim Lackiren rc. DieDrogueriehändler oder Droguisten führenjedoch auch meist alle rohen Farbewaaren und fabri-zirten Erd-, Mineral- und Pflanzensarben, sowieGewürze, Thee rc.

Droguenhandel, s. Handel.

Droguet oder Droget hieß ursprünglich einklein gemusterter Seidenzeug, den man in verschie-denen Arten und Formen verfertigte, meist mit ein-gewebten kleineren oder größeren, bunten oder atlas-artigen Blumen, auch mit Gold und Silber durch-wirkt zu Hofkleidern und dgl. Dann verfertigte mansie aber auch mit Wolle oder Baumwolle gemischt,ferner ganz von Wolle oder Baumwolle oder ausbeiden oder mit Leinengarn gemischt, und man faßteunter diesem Namen endlich fast alle gemischtenStoffe zusammen, ja man begriff darunter auchfeinere und geringere tnchartige leichte Wollenzeugeund dgl. Jetzt kommt der Nanie selten mehr vor.

Droguetsammt nannte man früher Seidenstoffemit Sammetblumen auf glattem Grunde, theilseinfarbig, theils bunt.

Dromedar, s. Kameel.

Drontheim, dänisch Trondhjern, befestigteHauptstadt des gleichnamigen Stiftes in Norwegen,am Einflüsse der Nidelf in den Drontheimsfiord,einem tief ins Land gehenden Meerbusen, in höchstromantischer Gegend, mit 16,000 Einw. Die «Stadtist schön und regelmäßig gebaut, aber mit vielenhölzernen Häusern: sie hat ü Kirchen, darunter diealte Kathedrale, in welcher die Könige gekrönt werdenund wo sich das Begräbniß des Königs Olaf befindet,zu dem früher stark gewallfahrtet wurde; ferner einenköniglichen Palast, Zucht- und Waisenhaus, mehrereUnterrichts-und Wohlthätigkeitsanstalten, eine Börse,Hafen, treibt bedeutenden Handel mit Bretern,Theer, Pech, Fischen, besonders Heringen, Thran,Kupfer, Eisen, Mühlsteinen rc. Die Gewerbsindustriebeschränkt sich auf die Raffinirung von Zucker, aufdie Verfertigung von Leder, Teppichen, Salpeter,Farben, Flinten; auch werden Schiffe gebaut, dieals vortreffliche Segler bekannt sind.

Bank. Es befindet sich hier die norwegischeR e i ch s b a n k, welche im Jahre 1816 errichtet wurde,um die übergroße Menge des früheren Papiergeldes,dessen Betrag auf 22 Mill. Bankthaler angegebenwurde, zu vermindern. Das Grundkapital derselbenwar auf 2 Mill. Spezies in Silber festgesetzt, welchedurch eine Art Zwangsanleihe aufgebracht wurden;| durch freiwillige Einschüsse von der Regierung und

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