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Erster Band.
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Droschicin

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Dublin

von Privaten aber wurde es aus 2^2 Mill. erhöht,wozu jetzt noch der nicht unbedeutende Reservefondkommt. Es sind dagegen auf den Inhaber lautendeActien ä 100 Spezies ausgegeben worden, welcheeine jährliche Dividende genießen, die im März oderApril gezahlt wird. Die Bank gibt Noten von 100,50, 10, 5, 1, 1/2 und Vs Spezies aus, deren Betragdie doppelte Höhe ihres Grundfonds mit Hinzurech-nung des einfachen Betrags ihres Reservefonds nichtübersteigen soll; ferner discontirt sie Wechsel undmacht Depositen-, Leih- und Vorschußgeschäfte. InChristiania, Bergen und Christianssand hat sieFiliale.

Rechnung,Münzen, Maße und Gewichte,s. Norwegen.

Droschlein, s. Flachs.

Drösln heißt eine Art ordinairer Burat, der inHolland verfertigt und von Landleuten, sowie auchbesonders von den Mennoniten getragen wird. DasVolk nennt ihn auch Kliitgenstoff und der bunteheißt in Holland Monk; unterhalb Hamburg aberwird er W i e d e r s ch a l l genannt.

Druckerschwärze wird sowohl das feine Frank-fnrterschwarz (s. d.), als auch die Buchdruckersarbe(s. b.) genannt.

Druckkattune sind weiße Kattune, welche inmehreren Gegenden, wo es keine oder keine gutenDruckereien gibt, in den Handel kommen, um dannauswärts gedruckt zu werden. Dergleichen gehennamentlich aus den Niederlanden nach England, wosie gedruckt und dann wieder zurückgeschickt werden;ebenso werden im südlichen Schwaben gewebte Kat-tune zu dem nämlichen Zwecke nach Sanct-Gallengeschickt, und auch im sächsischen Erzgebirge und an-deren Fabrikgegenden sind Druckkattune zuweilen einHandelsartikel.

Druckteinwand oder D r u ck s ch 0 ck e nennt mauleicht und locker gewebte Leinen, welche in Schlesienund in den böhmischen Greuzorten verfertigt undhalb oder ganz gebleicht ohne Zurichtung als dieMangel nach dem nördlichen Deutschland gehen, woman sie druckt und dann in den Handel bringt. Auchwerden sie zuweilen schon an den Ursprungsortengedruckt und dann verkauft.

Druckschleier sind noch lockerer gewebte Leinenals die vorigen, welche ebenfalls in der Gegend desRiesengebirges, in und bei Lauban rc. verfertigt undtheils an Ort und Stelle gedruckt, theils zu demnämlichen Zwecke wie die Druckleinen versendetwerden.

Druckwaaren, s. Gedruckte Zeuge.

Druckwalzentücher, engl. Blaquets, sindstarke und dicht gewalkte wollene Tuche, welche in denZeugdruckereien dazu dienen, die zu bedruckendenZeuge unter den Drnckwalzen durchzuführen undbeim Bedrucken die Unterlage derselben zu bilden.Sie müssen daher in der Breite den Walzen ent-sprechen, für die sie bestimmt sind.

Drusenasche oder Weinhefenasche ist eineArt Potasche, welche aus der bei der Gährung desMostes sich absetzenden Hefe bereitet wird. Sie istsehr reich an kohlensaurem Kali und wird besondersin den weinbauenden Gegenden Frankreichs, ambesten in Burgund bereitet. Man fornit die Wein-hefen, nachdem alles Flüssige davon entfernt ist, zuKuchen, die man in Erdvertiefungen auf freiem Feldeverbrennt und kalcinirt. Es ist eine trockene, harte,scblackenähnliche Masse von weißgrünlicher oder bläu-licher Farbe und salzigem, bitterem, zusammen-

ziehendem Geschmack. Aus der Luft zieht sie Feuch-tigkeit an, wodurch sie weiß wird und an Volumenzunimmt. Sie muß möglichst neu bereitet, trockenund ohne schwarze erdige Theile sein. Man gebrauchtsie besonders in Frankreich bei der Färberei nach Artder Potasche.

Drusenschwarz, s. Frankfurterschwarz.

Dscheddagummi, s. Gummi, arabisches.

Dschemen, s. Arabien.

Dschinschan, s. Indianische Vogelnester.

Dubbeltje, Doppeltchen, frühere Münze inHolland.

Dublin, Hauptstadt von Irland, der englischenKüste gegenüber, in einer fruchtbaren, vom Liffeydurchströmten Ebene, Ausgangspunkt aller irischenEisenbahnen, mit 259,000 Einw. Unterhalb derStadt bildet der Fluß die Dubliner oder Listeybai,die, weil sie den Winden ausgesetzt und daher alsHafen ziemlich unsicher war, im Jahr 1748 durcheinen über eine Stunde laugen, oben 30 Ellen breitenDamm geschützt wurde, an dessen äußerstem Endean der Einfahrt in die Bai ein Leuchtthurm steht.An diesem Hafen liegen 5 große Docks und der OrtKingstown, bis zu welchem von Dublin aus eineauf Pfeilern erbaute Eisenbahn führt. Außerdeni istdurch einen anderen Damm ein Außenhafen gebildet,und bei dem Marktflecken Dunleary befindet sich eindritter Hasen, in dem die Dampfschiffe anlegen. BonRingsend, wo sich die Liffey in die Bai ergießt, bisins Innere von Dublin ist der Fluß mit schönenKais von Granitqnadern eingefaßt. Es führen 6steinerne und 1 eiserne Brücke über denselben; bis andie unterste, der Bai zunächst gelegene können See-schiffe von 200 Tonnen fahren. In die Bai mündetder von Westen kommende königliche Kanal und inden Liffey der große Kanal, welcher von Südwesther aus dem Innern Irlands kommt. An den Mün-dungen beider Kanäle befinden sich Bassins, an denengroße Schifsswerste liegen. Die Stadt ist sehr schöngebaut, mit breiten, regelmäßigen, vortrefflich ge-pflasterten und erleuchteten Straßen, großen Plätzenund vielen prächtigen öffentlichen Gebäuden, die anPracht zum Theil selbst die von London übertreffenund unter denen sich das Schloß, die Börse, Ka-sernen , das Posthaus, Zollhaus, die irische Bank,das Rathhaus rc. auszeichnen, Nur der von derärmeren, eigentlich irischen Bevölkerung bewohnteTheil, Liberty genannt, besteht aus engen, schmutzi-gen Straßen und meist elenden Hütten. Dublin hateine Handelskammer, eine Universität mit großemGebäude und Garten, Bibliothek, eine in Dun sinkbefindliche Sternwarte, viele gelehrte Anstalten, zahl-reiche Handels- und Assekuranzgesellschaften. Es gibthier mehrere Fabriken, besonders in Leinen, Baum-wolle und Seide, ferner Zuckersiedereien, Tabaks-,Stärke-, Glas-, Hutfabriken rc. und bedeutendeBrannweinbrennereien. Die Stadt ist der Mittel-punkt des irländischen Handels, vorzüglich mit Eng-land und Schotttand, aber auch mit Nordamerika,Westindien, der Ostsee, deni Mittelmeere, Frankreichund anderen Ländern. Danipfschiffe gehen von hiernach allen Gegenden und mit dem Innern der Inselwird der Verkehr durch die Wasserverbindungen,durch die Eisenbahnen, durch lebhafte Wochen- undJahrmärkte und durch einen großen Viehmarkt un-terstützt. Die wichtigsten Artikel der Ausfuhr sindLeinwand, Branntwein, Getreide, Schlachtvieh, Pö-kelfleisch, Speck, Talg, wollene und baumwolleneWaaren rc.