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Erster Band.
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DMonr

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Dürkheimer

Wechselcours. Auf London und andere PlätzeGroßbritanniens wird in kurzer und längerer Sichtzu 991/2 bis 101 £ hier für 100 £ Wechselbelaufgewechselt.

Banken und Handelsanstalten. Es be-findet sich hier die Bank von Irland» welche imI. 1783 mit einem Kapital von 600,000 Pfd. Sterl.gegründet wurde, das aber nach und nach bis auf3 Will. Psd. vermehrt worden ist/ Sie gibt Bank-noten aus, welche früher gegen die der Bank vonEngland 8 V 3 % verloren, seit 1838 aber mit denletzteren gleichgestellt sind. Sie discontirt Wechselund nimmt Depositengelder an, die sie aber nichtberzinst und auf die sie auch keine Vorschüsse macht.Sie darf Güter kaufen und besitzen, aber nicht mitWaaren Handel treiben. Seit 1826 steht sie mit derenglischen Bank in London in directeni Verkehr undtrassirt 20 Tage dato auf sie. Ferner befinden sichhier mehrere andere Banken, auch Filiale der engl.u. schott. Banken, eine Börse und Handelskammer.

Rechnung, Münzen, Maße und Gewichte,(• Großbritannien.

Dublone, spanisch Doblon, Goldmünze inSpanien und Südamerika.

Ducado, frühere Rechnungsmiinze in Spanien.

Ducatelko , eine Silbermünze in Aegypten von10 Parä.

Ducaten, s. Dukaten.

Ducato, bisherige Rechnnngs- und Silbermünzein Neapel.

Ducaton, frühere Silbermünze in den österr.Niederlanden.

Dnckstein, so viel wie Tuffstein. Man verstehtaber auch unter diesem Namen ein in Königslutteraus Weizen gebrautes, sehr wohlschmeckendes undkühlendes Weißbier.

Düffek, s. Tüffel.

Dünger, künstlicher, wird jetzt aus verschie-denen Stoffen künstlich erzeugt, weil die Quantität,welche der Mist der Thiere liefert, zu der vollkomm-neten Betreibung des Ackerbaues nicht mehr aus-reicht. Obgleich'die Benutzung des Guano (f. d.)eine bedeutende Beihülfe dazu geliefert hat, so werdenhoch jetzt fast in allen Ländern verschiedene Artenbon künstlichem Dünger fabrikmäßig verfertigt; ganzbesonders aber wird die Fabrikation desselben inEngland in großer Ausdehnung betrieben. Da sehrverschiedene Stoffe aus dem Thier-, Pflanzen- undMineralreiche zum Wachsthum und zur Ernährungher Gewächse beitragen, so giebt es auch vielerlei der-gleichen Düngemittel und sie find theils einfach, theilsZusammengesetzt. Am häufigsten wird in Deutsch-land Knochenmehl (s. Knochen) dazu verwen-det; ferner in ein trocknes, geruchloses Pulver ver-handelte menschliche Excremente, die man gewöhn-lich mit Kalk, Asche oder ähnlichen Stoffen vermischtfind unter dem Namen Poudrette verkauft; ebensooin aus Urin bereitetes trocknes Pulver, welches manUrate oder Urinat nennt. Die Poudrette wirdauch zuweilen deutscher Guano genannt. Auchdurch Schwefelsäure zersetzte Knochen, wollenepumpen, getrocknetes Fleisch und Blut aus den Ab-deckereien und andere thierische Abgänge werden alsDüngemittel benutzt und bilden zu diesem ZweckNamentlich in Frankreich einen Handelsartikel. Vege-tabilische Stoffe werden seltener zu den im Großenbereiteten künstlichen Düngemitteln verwendet, dochbenutzt man dazu zuweilen Torf, Lohe, Malz, Tre-bern, Oelkuchen, Holz-, Torf- und Braunkohlenasche,

und in England wird Humus zaus verwesten vege-tabilischen und anderen organischen Stoffen beste-hende Erde) zum Düngen verkauft. Das von Berg-mauu in Waldheim verfertigte Düngestulver be-steht hauptsächlich aus Knochenmehl und Oelkuchen,nebst einigen ähnlichen düngenden Substanzen.Zahlreich sind die mineralischen Körper, welche ent-weder allein oder mit anderen vermischt als Dünge-mittel benutzt werden. Es sind besonders verschie-dene Salze, amouiakalische Verbindungen und säure-haltige Erden und Steine, namentlich Dornen- undPfannenstein und Dorneuasche an« den Salzwerken,Steinsalz, Glaubersalz, Soda, Salpeter, Chilisal-steter, schwefelsaures und salzsaures Ammoniak, Pot-asche , Gips, Mergel, Kreide, Kalk rc. — Es giebtjetzt auch in Deutschland an vielen Orten Fabrikenvon künstlichen Düngeniitteln, namentlich in Leipzigdie Fabrik von deutschem Guano, in Dresden, inWaldheim, Berlin rc. Das sogenannte Dit n g esa lzbesteht in der steinartigen Masse, welche sich an denDornen der Gradirwerke bei Salzwerken ansetzt, indem noch viele Salztheilchen enthalten sind; oder indem Pfannenstein, dem Rückstände der bei Ab-dampfung der Sooleu in den Sudpfaimen zurück-bleibt. Beides wird über Klee, Roggen rc. gestreut;das erstere wird jedoch vorgezogen.

Dünkirchen (Dunkerque), feste See-und Handels-stadt im französischen Departement Nord, am Kanal,nördlichste Station der französischen Nordbahnen,mit 26,600 Einw., sicherer Rhede, dem besten Hafenan der Nordostküste des Reichs und regelmäßigenDampsschiffcoursen nach London, Havre de Graceund Rotterdam rc. Die Stadt besitzt ein Handels-gericht, eine Handelskammer, ein Seesyndikat, eineBörse und eine Filiale der Bank von Frankreich; so-dann bestehen Leineuspiunereien, zahlreiche Zucker-raffinerien, Brauereien, Geuever-Brennereien, Salz-werke, Seilereien, Fabriken von Maschinen, Oel,Seife, Stärke, Leder, Schleierleinen, Ketten undKabeltauen, Schmelz- und Blechhütten, Damps-Mahlmühlen rc. Die Lage Dünkirchens ist vor-trefflich, und se^n Handel in Folge dessen sehr bedeu-tend. Im Jahre 1860 stellt sich der auswärtigeHandel bei der Einfuhr aus 174,000 Tonnen zumWerthe von 93 Btillionen Frs., bei der Ausfuhr auf100,000 Tonnen zum Werthe von 47 BtillionenFrs. Hauptsächlichste Einfuhr-Artikel waren:Wolle, Leinen, Oelsaaten, Oel, Cerealien, Thran,Eisen und Stahl; ausgeführt wurden: Zucker,Weizeu, Wolle, Oel, Knrzwaaren, Seide, Flachs, Ga-'rancine uud Krapp. Die Gesammt-Schifsfahrtsbe-wegung im Hafen Dünkirchens war init Einschlußdes auswärtigen Handels, der großen Fischerei, dergroßen und kleinen Küstenschifffahrt im Jahre 1861:6305 Schiffe mit 745,735 Tonnen, gegen 5160Schiffe mit 546,897 Tonnen in 1860. Der Wall-fischfang beschäftigte 1861: 131 Schiffe mit 12,235Tonnen und der Ertrag der Fischerei wird auf7,078,000 Frs. geschätzt.

Rechnung, Münzen, Maße und Ge-wichte, s. Frankreich.

Dünneisen, nennt man das dünne Eisenblech,welches zum Verzinnen bestimmt ist.

Dünnsteine, s. D i a m a n t.

Dünntuch nannte man früher einen gazeartigenZeug, entweder aus seinem Leinengarn oder aus fest-gesponnenem Baumwollengarn , der in Deutschland,Holland und Frankreich verfertigt wurde.

Dürkheimer, ein guter weißer Psälzerwein, der