Dundee
Dürrsteineisen 406
bei der gleichnamigen Stadt im bairischen Rheinkreisegewonnen wird.
Dürrsteineisen heißt eine Art gutes schwedisches :Eisen, welches besonders weich und hämmerbar ist!und daher vorzugsweis zu Platten und Blech ver- >arbeitet wird.
Dürrwurzel, Innla cony*a oder Conyzasquarrosa, eine auf trocknen bergigen Stellen inDeutschland wachsende Pflanze, mit «länglichen,stumpfen, weichhaarigen Blättern, von eigenthüm-lichem, nicht angenehm aromatischen Geruch undherbem, aromatischem Geschmack. Die Blume istblaß-schmutzig-gelb, deren Kraut, Kerba Conyzaemajoris, als Räuchermittel znr Bertreibnng von In-sekten gebraucht wird.
Düsseldorf, in der preußischen Rheinprovinz,hübsche Stadt am rechten Ufer des Rheins, mit demsich hier die Dussel vereinigt, in völliger Ebene, ander Düsseldors-Elberselder, Köln-Mindener undAachen-Düsseldorfer Bahn, zählte im December1861 nahezu 50,000 Einw., hat einen Freihafen,wichtige Spedition und Rheinschifffahrt, 2 Eisen-Walzwerke , 1 Eisenröhrenwalzwerk, 1 Puddlings-werk, 4 Eisen- und Messinggießereien, 1 Kammgarn-spinnerei, 1 Seidenzwirnerei, 2 Glasschleifereien,1 Gyps- und 1 Wachsfiguren-Werkstätte, 1 Tele-graphenban - Anstalt, ca. 150 Fabriken von Tabackund Cigarren, baumwollenen und halbwollenenStoffen, Eisenwaaren, Feilen, Zündhütchen. Bijou-terie, Senf, Papier, Tapeten, Essig, Bleiweiß, Firnißund Malerfarben, Strohhüten, Wagen. Pianosorte,Möbeln, Leder, Seifen, Lichtern rc., 3 Türkischroth-,färbereien, 6 Schönfärbereien, 6 Kattundruck- undFärbereien, 8 Buchdruckereien und 1 Kupferdruckerei,60 Bierbrauereien, 7 Wassermühlen, 3 «Sägemühlenund Fonrnierschneidereien, 1 Dampfmühle für Farb-holz. Der Handel ist von Bedeutung. Die Ein-fuhr in den Rheinhafen betrug im Jahre 1861:
3 Millionen Clr.; die Ausfuhr 1 Million Ctr.Düsseldorf besitzt eine berühmte Malerakademie nebstGemäldesammlung, ein Gymnasium und eine Real-schule, ein Land- und ein FriedenHgericht, eine k.Bank-Commandite, eine Handelskammer, ein Han-dels- und Gewerbsgericht, eine allgemeine Versiche-rungsgesellschaft für See-, Fluß- und Landtransport,auch ist es der Sitz des Handels - und Gewerbever-cins für Rheinland und Westphalen.
Rechnung, Münzen, Maße und Ge-wichte, s. Preußen.
Duim oder Da um, früheres Längenmaß in denNiederlanden.
Duisburg, Kreisstadt des preußischen Regierungs-bezirks Düsseldorf, mit 20,000 Einw., am Rheinund an der Ruhr, welche beide durch einen an derStadt vorbeiführenden Kanal verbunden sind, an denKöln - Mindener und belgisch - märkischen Eisen-bahnen gelegen, hat Tabackfabriken, die zu den bedeu-tendsten Deutschlands gehören, 6 chemische Fabriken,
4 Etablissements für Eisenindustrie, Cigarren-,Stahl-, Leder-, Ultramarin- und Essigfabriken, eineFabrik feuerfester Produkte, eine Fabrik von Asphalt-Dachpappen, die durch ihr gediegenes Fabrikat großenRuf erlangt, eine Baumwollspinnerei und Baum-wollweberei, eine Zuckerraffinerie, 5 Seifensiedereienund Lichterfabrikeu, eine Kupferschmelzhütte, Schiff-und Maschinenbau, Dampflage- und Dampfmahl-mühlcn, Gerbereien, Brauereien, Brennereien, be-deutender Holz-, Kohlen- und Colonialwaaren-handel.
Rechnung, Münzen, Maße und Ge-wichte, s. Preußen.
Duit, s. Duht.
Dukaten, eine in vielen deutschen und andereneuropäischen Ländern geprägte Goldmünze, welchezuerst von Roger II., Herzog von Apulien im Jahr1140 geschlagen worden sein soll. Auf diesen warein Christusbild geprägt mit der Umschrift: Sit tibiChriste datus, quem tu regis, iste ducatus, welchesGepräge sich auch aus alten, noch zuweilen vorkom-menden italienischen Zechinen findet und von demdie Münze den Namen erhalten haben soll. Siewurde bald auch in Venedig und Genua, um dieMitte des 16. Jahrhunderts in Ungarn, und im 15.und 16. Jahrhundert auch in Spanien und Portugalgeprägt. In Deutschland werden die Dukaten zu-erst von der Reichsmünzordnung von 1559 erwähnt,welche bestimmt, daß 67 Stück derselben aus derMark Gold von 23 Kar. 8 Gr. Feingehalt geschlagenwerden sollten, und von diesem Gewicht, zum Theilaber von etwas geringerem Feingehalt, find sie späterfast von allen deutschen Fürsten geprägt worden.Jetzt geschieht dieß nur noch in Oesterreich, das sichim Wiener Münzvertrage vom 24. Januar 1857 vor-behielt, bis zum Schlüsse des Jahres 1865 Dukatenschlagen zu lassen. Die österreichischen Dukaten, ge-wöhnlich kaiserlich genannt, sind 23 Kar. 8 Gr., dieungarischen 23 Kar. 9Gr. sein; die der übrigen deut-schen Staaten halten zwischen 23 Kar. 6 und 8 Gr.In Baden hat man jedoch Dukaten aus Rheingoldgeprägt, welche nur 22 Kar. 6 Gr. fein, aber dafürverhältnißmäßig - schwerer sind. In Württembergprägte man vor 1857 Dukaten nach dem-Reichsfuße.Sehr häufig sind die holländischen Dukaten, welchegesetzlich 23 Kar. 7 Gr. Feingehalt haben, aber ge-wöhnlich nur zu 231 / 5 , Kar. angenommen werden.In Holland gehören sie zu den sogenannten Han-dels- oder Fabrikationsmünzen, welche Jedermannschlagen kann, und es werden daher besonders inRußland sehr viele geprägt, da sie im Handel mitAsien sehr beliebt sind. Die venetianischen Zechi-nen js. d.) sind ebenfalls Dukaten, welche ihrenNamen daher erhalten haben, weil sie im Münzge-bäude 1a Zecca geprägt wurden. Randdukatennennt man die mit scharf ausgeprägtem Rande,welche nicht beschnitten sind.
Dukatenas, s. As.
Dukatenfuß, s. Münzfuß.
Dukatengewicht nennt man ein hin und wiederzum Abwägen des Goldes vom Feingehalte der Du-katen gebräuchliches Gewicht von der Schwere einesDukatens, von den! man auch Unterabtheilungen biszu 1 / 3 2 Dukaten herab, sowie auch Stücke von % 4,8 bis 128 Dukaten hat.
Dulcamara, s.Bittersüß.
Dullhauer, s. Hauer.
Dult pflegt mau in Baiern rc. die Messen undJahrmärkte zu heißen.
Dundee, wichtige schottische Handels- und Fabrik-stadt an der Taymündung, nnt Eisenbahnen nörd-lich nach Aberdeen rc., südlich nach Perth rc., einemsicheren Hasen und 91,000 Einw. Es sind hierFlachs- und Hanfspinnereien, zahlreiche und vor-zügliche Leinwand- und Baumwollsabriken, vonderen Fabrikaten jährlich für 1,600,000 Pfd. Sterl.ausgesührt werden. Die Duudee-Leinen gehen nachLondon, Liverpool und Glasgow, von wo aus eingroßer Theil ins Ausland versendet wird. Berühmtsind auch die hier verfertigten Handschuhe; Fischfang,