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Erster Band.
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Dunen

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Dzera

Schiffbau, Gerberei und andcre Zweige der Indu-strie beschäftigen viele Hände. Viel Schlachtvieh wirdnach der Hauptstadt verschifft, seitdem eine regel-mäßige Dampfschifffahrt mit derselben besteht.

Rechnung, Münzen, Maße und Gewichte,f. Großbritannien.

Dunen, s. Federn.

Dunst, s. Schrot.

, Dunsters heißt eine Gattung englischer Tuche,die besonders in der Grasschaft Sommerset verfertigtwerden.

Duodecimalsystem nennt man ein Münz-, Maß-oder Gewichtssystem, bei welchem die größere Ein-heit immer in 12 kleinere getheilt wird. Es ist be-sonders beim Längenmaße in Anwendung, wenn derFuß in 12 Zoll und der Zoll in 12 Linien ge-theilt ist.

Duperrier-CMteau-Livron heißt ein guterrother Bordeauxwein vierter Klasse aus der Gegendvon Saint-Germain im niederen Medoc.

Duplikat nennt man ein zweites, gleichlautendesExemplar einer Schrift, besonders eines Dokuments,das mit dem ersten gleichen Werth oder Bedeutunghat, doch so, daß beide Exemplare zusammen nurfür eins gültig sind. Man fertigt z. B. von Ver-trägen unter 2 Personen zwei Exemplare aus, vondenen jede eins erhalt; desgleichen von Scheinen übereine Zahlung, die Jemand für Rechnung einesDritten leistet, von Tratten (Secundawechsel) rc.S. Schein und Wechsel.

Durances sind einfarbige geköperte Wollenzeuge,die in England versertigt werden und besonders nachSpanien gehen.

Durant, s. Kalmank.

Durantini werden in Italien die französischenCadis genannt.

Durchgangsgüter oder Tra n si tog ü ter nenntman solche Waaren, welche nur durch ein Land ge-führt werden und nicht in demselben bleiben; diesgeschieht entweder ganz zollfrei, oder nur gegen eineAbgabe, Durchgangsabgabe, Durchgangs-vder Transitozoll, welche bedeutend geringer ist,als diejenige, welche von den im Lande bleibendenGütern erhoben wird. Beim Eintritt der Waarenin das Land werden gewöhnlich die nöthigen Vor-kehrungen durch Versiegeln, Plombiren und dergl.getroffen, daß sie nicht im Lande bleiben können,und der Ausgang über die jenseitige Grenze muß be-scheinigt werden. An Handelsplätzen, die einenPackhos haben, können die Durchgangsgüter gewöhn-lich in diesem unter Zollverschluß niedergelegt undvon da aus entweder wieder über die Grenze insAusland gebracht oder gegen Erlegung des Zolls zurVersendung oder zum Verbrauch im Jnlande aus-geliefert werden. — S. auch Zollverein.

Durchschnittspreis heißt das Mittel von meh-reren Preisen einer Waare, welche zu verschiedenenZeilen oder auch zu der nämlichen Zeit an verschie-denen Orten stattgesunden haben. Um ihn zu be-

rechnen, addirt man die einzelnen Preise zusammenund dividirt die Summe durch die Anzahl der Preise.Z. B. der Durchschnittspreis von 4Thlr., 5% Thlr.,

6 Thlr. und 77, Thlr. ist i

= 5->/4 Thlr.

Durchschnittstara, s. Tara.

Duresort, ein seiner rother Bordeauxwein, derzu den zweiten Gewächsen 1. Klasse gerechnet wird,eine schöne lebhafte Farbe und viel Würze undBlume hat.

Durias, s. Doreas.

Durvis hieß eine Art dichter und glänzender wol-lener Tamis, der früher in Frankreich verfertigtwurde und besonders nach Spanien ging.

Durra oder Dura heißt im nördlichen Afrikaund in Arabien der Moorhirse, die Körner desSorghograses, Lorgum vulgäre, welcher daselbstdie allgemeinste Nahrung des Volkes ausmacht und| überall in großer Menge angebaut wird. Die Pflanze'wird mehr als mannshoch, hat einen fingerdickenStengel, gedrängte ovale, überhängende Rispe undj schwarz genabelten Samen. In Italien erbaut man! ihn hin und wieder in Weinbergen zu Futter für; Geflügel und verfertigt aus den Rispen feine Besen.

! Dusan heißt eine Gattung theils sehr dunkelrother,theils weißer Weine, welche im französischen Depart.

! Lot gewonnen und nach der allgemeinen Eintheilungder französischen Weine zur vierten u. sünften Klassegerechnet werden. Die rothen werden gewöhnlich fürLahors verkauft.

Dussemond, eine der besten Gattungen Mosel-weine, der bei dem gleichnamigen Dorfe im preu- 'ßischen Regierungsbezirk Trier erbaut wird. Er istklar und weiß von Farbe, trocken. hat angenehmeBlume und Würze und kommt in der Güte denweißen Bordeauxweinen zweiter Klasse nahe.Dussutes, s. Dousontis.

Dutsch-Blankets, s. Bettdecken.

Dutys, s. Dou tis.

Dutzend heißt eine Anzahl von 12 Stück.

Duxer Strümpfe sind feine, aus zwei-, drei-,vier- und mehrdrähtigem Garne gewirkte und ge-walkte wollene Strümpfe, welche theils weiß ge-schwefelt, theils blau gesärbt, an mehreren Ortendes Leitmeritzer Kreises, am besten in Dux, außer-dem in Teplitz, Oberleitersdorf, Brüx, Graupen rc.verfertigt werden und im In- und Auslande starkenAbsatz finden. Man ahmt sie auch in mehreren an-deren Gegenden, z. B. in Bautzen, Zeulenroda, Er-langen, Schwabach rc. nach.

Duyt, Duit, Deut oder D oit, frühere kupferneScheidemünze in den Niederlanden, 2 Pfenn. oder7« Stüber werth.

Dynamometer, Kraftmesser, sind verschieden-artige Instrumente, um die Kräfte von Menschen,Thieren, Maschinen, auch der Electricität abzu-messen.

Dzera, zwei verschiedene Ellenmaße in Algerien.