Ebenhol;
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Eberesche
Gebrauch der Maler bestimmt. Das erstere ist ver-dünnte Schwefel-, Salz- oder Salpetersäure, mitwelcher die Metalloxyde und andere Unreinigkeitenvon der Oberfläche der Arbeiten entfernt werden,was man abbrennen nennt; das letztere ist ver-dünnte Aetznatronlauge, zum Abheben der Oelge-mälde.
Ebenholz, schwarzes oder ächtes, au,Pfundholz genannt, ist das kohlschwarze, außer-ordentlich feste Holz, welches von einem in Ostin-dien, Afrika u. Westindien häufig wachsenden hohen»■ starken Baume, Eb enholzbanm oder Eben-ho lz d a tt elp f l au m en b aum oder T e n d u k ge-kannt, Diospyros Ebenum, kommt. Es ist jedoch»ur das Kernholz des Baumes, denn der weiße undebenfalls harte Splint ist unbrauchbar und wirddaher gewöhnlich vor der Verschiffung abgehauen.Es hat ein spezifisches Gewicht von 1, 21 bis 1, 33 , einenbeißenden Geschmack und verbreitet, wenn man esanzündet, einen nicht unangenehmen Geruch. Esrst so fest, daß es sich mit dem Messer kaum schneiden'äßt, aber meist kernrissig, weil der Kern zuerst aus-trocknet ; auch springt es gern. Damit es sich leichterbearbeiten läßt, legt man es oft einige Jahre langrns Wasser. Das beste kommt von den Inseln Cey-lon , Madagaskar und Mauritius. Dieses ist durch-aus ganz schwarz, während die anderen geringerenSorten meist weniger gleichmäßig von Farbe sindund oft braune Streifen haben. Die durchausgleiche schwarze Farbe, die große Festigkeit und dielast unsichtbaren Jahresringe unterscheiden es beson-ders von den vielen Nachahmungen, die durch dasSchwarzbeizen inländischer fester Hölzer, wie Birn-baum, Pflaumenbaum, Hainbuche rc. verfertigtwerden. Das Ebenholz von der Insel Mauritius,welches als das beste gilt, kommt in Stücken von5 bis 12 Zoll Dicke und 5—20 u. mehr Fuß Länge,das von Ceylon, welches nicht völlig so schwarz undfein ist, kommt in noch dickeren Klötzen vor. BonMadagaskar kommt eine Sorte von tief schwarzerFarbe unter dem Namen Sendraha in den Han-del, welches eine noch schönere,Politur annimmt, alsdas gewöhnliche. In Amerika ist besonders das me-knanische Ebenholz aus der Gegend von Tampicoberühmt. Eine Art gestreiftes, welches von Dios-gyros montana kommt, hat auch einen schwarzen^stlint. — Wegen seiner Feinheit, Festigkeit undder schönen Politur, die es annimmt, wird dass-°enholz zu allerhand Drechsler- u. feinen Tischler-urveiten, zu Klaviertasten, Flöten, Oboen undKlarinetten und zu verschiedenen Bestandtheilen an-b^rer Instrumente, zu Griffen an silberne und plat-wte Geschirre, zu Heften an Messern, Gabeln undwwurgische Instrumente und dergl. 'verarbeitet. —Auster dem ächten schwarzen Ebenholze werden nochMehrere andere Hölzer mit diesem Namen bezeichnet,wegen denen wir auf die nachfolgenden Artikel ver-ton äthiopisches, oder Ayriholz,
j!®® von einer in Amerika wachsenden Palmenart,l„ >wwär;lich, hart, schwer, so daß es im Wasserverka "E' ?®lveilen für ächtes Ebenholz
Ebenholz, blaues, s. Purpurholz.
Ebenholz, deutsches, s. Bohnenbaumholz.
Ebenholz, grünes, braungriines oder
mexikanisches, auch Aspalatholz genannt,Aspalatus ebenus in Westindien, ist dunkelbrauu-g unlich von Farbe, eben so fest und noch schwerer
als das schwarze Ebenholz und wird zu eingelegtenTischlerarbeiten gebraucht, auch zuweilen künstlichnachgeahmt. Eine vorzüglich schöne Sorte kommtvon Haiti; eine andere mit abwechselnd schwarzenund braungrünen Streifen.oder ganz schwarzgrünkommt aus Brasilien, und auch aus Ostindien erhältman eine ähnliche Gattung. Unter dem NamenJamaika-Ebenholz kommt ein braungrünesHolz aus Westindien, das eine gute Politur annimmtund besonders von den Instrumentmachern gesuchtwird. Das Lotusholz (s. d.s wird zuweilen eben-falls grünes Ebenholz genannt.
Ebenholz, rothes oder braunes, auch zu-weilen G r e n a d i l l h o l; genannt, von dem in West-indien wachsenden Ebenum creticum, hat auf oliven-farbigem Grunde braune oder braunrothe Adernund dunkle Flecken, kommt aber selten vor. Eine an-dere Art rothes Ebenholz von der Insel Mau-ritius ist roth mit dunklen Streifen, und kommt inWtämmen von 5—10 Zoll Dicke und 8—15 FußLänge mit V- Zoll dicken Splint in den Handel.
Eberesche, gemeine oder wilde, Vogel-beer-, Drosselbeer- oder Eibischbeerbaum,Speierling, Sorbus aueuparia, ein in ganzEuropa und im Orient in Wäldern wachsender undhäufig besonders an Landstraßen angepflanzter50—80 Fuß hoher Baum mit etwas hängendenAesten, die eine schöne runde Krone bilden. DieRinde ist glatt und bräunlich-grau, die Blätter sindungefiedert, ungepaart, mit lauzettsägeförmigenBlättchen. Er wächst zuweilen auch als Strauch undkommt in dem schlechtesten Boden und dem rauhestenKlima fort. An den Spitzen der Zweige trägt ergroße weiße Blüthendolden, aus denen erbsengroße,oben offene Beeren entstehen, die bei völliger Reifeim Herbste eine scharlachrothe Farbe bekommen undreine Aepfelsäure enthalten, die viel aus ihnen be-reitet wird. Sie geben einen sehr guten Branntweinund Essig und wurden früher mehr als jetzt unterdem Namen Baccae Sorbi aucupariae in derMedizin angewendet; man bereitete daraus einBobsorborum und benutzt sie besonders zuin Vogel-fängen und in nördlichen Ländern werden sie zu-weilen getrocknet Unters Brod verbacken. Das gelb-lichweiße, bräunlich geflammte, feste und zähe Holzwird von Wagnern, Tischlern, Böttchern und Drechs-lern verarbeitet und gibt auch ein gutes Brenn-material.
Eberesche, zahme, Adelesche, Garten-speierling, Sperberbaum, Spierapfel-baum, Quitschenbaum, Sorbas domesti-ca, hat viel Ähnlichkeit mit dem vorigen, aber mehrbehaarte Blätter, größere und weniger zahlreicheBlüthen und auch größere Beeren, welche meist birn-förmig gestaltet, grünlichgelb und auf der einen Seiteroth gefärbt sind. Wenn sie eine Zeitlang liegen,werden sie bräunlich und im Innern teigig wie dieMispeln; sie sind dann wohlschmeckend, geben aucheinen Cider, der den Apfelwein noch übertrifft, undeinen sehr guten Branntwein und Essig; auch warensie früher ebenfalls osfizinell und zuweilen wird inden Apotheken ein Mus, Quitschenmuß, BobSorborum, daraus bereitet. Die noch hartenFrüchte wurden früher getrocknet und gepulvert. Inmanchen Gegenden nennt man sie Adelsbeereu.Der Baum wächst vorzüglich im südlichen Europa,findet sich aber auch hier und da in Mitteleuropaund wird zuweilen in Anlagen angepflanzt. Dasbräunliche oder rothgelbe, etwas geflammte Holz ist