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Erster Band.
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Ecuador

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Edctjlrine

Spinnen, Ameisen, viele Arten Schlangen, Eidechsenund Kröten dienen den Menschen zur Plage. Goldfindet sich in den Gebirgen und im Sande der meistenFlüsse und Bache; Silber, Quecksilber, Kupfer, Eisenund Blei sind weniger vorhanden, aber zwischen denwestlichen Anden und dem stillen Ozean ist derHaupt-sundort der Platina. Auch mehrere Edelsteine findenfich, namentlich berühmte Smaragde, und das Meerliefert reichlich Salz. — Das Land ist in 3 Departe-ments (Ouajaquil, Quito und Assuay) getheilt, welchefolgende bemerkenswerthe Städte enthalten: Quito,Hauptstadt mit 76,000 Einw., liegt am Abhänge desBulkaus Pichincha am Flusse Muhangare, in einemvon hohen Bergen umgebenen Thäte, 8900 Fuß überdem Meere, ist gut gebaut, mit schönen Plätzen, eini-Aen ausgezeichneten Prachtgebäuden, schönen Kirchen,Mehreren Klöstern und einer Universität. Die Stadtbat Fabriken von Baumwollen- und Wollenwaaren,Strümpfen, Spitzen, Bändern, Goldarbeiten rc. —Hambato, unweit des Chimborasso, 9000 Einw.und Cochenillezucht. — Riobamba, 20,000Einw.,M der Nähe ein großes Schweselwerk. — Jb arra,l2,000 Einw., mit Woll- und Baumwollenweberei,bedeutendem Zucker- und Weizcnbau. — Otavalo,20,000 Einw., Woll- und Baumwollenweberei. —Esmeraldas, Hafenstadt in höchst fruchtbarerGegend, wo besonders Zuckerrohr und Iamswurzelnvon ungewöhnlicher Größe gebaut werden. — G n -apaqnil am gleichnamigen Flusse und Meerbusen,mit 22,000 Einw., Hafen, starkem Seehandel, Schiffs-werften rc. Das Hauptprodnkt des Küstenlandes istEacao. In der Bai liegt die Insel Puna, die voro00 Jahren 20,000 Einw. hatte, jetzt aber säst un-bewohnt ist. — Loxa, 10,000 Einw., in dessen Um-gegend die beste Chinarinde gewonnen wird. —Jaen am Maranhon, der aber hierTunguraguagenannt wird, mit 4000 Einw., erzeugt ebenfallsChina. — Cuenya, 26,000 Einw. — In den öst-lichen Ebenen gibt es nur Missionen oder Nieder-lassungen der Jesuiten, die aber nach Vertreibungder Letzteren großenthcils entvölkert sind; die be-deutendste der noch bestehenden ist Sän Joaqnimve Omaguas am Maranhon. Auch die Städte2sa.r^a, früher 10,000 Einw., Archidona undZivils find jetzt verlassen. — Die G al lapagos-ober Schildkröteninseln, 110 Meilen von derKüste entfernt, eine Gruppe von 15—20 vulkanischenpuseln, haben wenig Vegetation; nur im InnernMnger derselben befinden sich Bäume, auch haben siemir im Innern Trinkwasser. Es gibt hier, außerhatten und Mäusen, welche von Schiffen hinge-dacht worden sind, keine Säugethicrc, aber mehrere,vten sonst nirgends vorkommender Böget, vicl See-nnd Landschildkröten, Eidechsen und Schlangen. Dieopvßte Insel heißt Alb emarle, wo sich seit 1832Me von einem Nordamerikaner gegründete Coloniebefindet, welche durch politische Verbrecher aus Quito^vgrößert worden ist und ohngefähr 300 Menschen"chalt. Die übrigen sind nur wenig bewohnt..Rechnungsart und Zahlwerth. Gegen-wärtig wird ilach Pesos oder Piastern zu 100^ontavos oder zu 8 Reales sä 12'/- Centavos)berechnet; vom 15. October 1866 an aber gesetzlichFrancos (Franken) zu 100 Centösimos.sahlwerch ist noch die Macugnina-Valuta (s. Vene-^vila), von obigcmZeitpnnkte an aber der französische.»chl.iiuze n. In Golde: Vsr V» und V» Onzas.^fiSitbxr-, PesoS Dlacnqnina und ViPesoMacu-nUnia; vom 15. October 1866 an wie Frankreich.

Maße und Gewichte sind die spanisch-kastilischen(s. Spanien); vom 16. October 1866 an die fran-zösisch-metrischen.

Schellen, s. v. a. Escalen (s. d.); zuweilen be-zeichnet man mit diesem Worte auch die Handels-und Stapelplätze in der Levante.

Edelkör, die beste Sorte des sogenannten LoherStahls; s. Stahl.

Edelleöerkraut, llerba Hepaticae nobi-lis, die dreilappigen, glänzend grünen, breitenBlätter des als Zierpflanze in Gärten gezogenenLeberblümchens, Hepatica triloba ober Anemonelwpatioa, welche zuweilen, ebenso wie die Blumen, inTheeaufguß als eröffnendes Mittel gebraucht werden.

Edelsteine oder S ch m u ck st e i n e nennt man imAllgemeinen diejenigen Steine, welche sich durchschöneFarbe oder farblose Klarheit, Härte und Glanzauszeichnen, auch meist durchsichtig oder doch durch-! scheinend und mehr oder weniger 'selten sind, unds deren man sich wegen ihres schönen Ansehens zum! Schmuck, sowie auch zur Verzierung goldener und! silbener Geräthe und ähnlicher Gegenstände bedient,j Man theilt sie gewöhnlich in eigentliche und inI Halbedelsteine ein und rechnet zu den ersteren! besonders die völlig durchsichtigen, die zugleich eineausgezeichnete Härte, Politurfähigkeit und Glanzhaben, namentlich den Diamant, Korund, Rubin,Saphir, Topas, Smaragd, Granat, Hyacinth, Be-ryll, Chrysolith, nebst den verschiedenen Abarten der-selben; Halbedelsteine aber nennt man diejeni-gen, welche nur halb durchsichtig oder durchscheinendfind und auch die übrigen genannten Eigenschaftenin geringerem Grade besitzen, namentlich den Kar-neol, Chalcedon, Achat, Opal, Onyx, Sardonyx,Lasurstein, Amethyst, Türkis, Turmalin, Heliotrop,Chrysopras und mehrere von noch geringerem Werthe.Die Grenze zwischen beiden Klassen ist jedoch wenig-stens in sofern schwer zu ziehen, als oft schöne Steineder zweiten Klasse viel mehr Werth haben, als andereder ersten Klasse und eben deshalb ist es auch nichtmöglich, eine Reihenfolge der Edelsteine auszustellen.Eine andere Eintheilung ist in h ar te, welche härtersind als Quarz (Diamant, Korund, Chrysoberill,Spinell, Topas, Smaragd, Hyacinth, Hessonit,Granat, Dichroit, Turmalin), halbbartc, welchehärter als Flnßspath sind (Quarz, Chalcedon, Kar-neol, Achat, Topas, Opal, Onyx, Besuvian, Chry-solith, Disthen, Feldspats), Diallag, Hypersthen,Lasurstein, Obsidian, Türkis rc.), und weiche, dienoch weniger Härte haben als die vorigen sFluß-spatb, Bildstein, Faserkalk, Fascrgips, Malachit,Gaga! rc.). Die Härte der Edelsteine prust manentweder nach dem Schleifmittel, welches man an-wenden muß, um sie zu schleisen, oder indem mansie mit einem härteren Steine zu ritzen sucht, oderauch nur mit einer guten englischen Feile. Bondieser wird der Diamant, Korund, Saphir und Ru-bin gar nicht, die übrigen eigentlichen Edelsteine nursehr wenig, die Halbedelsteine leichter angegriffen.Die Prüfung der Härte dient auch in viele» Fällendazu, die ächten Edelsteine von den nachgeahmtenzu unterscheiden, wozu man jedoch auch die Unter-suchung des spezififcheu Gewichts anwendet. Zu demEnde wägt man den Stein vermittelst einer seinenWage in freier Luft, taucht ihn dann, an einemFaden an der Wage hängend, völlig in Regenwasserunter und untersucht, wieviel er jetzt weniger wiegtals vorher; mit diesem Unterschiede dividin man indas zuerst gefundene absolute Gewicht und der Quo-