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Erster Band.
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Eiderduncn

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Eingemachte Sachen

wisse Personen, die öffentlichen Glauben genießensollen, vor Antritt ihres Amtes beeidigt, wie dieMäkler, (Art. 66 des H. Gs. B.l; andere können ge-zwungen werden, im öffentlichen Interesse mit ihremEide die Wahrheit ihrer Aussage zu bekräftigen, wieSchiffer und Schiffsbesatzung bei Verklarung desSchiffes, Art. 490, 493, 535 des H. Gs. B.

Eiderdunen, s. Federn.

Eier von Hühnern, welche in Deutschland nurGegenstand des Markthandels sind, bilden besondersin Frankreich und den Niederlanden einen bedeuten-den Ausfuhrartikel nach England, wohin sie in ganzenSchiffsladungen gehen, und es gibt daher namentlichin Paris große Eierhandlungen. In Englandwerden jährlich 105 —115 Millionen Stück ein-geführt. — Das frische Eiweis wird zuweilen zumKlären des Weines und der Liköre, und zudem nämlichen Zwecke in Zucker- und Salzsiede-reien benutzt; von den Buchbindern wird eswm Glänzen der ledernen Rücken gebundenerBücher gebraucht, und mit Kalk gibt es einen sehrguten Kitt. Aus dem Dotter wird Eieröl (s. d.)bereitet. Getrocknetes Eidotter und Eiweis, welchessich in diesem Zustande lange genießbar erhält, kannbequem aus weiten Land- und Seereisen mitgenvm-nreu werden; das erstere ist eine harte Substanz vondunkelgelber Farbe, das letztere besteht aus gmnmi-urtigen, gelblichen, glänzenden und spröden Körnern.Die hauptsächlich aus Kalk bestehenden Schalen derHühnereier werden zuweilen wie Krebsaugen undals weiße Farbe in der Fresco- und Pastellmalereibenutzt. Die Schalen der Strauß - und Kasuareier,die auch zuweilen nach Europa kommen, dienen, dasie sehr hart sind, im Vaterlandc dieser Vogel alsTrinkgeschirre.

Eiergräupchen, s. Graupen.

Eieröl wird aus dem Dotter hart gekochter Hüh-nereier durch Auspressen wie ein Pflanzenöl gewon-nen und als erweichendes und linderndes Mitteläußerlich angewendet. Es ist hochgelb, gerinnt leicht>n der Kälte und wird sehr bald ranzig.

Eierschwamm oder gelber Pfifferling,Oantlrarallns oibarrns, ein eßbarer und wohl-schmeckender Pilz von dottergelber Farbe, meist inder Mitte vertieftem Hut und dicken Falten auf derunteren Seite, findet sich häufig in Nadelwäldernund wird frisch und getrocknet verkauft.

Eigener Wechsel, s. Wechsel.

Eigenhandel, s. Proprehandel.

Eilenburg, in der preußischen Provinz Sachsen,an der Mulde, mit 10,000 Einw., bedeutenden Fa-briken von Kattun, Piqué-, Hut- und Filzwaaren,Maschiuen, Tabak und Cigarren, Chemikalien, Porte-seuilles, Papier und Pappen, Kalkziegel, Malzbon-bons und Confecturen, Eisengießerei, Baumwoll-Idinnerei, 2 Buchdruckereien, 4 Brauereien, 4 Zie-geleien und 3 Mühle» in großem Betriebe.

, R e ch n u n g , 31! ü n z e n , M a ß e und G e w i ch t e,l Preußen.

Eimer, ein IN den meisten deutschen Ländern ge-bräuchliches Flüssigkeitsmaß von verschiedener Größe,d>e^man in den betreffenden Artikeln angegeben

. Eimerl heißt in Ungarn eine Fläche Weinland,bereu Größe sich nach der Güte und Ergibigkeit desBodens richtet und zwischen 400 und 800 Quadrat-lastern schwankt. Am kleinsten ist es gewöhnlich inber Nähe der Ltädte, wo der beste Boden ist.

Einbeere oder Wolfsbeere, die Frucht einer

e. Fort'« Univ-'Sexlcon.

l in einem großen Theile von Europa in schattigen[ Wäldern wachsenden Giftpflanze, Paris quadrifo'lia,Pariskraut, Sänkraut, Sternkraut oderAugenkraut genannt. Sie hat 4, selten 3 oder5 glatte, eirunde Blätter, welche an der Spitze desStengels stehen und aus deren Mitte im April oderMai eine grünliche Blume und dann eine schwarzeBeere kommt. Diese erregt, wie alle übrigen Theileder Pflanze, Magenschmerzen, Erbrechen und heftigesPurgiren, und die Beeren wurden daher früher unterdem Namen Ilaoeao Paridis als Brechmittel, dieBlätter gegen Manie, Keuchhusten und Kränipfe ge-braucht. Als chemisches Produkt wird aus ihr dasParidin gewonnen, bittere, glänzende Krystall-blättchen, welche durch Schwefel- und Phosphorsänreeine rothe Färbung geben.

. Einbindehäute nennt man im Lederhandel theilsdünne Schaffelle, welche die Buchbinder zum Ein-binden der Bücher gebrauchen, theils schlechte Häute,die bei der Packung besser als Umschlag dienen.

Einer für Alke und Alle für Einen, s. soli-darisch.

Einfuhr, I m p o r t oder I m p o r t a t i o n begreiftdiejenigen Gegenstände des größeren Handels in sich,welche aus anderen Ländern in ein Land gebrachtwerden, entweder um unmittelbar verbraucht, oderum erst verarbeitet und dann verbraucht oder wiederausgeführt zu werden. Der Staat erhebt gewöhnlichZölle davon, welche meist einen der wichtigsten Theileseiner Einnahmen ausmachen; demohngeachtct abersind sie, als eine indirecte Steuer, für die Bewohnerin der Regel nur wenig drückend, da sie beim einzel-nen Einkauf der zu verbrauchenden Waaren mit be-zahlt werden, fast ohne daß der Zahlende es bemerkt.Unentbehrliche Erzeugnisse und rohe Nahrungsstoffe,welche das Land nicht selbst in hinreichender Mengefür den Bedarf seiner Bewohner hervorbringt, sindoft zollfrei oder bezahlen nur einen geringen Einfuhr-zoll; ebenso auch die Rohstoffe und Halbfabrikate,welche die inländischen Fabriken und Manufakturenzur Verarbeitung brauchen. Dagegen unterliegenLuxusartikel, Delikatessen und Fabrikerzeugnisse ge-wöhnlich einem bedeutend Höheren Zoll, welcher dieEinfuhr der letzteren oft unmöglich macht. Dies ge-schieht zur Begünstigung der inländischen Fabriken,ist aber, wenn damit eine gewisse Grenze überschrittenwird, nachtheilig, indem es die oft heilsame Concur-renz ausschließt und die Vervollkommnung der in-ländischen Industrie hemmt, überdies aber, wenn dieErzeugnisse der inländischen Fabriken bedeutend ge-ringer sind als die des Auslandes, denConsumentenveranlaßt, sie von letzterem theuer einzukaufen unddas Geld dafür außer Landes zu schicken. EinzelneArtikel sind in den meisten Staaten gänzlich einzu-führen verboten, namentlich Kochsalz, Spielkarten,Kalender und Tabak in den Ländern, in denen dieFabrikation des letzteren ein Regal ist; ferner zusam-mengesetzte Medikamente und Arcana, und zuweileneinzelne Fabrikerzengnisse. — Die eingeführten Ar-tikel im Allgemeinen nennt man auch Importen(S. auch Ausfuhr und Zoll.)

Eingangszoll, Consumozoll, Consum-tionszoll, s. Zoll.

Eingelegte Arbeit, s. M arqueterie.

Eingemachte Sachen sind besonders saftige und.fleischige Früchte, Beeren und einige Wurzeln, welchetheils um sie besser aufzubewahren, theils um ihrenWohlgeschmack zu erhöhen, meist in dicke Zuckerauf-lösuug, zuweilen auch in Honig, Essig, Branntwein,

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