Einhorn
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Ejsrn
Salzivasser ic. eingelegt ftitb. Sie werden gewöhn-lich von den Londitorcn bereitet und man verwen-det dazu Kirschen, Pflaumen, Pfirsichen, Aprikosen,Birnen, Quitten, Stachel- und Johannisbeeren :c.,ferner Kalmus- und Lichorienwurzel. In Essigwerden besonders junge und unreife Gemüse einge-legt und unter dem Namen Llixeä piekles ((. d.)versandt. In Zucker eingemachte Früchte kommenvon Avignon, Tours und Verdun in Frankreich,von Genua, Neapel rc. in Italien; aus Ostindienkommt eingemachterJngber, Muskatnüsse u. Ananas.
Einhorn oder Narwallzahn heißt das elfen-beinähnliche gerade Horn, welches aus dem Ober-kiefer des in den nördlichsten Meeren lebenden, indie Klasse der Wallfische gehörenden Seeeinhornsoder Narwalls, Nouoäou monoooros, hervor-wächst und dem Thiere als Waffe dient. In derJugend hat dasselbe zwei solcher Hörner, von denenes aber gewöhnlich das eine durch Zufall oder Ge-walt verliert, daher die ausgewachsenen in der Regelnur eins haben. Es ist 8—>0, zuweilen aber bis20 Fuß lang, an der Basis dicker als an der spitzeund an der Oberfläche meist spiralförmig gewunden,selten glatt. Es kommt besonders aus Norwegenund Grönland und wird wie das Etsenbein zuDrechslerarbeiten, sowie zu Spazierstöcken u. künst-lichen Zähnen verarbeitet. — In Afrika soll es üb-rigens wirklich viersüßige Thiere von der Gestalt undÄröße eines Esels geben, welche ein langes, gerades,spiralförmig gewundenes Horn an der Stirn habenund die man bisher für sabelhast hielt; die Nach-richten darüber beruhen aber nur auf den Aussagender eingeborenen Wilden, denn bis jetzt ist diesesThier noch von keinem Europäer gesehen worden.
Einhornbkech wird auf manchen Blechhämmerndie beste Blechsorte genannt.
Einkaufsbuch, Facturenbuch, Empfangs-oder Eingangsbuch, s. Buchhaltung.
Einkaufsrechnung, j. Rechnung.
Einkommen sagt man hin und wieder, besondersin Hamburg , für Bankerott machen, seine Insol-venz bei Gericht anzeigen.
Einkronengarn, s. Braunschweiger Garn.
Einlösen, einen Wechsel rc. heißt ihn bezahlen.
Einreefen wird von den Seeleuten das Einziehenund Zusammenfassen der Segel geheißen.
Einsatzgewichte sind messingene, in einanderpassende Gewichte, von denen das größte, welchesmit einem Scharnierdeckel versehen ist , die andereneinschließt. Jedes folgende kleinere ist immer dieHälfte des größeren, die beiden kleinsten aber sindvon gleicher Schwere, und so bildet das Ganze einhalbes Psund oder 1 Mark, ein oder mehrere Pfunde.Sie werden besonders in Nürnberg und Jserlohuverfertigt.
Einschlägige Leinwand nennt man solche Lein-wand , bei welcher jeder Faden nach dem Einschließennur einmal mit der Lade angeschlagen worden ist u.die mithin weniger dicht ist, als die zweischlägige.
Einschlag, !• Schwcfeltuch.
Einschwärzung, s Contrebande.
Einstreupulver, s. Ba rl a ppsa m e u.
Einthun sagt man im Großhandel zuweilen fürkaufen. . ^ _
Ejos, auch Gumettie oder Gummutie ge-nannt, ist der Bast einer aus Sumatra wachsendenPflanze gleiches Namens, aus welchem daselbst sehrgutes Tauwerk verfertigt wird, das ohne gethcert zuwerden, der Fäulniß widersteht. Es hat Aehnlich-
keit mit schwarzem Pferdehaar und besteht ursprüng-lich aus verworrenen, mit holzige» Zweigen ver-mischten Büscheln; in den Handel kommt es jedochin Fäden, die auf Knäuel gewickelt sind. S. auchG o m o t u.
Eis ist in neuerer Zeit ein nicht unbedeutenderHandelsartikel aus nördlichen nach südlichen undwarnten Ländern geworden. Besonders gehen vonNordamerika und namentlich von Boston und Neu-fuudlatid aus ganze Schiffsladungen davon nachWestindien, Südamerika und selbst nach Ostindien;es wird daselbst in Platten ausgesägt und in die mitStroh, Sägespänen und dgl. ausgefütterten Schiffegepackt, in denen unterwegs nur wenig durch Schmel-zen verloren geht. Indessen soll der Handel damitan sich doch nicht besonders lukrativ sein und es wer-den daher meist nur Schiffe dazu benutzt, welcheaußerdem mit Ballast abgehen müßten und die aufRückfracht rechnen. Auch aus Norwegen wird jetztEis nach England gesandt (jährlich etwa 16,000Tonnen), desgleichen aus Hamburg, Wismar rc.In der Londoner Industrieausstellung von 1862 er-regte eine Maschine von Siebe und Harrison dasgrößte Aufsehen. Sie lieferte durch Damps getrieben,in kürzester Zeit große Blöcke von Eis, und zwarCentner- und Tonnenweise und billiger als es durchAufbewahrung in Eiskellern herzustellen ist. DieMaschine verwandelt das Wasser in jedem Klima zuEis. Das Princip, wodurch sie das Eis schafft, istdas der Wärmeentziehung, der Stoff, den sie haupt-sächlich bedars, concentrirtes Salzwasser. Der Nutzendieser Maschine sür tropische Gegenden, für Kranken-häuser rc. ist nicht zu berechnen.
Eisalabaster wird ein weißer, durchscheinenderAlabaster genannt, der hin und wieder ein eisähn-liches Ansehen hat.
Eisen, Perrum, das bekannte, vielfach benutzteund sür das ganze Menschengeschlecht, wie besonderssür die Industrie der civilisirten Nationen zum un-entbehrlichen Bedürfniß gewordene Nietall, findetsich aus der Erde in eben so großer Menge als es ge-braucht wird; aber diejenigen Länder, die es amreichlichsten, besten und wohlfeilsten produziren, be-sitzen darin einen Schatz, der ihnen ein entschiedenesUebergewicht über andere gibt. In Europa findetes sich fast in allen Ländern, in größter Quantitätin England; in bester Qualität, wenn auch in vielgeringerer Menge, in Schweden. Sein spezifischesGewicht beträgt 7,^. In der Natur kommt es nir-gends gediegen, sondern nur vererzt, entweder mitSchwefel verbunden, oder als Oxyd mit verschiede-nen Erdarteu, besonders Thonerde, vermischt vor;ferner in den Meteorsteinen und aufgelöst in meh-reren Mineralwässern. Ueberhaupt aber gibt eswenige Körper in der Natur, sowohl organische alsunorganische, die nicht wenigstens eine Spur vonEisen enthalten und es ist sehr häufig die Ursache dergelben, rothen und braunen Farbe der Körper. Oftfindet es sich in großen, bergähnlichen Lagern undin ausgedehnten Erzgängeu, eben so häufig in klei-neren Quantitäten und eingesprengt, übrigens so-wohl in jüngeren, als in älteren Gebirgsformationen.Indessen liefern die Erze der llrgebirge meist dasbeste Eisen, welchem das aus jüngeren Formationennachsteht. Die wichtigsten Eisenerze, aus denenwirklich Eisen gewonnen wird, sind folgende: »)Magneteisenstein, ein Eisenoxydul, das als ein
eiscnschwarzes, zuweilen stahlfarbig angelaufenes,mctallglänzendes, sprödes Mineral erscheint, welches