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Erster Band.
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Eisrnach

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Eiscnbahnrn

etwa 300,000 (Str., Kurhessen 70,000 (Str., Großher-Zogthum Hessen gegen 200,000 <Str., Nassau 280,000,Braunschweig 140,000(Str., Hannover über 200,000Etr., die kleineren deutschen Staaten znsanimen ca.130,000 Clr. — Altes abgenutztes und zerbrochenesSchmiedeeisen ist unter dem Namen Alt Eisenoder Brucheisen ein Handelsartikel, indem es vonden Eisenwerken gelaust wird und ei» sehr gutesEisen liesert, welches R am aß eisen genannt wird.Der Hammerschlag, GlühspanodcrSchmie-d e z u n d e r, ein Eisenoxydul, das sich ans der Ober-fläche des glühenden Eisens an der Luft bildet undbeim Schmieden desselben abblättert, enthält 25 bis35% Eisen und wird in kleinen Quantitäten alsZusatz beim Eisensrischen benutzt, findet auch zuschwarzer Farbe, zum Färben des Glases und desschwarzen Thongeschirrs, als Polirpnlver K. Anwen-dung. Eisenseilspähne, Feilspäbne oderEisenseile, die beim Feilen des Schmiedeeisensabfallen, oft auch noch gepulvert werde», werden zurFärberei, zu Eisenkittcn, zu schwarzer Töpferglasur,Zur Photographie und dgl., sowie auch in der Medi-en gebraucht. Zu diesem Zwecke werden sie durchMaschinen auf das Feinste pulverisirt, durch Haar-siebc gesiebt und dürfen nicht oxydirt sein. Es wirddaraus ein Eisen-Extract bereitet, durch Dige-stion mit Weinessig, von süßlich adstringirendemGeschmack, schwarzbrauner Farbe und zweiter Con-Ustenz. Sie werden daher unter dem Namen Linm-tura fern alcoholisata in den Drogueriehandlungenund Apotheken geführt; sie müssen zu diesem Zweckestaubfein, grauglänzend und trocken bereitet sein.Bohr- und Drehspäne und andere Abgänge vonGußeisen werden wieder eingeschmolzen, auch zumLothen von Eisen benutzt. — Das Eisen geht mitdem Sauerstoff als Eisenhypoxyd, Eisenoxydul,Eisenoxyd und Eiscniäure Verbindungen ein; dieseSalze werde» in den folgenden Artikeln besprochen.Es verbindet sich eben so mit Brom, Chlor, Jod,Phosphor, Schwesel, Selen, Kali, Cyan, Kohlen-stoff, Fluor, Bor. Schwierig ist ost das Amalga-wiren mit andern Metallen wie: Aluminium, Blei,«alium, Wismuth, Molybdän, Titan, Tantal,Zinn, Zi»k, Kupfer, Nickel, Kobalt, Silber, Gold,Quecksilber, Rhodium, Platin, Uran, Palladium rc.,welche Amalgame meist ein Eisen geben, dasweißer und härter als das reine Eisen ist und zudiele,, technischen Zwecken dient. Namentlich ist eineSilbcrlegirung von ‘/wo Silber zu seinem Stahlstenvmmen, um daraus Instrumente und schneidendeWerkzeuge zu bereiten. Das Eisen ist sicher für die"Ultnr der Menschheit das wichtigste aller Metalle,Und diejenigen Böller, die es nicht besitzen, gehöre»iu den ärmsten. Für Fabrikation, Industrie, Land-düu, für Schiffsahrt, Krieg und Frieden liesert dasEisen die nothwendigste», unentbehrlichsten Geräthe,Maschinen u. s. w., und alles, was der Äunstfleißhervorgebracht hat, verdanken wir diesem Metalle.

.Eisrnach, Hauptort des zu Sachsen-Weimar ze-itigen Fürstenlhums Eisenach, an der Nesie undvorie und an der Eisenbahn von Leipzig nach Kassel(Thüringer Bahn), mit einer weiteren Bahn vonwer nach Cobtlrg (Werrabahn), 5 Vorstädten undt.1,500 Einw., hat ein Schloß, zwei Gymnasien,^ue Zeichnen - und Gewerbsschule, eine Forst-Lehr-anstalt k., Färbereien, Woll- und Baumwollspinne-wie», 2 Farbenfabriken, verfertigt wollene, halb-wollene und baumwollene Waaren, Fusiteppiche,"der, Siegellack und treibt Handel damit, sowie mit

Sämereien. Jahrmärkte werden 5 abgehalten. —Eine halbe Stunde von der Stadt ist die berühmteWartburg, in welcher Luther im Jahre 1521 dieBibel übersetzte.

Rechnung. Münzen, Maße und Gewicht,s. Weimar.

Eisenalaun, s. Eisenoxydkali, schwefel-saures.

Eisen, äpselsaures, Ecrrum pomatum, wird inder Medizin verwendet. Es sind davon 2 verschie-dene Präparate vorhanden; ein Extract und eineTinctur. Ersteres wird bereitet durch Digestionvon metallischem Eisen mit Apselsaft und Abdampfe».Es bildet eine schwarzgrlluliche oder bräunliche Massevon öfters krystallinischem Gesüge, die an der Lustzerfließt und im Wasser sich leicht in eine schwarzeFlüssigkeit von angenehmeni süß-herblichen Geschmackauflöst. Es besteht au« Eisenoxydulvxyd, Pektin,Zucker und Extractivstoffen. Die Tinctur ist eineAuflösung von dem Extract in wcinigem Zimmt-wasser. Statt der Aepfel werden auch Quitten ge-nommen und mit deren Säst obiges Präparat be-reitet ; es entsteht dann das eisenhaltige Quittenextract,Extractum ferri cydoniatum , das seltener in derMedizin, als die vorige» gebraucht wird.

Eisenäther, s. Bestuscheffs Nerven-liuctur.

Eisenbahnen sind künstliche Fahrstraße», welcheibrer ganzen Länge »ach mit zwei parallelen Eisen-schienen aus hölzerne» Unterlagen belegt sind, aufdenen die Radkränze der Wagen mit viel geringererReibung als aus gewöhnlichen Straßen laufen, da-her große Lasten mit ungleich weniger Kraftaufwandund mit großer Geschwindigkeit auf denselben trans-portirt werden können. Da die Reibung aus einerguten Straße 7—10 mal so stark als aus einer hori-zontalen Eisenbahn ist, so kann aus der letzteren auchmit der nämlichen Kraft eine eben so vielmal größereLast fortbewegt werden. Dagegen ist aber auf einerEisenbahn jede Steigung nachtheiliger, als auf einergewöhnlichen Straße, aus welcher die Last durckPferde oder auf ähnliche Weise fortgezogen wird.denn letztere greisen mit ihren Hufen in den Bodenein, während die aus den Eisenbahnen wirkende Zug-maschine (die Lokomotive) sich nur in Folge der Rei-bung und Adhäsion ihrer Räder an den Schienenfortbewegt und die Last mit sich fortzieht. Bei derAnlage einer Eisenbahn muß daher zuerst dafür ge-sorgt werden, daß die Ebene derselben nur wenig vonder horizontalen abweicht und die Unebenheiten desTerrains müssen durch Ansschüttungen, Abgrabun-gen, Wegsprengen und Durchbohren von Felsen(Tunnel) ausgeglichen werden. Anfangs nahm mannur eine Steigung von V 35 « als Maximnm an, d. h.die Bahn durste auf eine Länge von 350 Fuß nurum 1 Fuß steigen; später stieg man nach und nachbis auf ‘/soo bis Vioa, jetzt aber überwindet manSteigungen von Vso und darüber. Dies ist abernur durch sehr große und schwere Lokomotiven zuerreichen, deren Adhäsion größer ist als die der kleinenund leichteren, denn bei Anwendung der letzterenwürden die Räder auf den Schienen gleiten und dieMaschine daher nicht vorwärts gehen, Noch größereSteigungen können nicht anders überwunden werden,als durch eine auf der Höhe befindliche feststehendeDampfmaschine, welche die Wagen an einem Seileempor zieht, oder durch die selbstwirkende schiefe Ebeneaus welcher ein hinabgehender Wagenzug einenandren herauszieht. Mau sucht übrigens die Stei-