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Erster Band.
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Eiscilbromid

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Eiscuhut

einer Eisenvitriollösung so lange Kalkmilch zugesetztwird, als noch ein Niederschlag entsteht. Dieser wirdgewaschen und getrocknet und gibt dann die brauneFarbe. —

Eisen, bromsaures, Fcrrum bromatum oxy-datum, Eijenbromid, Bromeisen, gebildet,indem Bromdämpfe über glühendes Eisen geleitetwerden, dunkelrothe Krystalle, löslich in Wasser,Weingeist und Aether, und in der Medizin verwen-det. E i s e N b r o m ü r, Ferrum bromatum oxydu-latum, entsteht durch Einwirkung von Brom aufüberschüssiges Eisen im Wasser. Die grüne Lösungwird abgedampft, und man erhält ein grünes Pulver,welches begierig die Feuchtigkeit aus der Lust ein-sangt, sich bald bräunt und süß-salzig schmeckt. Eswird gleichsalls in der Medizin verwendet.

Eisenchlvrid, s. Chloreisen.

Eisenchkorür, f. Chloreiscn und Eisenoxy-dul, salzsaures.

Eiscncyankalium, s. Blutlaugensalz.

Eisencyanzink, s. Zinkoxyd, eisenblau-saures.

Eisendraht, s. Draht.

Eisen, essigsaures, s. Eisentinktur, essig-saure.

Eisenextract, s. Eisen.

Eiscnfeike, s. Eisen.

Eisenfluor ist entweder Eisen fl n orür, weiße,wasserhaltige Krystalle, die an der Luft gelb werden,oder Eis ensluorid, blaß - rosarothe Krystalle.Beide gehen noch mehrfache Verbindungen ein.

Eisenguß nennt man gewöhntich die verschiede-nen aus Eisen gegossenen gröberen und feinerenGegenstände. Von den ersteren unterscheidet man:flach gegossene oder Heerdguß, wozu alleArten Platten zu Oesen, Heerden, Treppen rc., theilsmit, theils ohne erhabene Verzierungen gehören;Hohlguß, Töpfe, Pfannen , Mörser, Kessel rc.;Masjivguß, Säulen, Gewichte, Schwellen, ver-schiedene große Maschinentheile rc., und durchbro-chene Gußwaaren, wie Gitter aller Art, Roste,Treppen, Gartenmöbeln, Räder rc. Man verfertigtdiese Artikel in Deutschland auf den Eisengießereienauf dem Harz, in Böhmen, Steiermark, Ober-schle-sien , Sachsen rc. Ausgezeichnete gußeiserne Oefenliefert die Karlshiitte bei Delligsen im HerzogthumBraunschweig; vortrefflichen dünnen Guß. nament-lich emaillirte Kochgeschirre die gräfl. EinsiedelschenEisenhüttenwerke zu Gröditz und Lauchhammer;bronzirte Gartenmöbeln das Eisenwerk Bernsdorfbei Köuigsbrück rc. — Feinere Eisengußwaarcn sindmehrere kleine, zum häuslichen Gebrauch und zurZierde dienende Gegenstände, wie Leuchter, Uhrge-stelle, Schreibzeuge, Briefbeschwerer, kleine Figuren,Büsten, Nippsachen, Ringe, Busennadeln, Armbän-der und viele andere, von denen die zuletzt genann-ten und ähnliche auch unter dem Namen Eifenbi-jouterie begriffen werden. Die Fabrikation dieserGegenstände kam zuerst während der napoleonischenZeit in Berlin auf, gewann nach wiederhergestelltemFrieden mehr Ausdehnung und wurde auch inFrankreich und anderen Ländern nachgeahmt. DerHauptfabrikationsort derselben ist noch immer Ber-lin ; außerdem aber werden sie auch an mehrerenanderen Orten, in Oesterreich, Schlesien, auf demHarz rc. verfertigt. Sie sind gewöhniich mit einemschwarzen Lackfirniß überzogen, durch welchen dasRosten verhindert wird.

Eisenhardt, s. Eisenkraut.

Eisenhokz nennt man mehrere sehr feste, schwereund dauerhafte Holzgattungeu, namentlich von demin Nordamerika wachsenden. Lyderoxylon dccan-1 drum, von S. tomentosum in Ostindien, von Intsiaamboinensiä ebenfalls in Ostindien, von Notrosi-! deros vera auf den Molukken, das so fest ist, daß dieChinesenAnkerdaraus versertigen; vonLlooua torroaauf Ceylon und Java rc. Aechtes Eisenholzl nennt mau eine aus Südamerika kommende Art von; gelbrother Farbe; dies ist so hart, daß es bei jedem> Axthiebe Funken gebe» soll. Eine in Brasililen' wachsende Palmeuart gibt ein schwarzes Eisenholz sein gelbes kommt von Xantboxylon pterota auf; den Antillen, welches so hart ist, daß beim Bchauenj die Aexte ausspringen. Eine Art Hainbuche in^ Nordamerika, Ostrya virginica, gibt ebenfalls einsehr festes und zähes Holz, das unter dem NamenEisenholz vorkommt, und außerdem gibt es inOst- und Westindien, in China, Australien rc. nochmehrere Hölzer, denen man diesen Namen beilegt,der also gar keiner besonderen Art ausschließlich zu-kommt. — Eiseuholz, ceylanisches, s. Na-gasholz.

Eisenhut oder Sturmhut, Aconitum, eine auszahlreichen Arten (Reichenbach führt deren 80 an),die sämmtlich mehr oder weniger giftig sind, bestehendePflanzengattung, welche meist in bergigen Gegendender gemäßigten Zone wächst. Die Blumenkrone istunregelmäßig fünfblättrig, das oberste Blatt helm-förmig, mehrere Nectarien theils schuppen-, theilskappeusörmig. Die Blatter sind dunkelgrün, ge-spalten, mit liniensörmigen Lappen, ö theilig undmit einer Mittelfurche auf der obern Fläche. Einige'Arten werden wegen ihrer schönen Blumen in unsernGärten gezogen und auch zur Medizin, besonders inder Homöopathie benutzt; doch ist für den letzterenZweck nicht überall die nämliche Pflanze bestimmt.' Am häufigsten und auch nach der preußischen Phar«makopöe wird Aconitum Störkeanum angewendet,welches auch meist in den Gärten kultivirt wird;außerdem ist. besonders A. Napellus im Gebrauchund die Wirkung beider Pflanzen ist auch wohl ziem-lich die nämliche. Das erstere wächst in Bergwäl-dern der Schweiz, Baiern«, Oesterreichs, Böhmensund Schlesiens; das letztere auf den SchneegebirgenSteiermarks und der Schweiz, um die Sennhüttenund Biehställe, oft 2000 Fuß über dem Meere.Von beiden zieht man das wild gewachsene dem kul-tivirten vor. Man braucht besonders das Kraut,seltener die braunschwarze Wurzel, Ilerba und RadixAconiti; das erstere hat einen widrigen Geruch,brennend scharfen Geschmack und muß in gut ver-schlossenen Gefäßen aufbewahrt werden. Das dieWirksamkeit der Pflanze hauptsächlich bedingendeAlkaloid, welches Aconiti» genannt wird, ist ent-weder in weißen Körnchen krystallisirt, oder erscheintals eine farblose, harzartige Masse ohne Geruch undvon bitterem, dann anhaltend scharfem und kratzen-dem Geschmack; es löst sich im Wasser schwer, leichtin Weingeist und Aether auf. Man gewinnt es ausdem frischen Kraute und dem Samen und verwendetes ebenfalls in der Medizin; es ist aber ein hestiges,narkotisches noch sehr theures Gist, wovon die Unze40 Fsi kostet. — Die Aconitsäure, Acidum equi-seticum, gleichfalls aus der Pflanze gewonnen, kry-stallisirt in farblosen Warzen, von angenehm sauremGeschmack. Außerdem enthält die Pflanze noch fetteOele, Mamut und verschiedene Salze. Auch der