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Erster Band.
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Eisen k.

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Eisenoxyd

weingeistige, grüne Extract wird hin und wieder inden Apotheken geführt.

Eisen, hydrojodsaures, s. Jodeisen.

Eisenkies, s. Schwefelkies.

Eisen, kohlensaures oder braunes Eisen-oxyd, Ferrum carbonicum, Ferrum oxy-datum fuscum, früher Eisensafran, Cro-°u s martialis genannt, eilt seines Pulver, dasganz frisch bereitet grünlich grau, aber meist roth--braun von Farbe ist und mit Säuren stark aufbraust.Man bereitet es, indem man eine Auflösung vonEisenvitriol mit kohlensaurem Natron fällt und wennes ganz rein sein soll, den Niederschlag sorgsältig mitheißem Wasser auswäscht. Es ist geruchlos, hateinen schwach eisenhaften Geschmack und muß in gutderschlossenen Gefäßen aufbewahrt werden.

Eisenkraut, Eisenhardt oder Stahlkraut,tsorba Verbenae, die Blätter von Vcrbena ofli-wnalis, einer an Wegen, wüsten Plätzen, Teichen undGräben häufig wachsenden Pflanze. Es ist fast gc-geruchlos und hat einen bitterlich zusammenziehendenGeschmack. Man sammelt die ganze Pflanze undbraucht sie zuweilen als erweichendes Hausmittel;früher stand sie als Zaubermittel in großemAnsehen.

Eisenkuaeln, s. Stahlkugeln.

Cisenlack, eine Masse, um größere Eisenguß-arbeiten vor dem Rosten zu bewahren, wird bereitet,indem man 4 Psd. Kienöl erwärmt und währendbeständigen Rührens */ 2 Psd. Colophonium und

Psd. Asphalt (beides zerstoßen) darin löst. DasEisen wird damit angestrichen und sowohl dadurchgeschwärzt, als vor Rost bewahrt.

Eisenmennig, Eisenminium, eine seit ca.10 Jahren im Handel vorkommende Compositiou,welche als Malerfarbe bei Hol;, Eisen, Zink undandern Metallen sehr Vortheilhaft angewendet wird.Er ersetzt den Blcimennig, indem er besser deckt,dauerhafter ist und die unter ihm liegenden Metallenicht angreift, wie das bei Bleimennig öfter der FallEr enthält keine Säuren, namentlich keineSchwefelsäure, und besteht aus 75"/„ reinem Eisen-vpyd und 25"/„ Tbousilicaten. Es ist ein sehr feinzertheiltes, nicht körniges, unfühlbares Pulver vondunkler rothbrauner Farbe, der man jedoch durch'Beimischung von andern Farben, wie schwarz, gelb,grün rc. einen andern Ton geben kann. Um denGtsenmcnnig als Malerfarbe zu benutzen, mischek"an 1 Kilogr. davon mit 1, 25 Kilogr. gekochten oderungekochten Leinöls und setze noch 50 Gramm Sicca-"d (trocknende Substanz) jedoch keinen Terpentin zu,und bei Schissen, die im Mcerwasser fahren, auchkeine Bleiglätte. Der Eiscnmennig wird besondersU-M Anstrich bei Eisen, in Zuckersiedereien, beiKampfwagen und Schiffen, Dampskesseln, Tendern,esiernen Schiffen außerhalb und innerhalb, beieyernen Brücken, Geländern, Znckersormen (stattdes giftigen Bleiweißes oder Bleimennings), DosenUnd Behältern für Lebensmittel, Blechwaaren rc.verwendet. Das Eisen wird durch den Anstrich gegenme Einflüsse der Lust rmd Witterung und des Meer-Maffers geschützt; dem alten und neuen Holze ver-acht er Dauerhaftigkeit und Härte. Man nimmt zuT^elanstrich des Eisens eine Mischung von 100 Thei-len Eiscnmennig, 186 Theilen ungekochten LeinölsUnd 5 Theilen Siccativ; zum Anstrich von Eisen undandern Metallen 100 Theile Eisenmennig, I25Thle.Ungelösten Leinöls und 5 Theile Siccativ. Der Preis>ur den Eisenmennig bei Anstrichen ist ca. 1 / i dessen,

was Bleimennig kostet. Mit Bleiglätte und y 3 Blei-weiß gemischt, bildet der Eisenmening auch einen vor-trefflichen Cement zum Verkitten von Fugen. DiesMaterial wird in Auderghem bei Brüssel von vor-züglicher Güte fabricirt und hat auf der LondonerAusstellung 1862 ehrenvolle Erwähnung gesunden,auch ist es von Payen empfohlen. Niederlagen da-von findet man an vielen Orten Deutschlands, inder Schweiz, Rußland rc.

Eisenmohr oder schwarzes Eisenoxydul,

Aethiops martialis, Ferrum o x y d u 1 a-tumnigrum, Ferrum oxydo oxy dulatum, oxy-dum ferroso ferricum , Eisenoxyduloxyd, einsehr feines, sammtschwarzes, geruch- und geschmack-loses Pulver, das bereitet wird, indem man braunesEisenoxyd mit einem fetten Oele befeuchtet und dannin einem verschlossenen Gefäße glüht. Es löst sichin Salzsäure auf und muß vor Feuchtigkeit bewahrtwerden, weil es sonst eine röthliche Farbe annimmt.Aus nassem Wege wird es bereitet, indem schwe-felsaures Eisenoxyduloxyd mit Ammoniak gefälltwird. Dies Präparat ist vorzuzieben, weil es reinerist. Es wird als Arznei gebraucht.

Eisennieren, s. Adlersteine.

Eisenöl, s. Chlor eisen.Eisenoxyd-Ammoniak, wein sa ur es, Ferrum

ammoniaco-tartaricum , entsteht durch Vermischungvon einer Lösung weinsaurem Eisen, mit Aetz-Ammoniak und Abdampfen. Es bildet dunkelrothe,glänzende Stücke.

Eisenoxyd, baldrian saures, Ferrurnyaleria-iiieum, Valerianas ferri, entsteht durch Vermischungvon Lösungen des krystallisirtcn Eisenchlorids islibdes baldriansauren Natrons. Der Niederschlag,gewaschen und getrocknet, ist ein duukelziegelrothesamorphes Pulver von schwachem Geruch und Ge-schmack nach Baldriansäure, löslich in Salzsäure.Es wird statt seiner oft nur ein Gemisch von koh-lensaurem oder andern Eisen, mit Baldrianöl ange-netzt, in den Handel gebracht.

Eisenoxyd, braunes, s. Eisen, kohlen-saures.

Eisenoxyd , ci t r o n e N s a U r e s, Ferrum citri-cum oxydatum, citras fcrricus, entsteht durch Ab-dampfen einer Lösung von Eisenoxydhydrat in Citro-nensäure und bildet eine braungelbe, harzige Masseoder granatrothe Schuppen von süßlich eisenartigemGeschmack. Sie wird in der Medizin und Photo-graphie gebraucht.

Eisenoxyd, citronensaures mit Ammo-niak, Ferrum citricum cum Ammoniaco, Ferrumammoniaco citricum, ist ein amorphes, grünlich gel-bes Pulver, das einen salzigen Geschmack mit eisen-artigem Nachgeschmack hat, leicht löslich in Wasser,fast unlöslich in Alkohol und in der Medizin vor-züglich in England und Frankreich gebraucht.

Eisenoxyd, citronensaures mit Magne-sia, F’errum citricum cum Magnesia, ist eine glän-zende, hellbraune, spröde Masse von eisenhaftem süß-lichen, angenehmen' Geschmack. Es wird in derMedizin hauptsächlich viel in England gebraucht.

Eisenoxyd, essigsaures, Ferrum aceti-cum oxydatum liquidum, wird bereitet, in-dem man frisch niedergeschlagenes Eisenoxyd in Es-sigsäure auslöst. Es ist eine dunkel blutrothe Flüs-sigkeit von süß zusammenziehendem und sauremGeschmack, welche stark nach Essigsäure riecht undzu Tinkturen, zur Photographie und in der Färbereiverwendet wird.