Eisenoxyd»!.
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Cissäckchrn
und Sauerstoff anzieht, daher sie in verschlossenenGläsern aufbewahrt werden muß.
Eisenoxydul, schwarzes, s. Eisenmohr.
Eisenoxydul, schwefelsaures, s. Vitriol.
Eisenpapicr, s. Eisenblech.
Eisen, pyrophorisches, durch Wasserstoffgasteducirtes Eisen, ist das feinste Eisenpulver undchemisch ganz rein. Es wird bereitet, indem manüber ein Eisenoxyd in der Glühhitze Wasserstoffgasleitet, hat eine schwarze, ins Graue spielende Farbeund nimmt so begierig den Sauerstoff aus der Luftuns, daß beim Ausstreuen desselben es als ein glühen-der Funkenregen zu Boden fällt. Man gebraucht es'» der Medizin.
Eisenroth nennt man verschiedene rothe Farben,Welche meist als dunkler Ocher in der Natur vor-kommen und nur wenig durch die Kunst verändertwerden. Sie bestehen aus Eisenoxyd, meist mit mehrpder weniger Thon- oder anderen Erden verbunden.Gelber Eisenocher erhält oft durch Brennen einesolche schöne rothe Farbe. (S. auchO cher und Eng-llschroth).
Eisensafran, s. Eisen, kohlensaures.
Eisensalmiakblumen, eisenhaltiger @al»
Flores Salis Ammoniaci martia-t e s , Ferrum ammoniat-muriaticura oderAmmoniummuriaticum martiatum, wer-~ eit aus Salmiak und salzsaurem Eisen bereitet,haben dunkclgelbe Farbe und einen sasranähnlichenGeruch. Sie müssen vor der Lust verwahrt werde»,w-üsie sonst leicht feucht werden.
Eisen, salpetersaures, Ferrum uitri-on»>, eine Auflösung von Eisen in Salpetersäure.4n der Wärme aufgelöst, erhält man das Oxydsalz,eine rothbraune Flüssigkeit, welche beim Abdampfeneine braune, unkrystallisirbare Masse von saurem,dintenhaftem Geschmack hinterläßt. Geschieht dieAuflösung in der Kälte, so wird Oxydulsalz erzeugt,das sich aber leicht zersetzt.
Eisensirup, ein von v. Dusourd in Frank-reich erfundenes Präparat, welches durch Verbin-dung des Zuckers und Eisens vermittelst des Galva-msnms dargestellt wird. Es hat die Eigenschaft, daß
rohes und gekochtes Fleisch mehrere Jahre laugunter hohem Wärmegrade couservirt, ohne in derBeschaffenheit, dem Geruch, der Farbe, den Muskel-laferu j c etwas zu verändern.
Eisenthon, s. Bolus, rother.
Eisentinktur, essigsaure, essigsaure Ei->rnfolution oder ess igsaures Eisen, Tinc-^ raFerriacetiei oder Acetum chalybaea-0 ? ni , wird bereitet, indem man metallisches Eisen,.?^r Eisenoxyd in mehr oder weniger starker Essig-!,ure, Holzessig, Weinessig und dgl. auflöst. ZumxUarmazeutischen Gebrauch wird Eisenoxyd in Essig-
ure .aufgelöst und dann mit Weingeist und Essig-vermischt; zu technischen Zwecken aber, na-o^Utlich zur Färberei und Druckerei, wozu sie in8 °v«> Quamiläten gebraucht wird, bedient manj-sh uuist des Holzessigs als Auflösungsmittels. Sie.> von braunrother Farbe und wird durch Abdampfenjjftne braune zerfließliche Gallerte verwandelt. 2Jiitund Essigäther vermischt, wie oben er-föu einedunkelrotbe, klare, angenehm herb-
FliÄ^ schmeckende und nach Essignaphta riechendeKU'sigkeit, welche gewöhnlich ätherische odert^uproths essigsaure Eisentinktur, Tinc-tl>^ ^ orri acetiei aetlierea oder Klapro-
u ; genannt wird. Radcmacher hat eine be-
sondere Vorschrift zur Bereitung seiner essigsaurenEiseutinktur gegeben. Außerdem hat man noch vonStahl, Ludwig u. A. verschiedene Eisentinkturen.
Eisentinktur, salzsanre,ätherische, s.Be-stuschefs'sche Nerventinktur.
Eisenvitriol, s. Vitriol.
Eisenwaaren nennt man im Allgemeinen diezahlreichen, aus Eisen verfertigten Fabrikate, welcheihre Form durch Gießen, Schmieden, Hämmern,Treiben, Ziehen rc. durch Feuer oder auf kaltemWege, oder beide einander folgend, erhalten haben.
' Hauptsächlich aber versteht mau darunter die zu ver-schiedenen unmittelbarem Gebrauch dienenden ge-schmiedeten Artikel, welche zum Theil durch Feilen,Drehen rc. ausgearbeitet, auch zuweilen emaillirtund verzinnt sind. Diese zerfallen in rohge-schmiedete, welche die natürliche fchwarzgraueFarbe des Eisens behalten haben, wie Anker, Ambose,Hemmschuhe, Mühleueisen, Nagel u. dgl.; blauk-geschmiedete, die man nach dem Schmieden durchFeilen, Drehen, Reiben rc. blank gemacht hat, wieAexte, Beile, Hämmer rc.; fabrikniäßig verfertigteZeugschmiede- und Schlosserarbeiten, wieSensen, Sägen, Bohrer, Zangen, Schraubstöcke,mehrere Arten von Schlössern, verschiedene großeund kleine Bänder, Fensterbeschläge, Schrauben rc.;getriebene und breitgeschmiedete Waaren,wie Kessel, Pfannen, Löffel. Schaufeln, Pflug-schaare rc., und außerdem die vielen feineren, ganzoder zum Theil aus Stahl bestehenden Artikel, dieman unter dem Namen Stahlwaaren begreift.Die erwähnten, grobgeschmieveten Artikel, fernermehrere blankgeschmiedete und die »leisten breitge-schmiedeten werden auf besonderen Hammerwerkenverfertigt, oder doch aus dem Groben bearbeitet; dieübrigen theils in Fabriken und zuweilen mit Hülfevon Maschinen, theils durch die Hausindustrie. InDeutschland sind die Hanptsitze der Eisenwaaren-sabrikation Steiermark, Schmalkalden, die Gegendvon Jserlohn, Solingen, Remscheid rc.; ferner fürviele Artikel das sächsische Erzgebirge, der Harz,Oberschlesieu; kleine Eisenwaaren liefern auch Nürn-berg, Fürth, Augsburg, Berlin und mehrere andereOrte, am schönsten aber werden sie in England undhauptsächlich in Birmingham und Sheffield ver-fertigt. — Die wichtigsten der hierher gehörendenGegenstände sind in unsrem Werke unter besonderenArtikeln ausgeführt; außerdem verweisen wir aufEisen, Eisenblech, Ei send raht, Eisen-guß, Stahlwaaren rc.
Eisenwein, Vinum martiatum, chalybeatum,ferrutum, wird am besten bereitet, wenn man einEisensalz (schwefelsaures, milchsaures, weinstein-saures u. a.) in Wein auflöst. Da die Säuren imWeine zu verschieden sind, so würde der Gehalt auEisenoxyd oder Oxydul zu veränderlich und schwan-kend sein, wollte man das einfache Eisen dazu ver-wenden. Dieser Wein dient zur Belebung undStärkung und wird deshalb oft noch mit China ver-bunden gegeben. Es ist der Hauptbestandtheil des vonLaurentius unter dem Namen „persönlicher Schutz"ausgebotenen Geheinunittels, von dem die Flasche40 Thlr. kostet, aber für 1 Thlr. herzustellen ist.
Eisenweinstein, s. Stahlkugeln.
Eiserner Brief, s. Moratoriu m.
Eisökwird dic wasserfreie Schwefelsäure zuweilengenannt.
Eiss-ickchen, von A. Eckstein in Gumpolds-kirchen, aus vegetabilischem Pergament augefer-