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Erster Band.
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Eisstein

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(Elbe

tigt, wasserdicht, um sie bei Eisumschlägen für Krankezu benutzen, werden in Wien 100 Stuck um 10 fl.verkauft. Sie halten die Kälte mehrere Stunden lang.

Eisstein nennt man eine Art Bergkrystall, derwegen der in seinem Inneren befindlichen feinenSprünge irisirt.

Eiszucker heißt die weiße Sorte krystallisirtenKandis.

Eiweiß, der bekannte flüssige, in der Wärme ge-rinnende Stoss, der sich besonders in den Eiern derVogel findet, wird zu mehreren technischen Zwecken,wie znm Klären von Flüssigkeiten, zum Glänzen,zur Verfertigung von Kitten rc., ganz besonders aberbeim Zeug - und Tapetendrnck, zum Berdicken undBefestigen verschiedener Farben benutzt. Da sich derHauptbestandtheil desselben, der Ei weiß st off oderdas Albumin, auch in vielen anderen organischenKörpern des Thier- und Pflanzenreich«, besondersim Blute findet, hat man es in neuerer Zeit in Frank-reich aus letzterem im Großen dargestellt und zueinem viel billigeren Preise, als das aus den Eiern.Das letztere wird jedoch auch zuweilen im getrocknetenZustande in den Handel gebracht.

Eklogit, s. Smaragdit.

Elaen, ein aus der Oelsäure durch trockne Destil-lation erhaltener öliger Kohlenwasserstoff.

Elaidinsäure ist eine der Oelsäure isomerekrystalliniiche Säure, die mittelst salpetriger Säureaus Oelsäure gebildet wird; sie hat, wenn sie reinist, weder Geschmack noch Geruch, noch Farbe, schmilztbei 44° und ist in Alkohol leicht löslich.

Eläopteu, der flüssige, nichtkrystallisirende Be-standtheil mehrerer ätherischen Oele; s. O el.

Cläosaccharum, Oelzucker, werden die in denApotheke» osfiziuelleu mit ätherischen Oelen versetztenund abgeriebenen Zuckersorten genannt, die zurVerbesserung des Geschmacks zu manchen Medizinenzugesetzt werden. Man hat sie von Anis, Kalmus,stielten, Kamillen, Zimmt, Citronen, Fenchel, Pfeffer-münze, Baldrian n. a.

Elain, Eläin oder Olein heißt der in denFetten und fetten Oelen enthaltene flüssige Bestand-theil oder eigentliche Oelstoff; s. Oel.

Elastiqiies nennt man in Frankreich und zu-weilen auch in Deutschland verschiedene geköperteRock- und Beinkleiderzeuge, welche dehnbarer undelastischer sind als Tuch.

Elaterium, schwarzes, Elaterium nig-rum oder Extraetum Elaterii, ist der ausdem Safte der Frucht der E s e l s g u r k e oderSpringgurke, Nomorckioa Elaterium oder Ela-terium carthagincnse bereitete dunkel- oder bräun-lichgrüne Extract, von steifer Consistenz und sehrbitterem Geschmack, der noch zuweilen als stark brechen-erregendes und Purgirendcs Mittel gebraucht wird.Die Springgurke ist eine einjährige rankende Pflanze,die im südlichen Europa einheimisch ist und bei unszuweilen als Zierpflanze gezogen wird. Sie trägtgrüne, l'/o Zoll lange gnrkenähnliche Früchte, die,wenn sie reis sind, von selbst oder bei der Berührungaufschnellen und den Säst und die Sanienkörner vonsich schleudern. Der in dein Safte enthaltene,Brechen und Purgiren erregende Stoff, Elateringenannt, kann entweder als eine grünliche, weißeMasse von aromatischem Geruch, die sich nicht inWasser, sondern nur in reinem Alkohol auflöst, oderals ein weickies, scidcnglänzendes, krystallinisches, inAlkohol auflösliches, neutrales Pulver von schwachscharfem Geschmack dargestellt werden. Schon 1 / B

Gran davon erregt das heftigste Purgiren. Unterdem Namen Elaterium album wird auch zuweilenaus dem von selbst ausfließenden Safte der zerschnit-tenen unreifen Früchte ein weißes Satzmehl bereitet,das ebenfalls, schon bei einer Gabe von Vi ® ra11heftig pnrgirt; den Saft trocknet man durch Wärmeoder durch die Sonnenstrahlen ein; im.feisteren! Falle wird er schwärzlich.

Elateroineter ist ein dem Barometer ähnlichesInstrument, welches dazu dient, eingeschlossene stuftoder Dämpfe ihrer Elastizität nach abzumessen.

Elatsches hießen buntgewürfelte ostindischeSeidenzeuge, die früher besonders von Pondychennach Europa kamen.

Elayl, Aetherin, Aethylen, Acetyl->wasserstofs, ölbildendes Gas, entsteht bei Zer-setznng von 0 Theilen starker Schwefelsäure und 1; Theil Alkohol durch Erwärmung derselben, wie auch! bei trockner Destillation von Fetten, Harzen, Holz,! Steinkohlen rc. Es ist ein ätherartig, widrig riechendesI Gas, das mit Heller Flamme brennt, und ein wesent-I sicher Bestandtheil des Leuchtgases. Es ist farblos,s eingeathmct wirkt es giftig, Schwindel, Kopfweh, Er-stickung hervorrufend. Mit Chlorgas gemischt bildetes das Oel des ölbildenden Gases; die hol-ländische Flüssigkeit, Elaylchlorür,Chlorätherni; ein farbloses Oel von süßlich aro-matischem Geschmack und Geruch nach Aelher, dessenspez. Gew. l,.,a ist. Es brennt mir grüner Flamme.Es wird ähnlich wie das Chloroform gebraucht, hataber noch raschere und kräftigere Wirksamkeit wiedieses. Aus ihm gehen eine große Reihe von Ver-bindungen hervor, wie Chloracetyl, Monochloralaylu. a., weshalb es für die Chemie sehr wichtig ist.

Elbe. Sie ist der bedeutendste von allen deut-schen Strömen, gehört ausschließlich dem deutschenj Gebiete an, entspringt auf dem Riesengebirge, hat? bis zur Mündung einen Laus von 150 Meilen,> nimmt alle böhmischen Gcwäffcr, die Jser, Adler,; Mettau, Moldau und die Eger auf und wird nachder Vereinigung mit der Moldau bei Melnik fchiff-I bar. Sodann durchzieht sie das Königreich Sachsen,

! in welches sie bei Schandau tritt, durchströmt die! preußischen Provinzen Sachsen und Brandenburg,sowie Anhalt, scheidet Hannover von Meklenburg,l Hamburg und Holstein, vereinigt ihre Arme l'/rMeilen unterhalb Hamburg, von wo aus sie als weili geöffneter Strom, bei Stade und Glückstadt vorbei-fließt und endlich bei Kuxhafen in die Nordsee fällt.Die bedeutendsten Zuflüsse nach ihrem Austritt ausBöhmen sind: die schwarze Elster, Ruthe, Havel,Mulde, Saale. Bis Dresden heißt sie Ober-Elbe, von da bis Magdeburg Mittel-Elbe, vonhierunter-, Nieder-Elbe. Die größten Handels-städte an der Elbe, deren Handelsgebiet ein sehr aus-gedehntes ist, sind: Dresden, Magdeburg, Harburgund Hamburg. Sie versorgt den größten The»Deutschlands, Böhmen, Polen und Mähren mit denbenöthigten Fabrikaten und Erzeugnissen aller Welt-theile, ja selbst die Donau zieht von ihr das, was siei weiter verschifft. Dadurch, daß sie die vorzüglichsten! Produkte und Fabrikate Deutschlands, z. B. Kor»i und Schiffholz, die böhmischen und sächsischen Fabri-! täte und Bcrgwerksprodukte, die schlesijchcn Leine»,

; ja selbst Quecksilber und Kupfer aus Oesterreich denSchiffen zubringt, die solche über alle Meere undLänder verführen, bringt sie den Handel Deutsch-lands in ein vvrtheilhasles Uebergewicht. Sie ist; sehr fischreich und wird sowohl von Segelschiffen als