Elexenhoiz
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Elfenbeinnüsse
sind meist klein und schwach, doch sind dievonMoga-dor besser als die aus Algier. Im asrikanischen Han-del werden die Zähne auch Morsil oder Marphilgenannt. Sie kommen meist über England nachEuropa und es werden davon jährlich gegen 4060Centner in England eingeführt, wozu, jeden Zahnim Durchschnitt zu OOPsd. gerechnet, ca. 3800 männ-liche Elephanten gehören. In Kordofan und Nubiensollen sie so häufig sein, daß man daselbst Verzäu-nungen um die Wohnungen der Häuptlinge darausmacht. Im Handel werden die Zähne um so mehrgeschätzt, je größer sie sind; auch sieht man darauf,daß sie nicht zu sehr gekrümmt sind, und daß sie sowenig als möglich Risse haben, besonders aber daßdiese nicht tief hineingehen, und daß sie nicht krumm,sondern gerade sind. Man sortirt sie nach der Schwereund am höchsten ist der Preis für diejenigen, vondenen nur 2—3 Stück auf den Centner gehen. DieGröße macht einen so bedeutenden Unterschied imPreise, daß, wenn das Pfd. bei einem LpsündigenZahne mit 1 Thlr. bezahlt wird, es bei einem 25psün-digen schon 17-2 Thlr. kostet und dann für jede 10 Pfd.mehr um 7s bis 1 Thlr. steigt. Die kleinen Zähneunter 14 Pfd. und die zerbrochenen werden Cri-vellen, Crevellis oder Scrivellis genannt.Man macht zwar einen Unterschied zwischen todtenoder ausgefallenen und lebendigen Zähnen, doch sindsie im Preise gewöhnlich nicht verschieden. — Dievorweltlichen oder fossilen Elephanten-zähne, welche besonders im nördlichen Sibirien,im Lande der L-amojeden gefunden werden, sind vondem nicht mehr existirenden Mammuth. Sie sind sogroß als die afrikanischen Elephantenzähne und gebendas sogenannte gegrabene Elfenbein.
Elexenholz wird das Holz des Ahlkirschen- oderBogelkirschenbaumes zuweilen genannt.
Eisenstein, Ebur, nennt man die von verschie-denen Thieren kommende weiße Beinmasse, haupt-sächlich aber die der Elephanten zahne ({. d.).Außerdem wird besonders die Masse von den Zähnendes Narwalls, des Waürosses und des Nilpferdesdarunter verstanden, wegen der wir auf die ArtikelEinhorn, Nilpferdzähne und Wallroß-zähne verweisen. Das eigentliche Elfenbein hatzwar, wie schon oben erwähnt, für die Bearbeitungund wegen seines schönen Aussehens viele Vorzügevor den anderen Ähnlichen Massen; aber es hatimmer den Fehler, daß es, längere Zeit der atmos-phärischen Luft ausgesetzt, mehr oder weniger gelbund endlich bräunlich wird, und daß es sich beimAustrocknen leicht wirft oder verzieht und reißt. Diegelbe Färbung läßt sich zwar dadurch beseitigen, daßman die Oberfläche mit Bimsstein und Wasser ab-reibt , das Stück dann unter einer Glasglocke an dieSonne stellt u. dieses mehreremale wiederholt; dochläßt sich theils nicht jedes Stück so behandeln, theilswird dadurch das wiederholte Gelbwerden nicht ver-hindert. Das Elfenbein, welches von Natur einegelbliche Farbe hat, ist dichter und zäher als dasganze'weiße und wird daher zu manchen Arbeiten,namentlichju Kämmen, dem letzteren vorgezogen.Sehr geschätzt ist das schwach grünliche oder oliven-farbige von jungen Zähnen, weil es dem Gelbwerdennicht so leicht ausgesetzt ist. — Man verarbeitet dasElfenbein zu einer großen Menge theils nützlicher,theils zierlicher Arbeiten, namentlich zu Billard-bällen, Messerheften, zu Griffen an silberne Ge-schirre, zu Platten für Miniaturmaler, zu verschie-denen Theilen an Blasinstrumenten und zu ganzen
Flöten, zu Kämmen, zu allerhand eingelegten Ar-beiten , zu Schachspielen und zu vielen anderen klei-nen und größeren gedrechselten und geschnitztenGegenständen. Zu den Malerplatten kommt es schongeschnitten in den Handel. Zu manchen Arbeitenwird es gefärbt, was vor dem Poliren geschehen muß,weil es nachher die Farben nicht gut annimmt; auchwird das gelbliche zuweilen mit schweslicher Säuregebleicht. Wenn man es in Salzsäure legt, so wirdder darin enthaltene phosphorsaure Kalk ausgezogenund das Elfenbein wird dadurch biegsam, währendes seine Form beibehält. Man kann auf diese Weisebiegsame Röhren, Sonden, Brustwarzendeckel unddgl. daraus verfertigen, indem man diese Gegen-stände, nachdem sie gedreht rc. sind, kürzere oderlängere Zeit in die mit Wasser verdünnte Salzsäurelegt. Sie werden zwar nach dem Trocknen wiederhart n. unbiegsam, lassen sich aber durch Befeuchtenleicht wieder erweichen und sind dann elastisch undgeschmeidig. Aus den Abfällen und den Raspel-spänen , die besonders von Nürnberg kommen, wirdGallerte bereitet und man benutzt sie als Streusand.Wenn das Elfenbein in verschlossenen Gefäßen ver-kohlt wird, gibt es eine schöne schwarze Farbe,schwarzgebranntes Elfenbein, Elfenbein-schwarz oder Sammetschwarz,Ebar nstnionigrum, welche als Maler- und Kupferdruckfarbe,auch zum Glätten und Putzen von Silberarbeitenbenutzt wird; in offenen Gefäßen geglüht gibt es eineweiße Kohle, weißgebranntes Elfenbein,Estai ustum album, welches eben so wie dieweißgebrannten Knochen zum Poliren und Putzenmetallener Gefäße und der Daguerreotypplatten, zurVerfertigung von Glasflüssen, zum Klären rc. ver-wendet wird, aber so wie das schwarze leinen Vor-zug vor gebrannten Knochen hat. — Viele kleine ge-schnitzte und gedrechselte Elfenbeinwaaren werden inNürnberg, Weißlingen bei Ulm, im baierischen Hoch-lande rc. verfertigt; in Frankreich besonders in denDepartements Oise und der Niederseine, u. nament-lich werden in und um Dieppe allerhand Elfenbein-arbeiten in großer Menge fabrizirt. Auch kommendergleichen zuweilen aus China, wo man sehr ge-schickt in Verfertigung außerordentlich künstlicher Ar-beiten dieser Art ist.
Elfenbein, künstliches, Erotoan 8ton",ist eine Masse, mit der man in England nicht alleindas Elfenbein, sondern auch Marmor, Granit unddgl. nachahmt, indem man daraus Briefbeschwerer,Thürknöpfe, Tintenfässer und ähnliche Gegenständeverfertigt. Es besteht aus Gips, den man langsamund nach und nach mit Wasser sättigt und trocknenläßt. Die Gegenstände werden entweder geschnittenoder in Formen gepreßt, dann in einer Hitze von100—140" R. 24 Stunden lang gebrannt u. hierausmehreremale einen Augenblick lang in Wasser von30—35" Wärme getaucht, bis die Masse vollkommendamit gesättigt ist. Sie wird dadurch krystallinischund härter als Alabaster. Soll die Oberfläche durch-scheinend werden, so taucht man die Stücke vor demEintauchen in Wasser in einen weißen, hartenniß oder auch in Olivenöl; wenn sie gefärbt werdensollen, werden sie vor dein Tränken mit Oel rc. meine wässerige Auflösung der Farbe getaucht.
Elsenbeinnüsse, Taguanüsse, vegetabr-
lischesElfenbein, Corosos, Carozzanüise,franz. l^larkil végétal, in Peru Pullipunl^genannt, sind die Früchte einer in Peru, Neugra-nada, Brasilien rc. wachsenden Palme, Rstytoloxna