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Embargo
Elfrnbrinpapier
wacrocarpa. Sie haben jbie Größe eines Tauben-zu der eines Hühnereies, sind mit einer braunenHaut überzogen und haben im Innern einen un-regelmäßig geformten Kern von 1—2Zoll im Durch-messer, der noch von zwei braunen Häuten umgebenund frisch milchig und grau von Farbe ist; durch dasTrocknen aber zieht er stch zusammen und wird weißund steinhart, so daß er wie Elfenbein bearbeitet wer-den kann. Seine Farbe ist jedoch etwas gelbblänlich,auch ist fcag Ansehen mehr matt und wachsartig undetwas durchscheinend; aber die Masse ist ganz fein,Üteichartig und ohne Punkte, weshalb er zu manchenmeinen Arbeiten dem Elsenbein vorgezogen wird.Man macht besonders Stockknöpse und dgl. daraus.. Clfenbeinpapier nennt man eine Art sehr fester,mner Pappe von elsenbeinartigem Ansehen, welcheUvr einiger Zeit in England erfunden wurde und"sonders für Miniaturmaler zum Ersatz des theu-ten Elfenbeins dient, vor dem es noch den Vorzugw, daß es nicht gelb wird, und daß es in größerenStücken verfertigt werden kann. Es besteht aussichreren Blättern feinen Velinpapiers, die mir einemMsme von Pergamentspänen zusammengeklebt undwü einer Masse aus fein gemahlenem Gips u. Zinn-^d überzogen sind, welche dann glatt geschliffen ist.
Elsenbeinschwarz, s. Elfenbein,d ist einer der besten Neckarweine, der in
legend von Maulbronn gewonnen wird.-Euximun acidum Halleri, s. Hallers'»ures Elixir.
Ellagsäure, s. Gallussäure.
Elle, ein in ganz Deutschland gebräuchliches Län-»enmaß, meist = 2 Fuß, dessen Größe man in denArtikeln über die verschiedenen Länder angegebenfindet.
Cllens werden in Norwegen Dachsparren von18—24 Fuß Länge genannt, welche stärker sind alsd-eJufsers. '
Eller, s. Erle.
Elrizen, s. Elsebeeren.
. Elsusser Weine sind weiße und rothe Weine,meist von angenehmem Geschmack, besonders die ausem Oberelsaß, welche in Frankreich Geutils genannt® e Wen. Die rothen werden nicht selten für Bur-verkauft. Auch wird an mehreren Orten imStrohwein (s. d.) verfertigt.
Ne s. Erle.
.. Elsebeeren, A t l a s b e e r e n oder E l r i z e n sindw länglichrunden, herben Früchte der in Gebirgs-^Amungen wachsenden spitz lappigen Eberesche,Elsebeer- oder Elrizenbaum genannt,ttaegus torminalis, die zuweilen als HausmittelHnÄrDurchfall gebraucht werden. Sie reifen imbr» st^^ 100X1 ber ® r °ß e einer kleinen Pflaume,mit weißen Punkten und schmecken, wenn sieund welk sind, wie Mispeln. Der Baum. .^chst meist strauchartig, erreicht aber auch eine Höhegelbim.^0 Fuß; sein Holz ist fest, zähe und schwer,^ uchweiß, mit braunrothen und schwarzbraunenUni/AsA find wird zu feinen Tischler-, Drechsler-S>chnitzarbeiten, zu Druckformen, Blasinstru-
und dgl. verarbeitet.
tz.^"sitl oder Emaille ist ein Glasfluß, dessenol.zstchtstandtheil eine leichtflüssige, durchsichtige,lohi» * t t, S e Masse aus Kiesel, Bleioxyd und Natron,d„z.A'i?ures Kali oder Kochsalz ist, u. dessen Farbeö u f a fc von Metalloxyden hervorgebracht wird.toiriT 'st dasselbe milchweiß und undurchsichtig, doch0 es auch durchsichtig und farbig dargestellt.
wird besonders zum Ueberziehen (Emailliren)von Metallarbeiten angewendet; die Metalle müssenjedoch strengflüsstger als das Euiail sein, u. es eignensich daher nur Gold, Silber, Messing, Kupfer undEisen dazu. Man verfertigt es am besten in Muranoim Venetianischen, außerdem in Paris und Reversin Frankreich, in Turnau in Böhmen und an einigenanderen Orten, theils in kleinen runden flachenBroden, theils in dünnen Tafeln, in der letzterenGestalt besonders das farbige. Um es zum Email-liren anzuwenden, wird es auf einem harten Steinezu feinem Sande zerrieben, durch Scheidewasser vondem etwa dazu gekommenen Schmutze gereinigt, wie-der mit Wasser rein abgewaschen, und mit Gummioder Qnittenkernenschleime vermischt vermittelst einesPinsels auf das Metall aufgetragen. Hierauf wirddas Stück unter einer Muffel ins Feuer gesetzt, bisdas Email schmilzt, und diese Operation wird ge-wöhnlich dreimal wiederholt, worauf dasselbe eineebene und glänzende porzellanartige Oberfläche er-hält. Oft wird daraus gemalt, was eben so wie beimPorzellan mit metallischen Farben geschieht, welcheeingebrannt werden und die erst durch das Brennenals Farben zum Vorschein kommen. Das Emaillirenwird hauptsächlich auf Taschenuhrzifferblätter undOrdenskreuze, auch zuweilen auf Dosen und ver-schiedene Schmuckgegenstände angewendet, ist jedochzu letzterem Zwecke jetzt weniger gebräuchlich als sonst.Auch verfertigt man aus dem Email künstliche Glas-bläserarbeiteu und geringe Sorten werden zu feinenGlasuren verwendet. — Emailfarben nennt manentweder leichtflüssiges, zu ganz feinem Pulver ge-mahlenes Email, welches bei der Porzellan- undGlasmalerei gebraucht wird, oder die erwähnten, zurEmailmalerei verwendeten Farben. — Zum Email-liren gußeiserner Geschirre nimmt man eine beson-dere Emailmasse, die kein Bleioxyd enthält, das sichdurch Säuren auslösen und der Gesundheit nach-theilig werden könnte, und das zugleich wohlfeiler istals das gewöhnliche Email. Sie besteht meist ausgestoßenem Quarz, der mit Borax zusammen ge-schmolzen und dann mit geschlemmtem eisensreiemThon und gepulvertem Feldspath gemischt, auf einerGlasurmühle sehr sein mit Wasser gemahlen wird.Man verfertigt dergleichen Geschirre auf mehrerenEisengießereien, welche ihr Verfahren meist geheimhalten, namentlich in Gleiwitz in Oberschlesien, Lauch-hammer in der preuß. Provinz Sachsen, Neu-Joa-chimsthal in Böhmen rc.
Emballage heißt die Umhüllung von Leinwand,Bastmatte, Wachstuch und dgl., mit welcher ein zurVersendung bestimmtes Waarencollo versehen wird,und es in dieselbe einnähen oder einpacken heißt esemballiren.
Embargo, zuweilen auch Anhaltung oderDetention genannt, ist derBesehl einer Regierung,daß kein Schiff die Häfen ihres Landes verlassen darf.Es kann geschehen, wenn der Staat, der in einenSeekrieg verwickelt ist, nur seine eigenen Schiffe durchdie Zurückhaltung in den Häfen vor der Wegnahmedurch den Feind schützen will; wenn durch das ver-botene Auslaufen aller Schiffe verhindert werden soll,daß politisch wichtige Nachrichten ins Ausland ge-langen ; wenn der Staat alle in seinen Häfen befind-lichen Schiffe zu seinem eigenen Gebrauch (zu Trans-portschiffen rc.) bereit halten will, was man dasEmbargo kraft des Rechts der Angarien oderZwangsdienste nennt; oder um die Schiffe einerNation, mit der stch der Staat schon im Kriege be-