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Erster Band.
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Epichlorhyrin

chen krystallisirt, nicht riecht und wie der Epheu-samen schmeckt.

Epichlorhyrin, s. Oelsüß.

Epsomsalz, s. Bittersalz.

Eguipage heißt die Bemannung eines Seeschiffes,die Schiffsmannschaft; ein Schiff equipiren heißtes ausrüsten, bemannen.

Dquisstnm, s. Schachtelhalm.

Lrbn orlosllg. nennt man in Italien die Or-seille.

Erbium ist ein Metall, welches gewöhnlich mitdem Terbium zusammen im Ittrium vorkommt. Esist noch nicht rein dargestellt. Das Oxyd davon isteine dunkelgelbe Masse, die Erbinerde, die mitSchwefelsaure das schwefelsaure Erbinenoxyd, einfarbloses Salz von süßem Geschmack liefert, bis jetztaber noch keine Verwendung gesunden hat.

Erbsen sind die eßbaren'Samenkörner der ge-meinen Erbse, Pisum sativum, einer fast in ganzEuropa und besonders in manchen Ländern in großerMenge angebauten einjährigen Pflanze, von der esviele Abarten gibt, die hauptsächlich in Zucker -erbsen mit großen, breiten, meist gekrümmtenSchoten und großen, oft platt gedrückten Kernen,und in Kern erbsen, mit kleineren Schoten undkleineren runden Kernen zerfallen. Die ersterenwerden nur in Gärten gezogen und grün und unreifgegessen; die letzteren zieht man theils in Gärten,theils auf dem Felde und ißt die Kerne ebenfalls oftunreif, aber auch im reifen Zustande, in welchem sieda, wo sie häufig erbaut werden, einen nicht unwich-tigen Handelsartikel bilden. Die Kerne derselbensind meist gelb, .bei manchen Sorten sich mehr oderweniger der weißen Farbe nähernd, bei einigen abergraugrün, namentlich von solchen, welche purpur-violette und fleischrothe Blüten haben; zuweilen auchpunktirt oder marmorirt. Viele Erbsen kommen ausPolen, übcrDanzig, Königsberg, Elbing, Stettin rc.und gehen nach Holland, England, zuweilen sogarnach Indien. Auch aus dem nördlichen Deutschland,aus Böhmen, Ungarn, Frankreich, Italien rc. werdensie häustg versendet. Im Innern Deutschlands kom-men sie auch geschält in den Handel, die man be-sonders von Erfurt, Gotha, Halle rc. bezieht. Auchgetrocknete unreife Erbsen sind ein Handelsartikel,besonders in Frankreich , Wo sie noch gebräuchlichersind als die reifen. Hin und wieder wird aus denErbsen auch Mehl bereitet, das mitRoggenmchl ver-backen, ein dauerhaftes, aber etwas hartes Brod gibt;da das Brod aber ein schönes Ansehen davon erhält,so wird diese Mischung von den Bäckern nicht seltenvorgenommen. Ueberhaupt ist die Erbse die mehl-reichste Frucht die es gibt. Man benutzt sie auch zurViehmast; Schweine erhalten davon einen festenSpeck, aber ein weniger wohlschmeckendes Fleisch;Rindvieh wird schnell fett davon, auch Tauben undGänsen sind sie zuträglich.

Erdapfel, Erdbirnen, s. Kartoffeln.

Erdbeerbaum, Arbutus unedo, ist ein 20—30Fuß hoher Baum, dessen erdbeersörmige, im zweitenJahre erst reisende Früche in Italien, Spanien,Griechenland rc. gegessen, meist jedoch zur Bereitungvon Zucker verwendet werden.

Erdbeere, die bekannte Frucht der Erdbeer-pflanze, Fragaria, von der es mehrere Arten gibt,namentlich die Walderdbeere, Fragaria vesca,die G artenerdbeere, Fr. elatior, Jbte Monats-erdbeere, Fr. semperflorens, die Ananaserd-beere, Fr. granäiüora rc., und in der neueren Zeit

Erdnuß

hat die Gartenkunst, besonders in England undFrankreich, noch mehrere Sorten erzeugt, die sichzum Theil durch sehr große Früchte auszeichnen.Die Erdbeere ist eigentlich der fleischig gewordene undgefärbte Fruchtboden der Pflanze, auf dessen Ober-fläche die kleinen schwarzbraunen Samenkörner sitzen.Sie ist ein allgemein beliebtes, gesundes und wohl-schmeckendes Obst, das vorzüglich Gichtkranken undam Steine Leidenden gute Dienste leisten soll. Nurlassen sich die Früchte nicht aufbewahren, außer inZucker eingemacht, wodurch sie aber ihren angenehmenaromatischen Geschmack zum Theil verlieren. Siegeben jedoch einen guten Wein, Branntwein undEssig, und besonders iu Oesterreich (Gratz) brauchtman sie als Zusatz zu Pomaden und feinen Seifen.Auch werden sie in den Apotheken zu geistigen, aro-matischen Präparaten benutzt; ebenso die Wurzel,Radix Fragariae, ist officinell, welche aus Strunkenvon 2—3" Länge zusammengesetzt ist, aus denenviele Wurzelfasern entspringen. Sie ist außen braun,innen gelb, geruchlos, hat aber einen sehr adstringi-rendenGeschmack. Die Blüthen und die jungenBlätter geben einen wohlschmeckenden Thee.

Erdbeerspinat, s. Schminkbeere.

Erdbirnkräutlein, s. Feldcypresse.

Erde, armenische, s. Bolus, rother.

Erdeichel, s. Erdnuß.

Erde, kölnische, s. Umbra.

Erde, lemnische, s. Bolus, rother, undSiegelerde.

Erdfarben nennt man verschiedene gefärbte Erd-arten, die als Anstrich- und Malerfarben benutztwerden. Sie finden sich entweder schon gefärbt inder Natur, wie Kreide, Bolus, Ocher, gelbe Erde,Umbra, grüne Erde, Bergblau und dgl., und dieseverdanken, mit Ausnahme der ersteren, ihre Farbemeist beigemischten Metalloxyden; oder sie bekommendie Farbe erst durch Brennen oder eine andere che-mische Behandlung.

Erdflachs, s. Asbest.

Erdaalle, s. Tausendgüldenkraut.

Erdgut, s. Tabak.

Erdharz, s. Erdpech, s. Asphalt.

Erdkobald, s. Kobalt.

Erdkräutlein, s. Feldcy presse.

Erdnuß, Erdmandel, unter diesen Namenbegreift man die Wurzelknollcn und Samen verschie-dener Pflanzen, welche theils zur Nahrung, theilsals Kaffeesnrrogat benutzt werden. Es sind beson-ders folgende: 1) die kleinen, mandelähnlichenWurzelknollen des eßbaren Cyperngrases,Cyperus esculentus, einer im südlichen Europa undder Levante einheimischen Grasart. Sie sind eirund,runzlich, außen bräunlich, innen gelblichweiß,fleischig und haben einen süßen, milchigen, den Has«-nüssen ähnlichen Geschmack und können roh, gekochtund gebraten gegessen werden. Früher waren sieoffizinell und in Aegypten bedient man sich ihrernoch als Brustmittel. Jetzt benutzt man sie nur nochzuweilen als Kaffeesurrogat. Es ist merkwürdig, daßsie ein fettes Oel enthalten, welches aus den getrock-neten Knollen durch Auspressen, jedoch nur in g^ringer Menge gewonnen werden kann. 2) Die

braunen, runden, bis walluußgroßen WurzelknollMvon Lathyrus tuberosus, einer Art Platterbse, diebei uns als schädliche Schlingpflanze auf Getreide-feldern wächst. Man nennt sie Erdnüsse, Erv-eicheln oder auch Erdmäuse und genießt sie hierund da in Europa, besonders aber in der Tartare

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