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Erster Band.
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Essigsaure Alaunerde

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Etikette

welche zerfließliche Krystallnadeln bildet. — Man be-zieht sie aus chemischen Fabriken und benutzt sie zurAuflösung ätherischer Oele, als Raucher- und Riech-mittel und zu chemischen Analysen, wie zu Photo-graphien.

Essigsaure Alaunerde oder essigsaureThonerde, s. Thonerde.

Essigsaurer Baryt, s. Schwererde.

Essigsaures Blei, s. Bleizucker.

Essigsaures Blei, flüssiges basisches, s.Bleiessig.

Essigsaures Chinin, s. Chinin.

Essigsaures Eisenoxyd, s. Eisenoxyd, flüs-siges.

a aures Kupfer, s. Grünspan.

nennt man besonders in Oesterreich dieAusfuhr von Waaren; daher Essitozoll, Ausfuhr-oder Ausgangszoll.

Estado^ } ein f ri ^ ere8 Längenmaß in Spanien.

Estalins nennt man in Portugal und Spanienbie gefärbte schlesische Steisleinwand.

Estames,s. Fez.

Estamet oder Estamette heißt ein dicker, gekö-derter wollener Zeug, eine Art ordinaire Serge, ge-wöhnlich dunkelgrau von Farbe, der in Frankreichverfertigt und besonders zu Matrosenkleidungen be-nutzt wird.

Esta-Paliacat hieß eine Art vstindischer baum-wollener Halstücher, die früher nach Europakamen.

Esteras nennt man in Spanien eine Art Bin-senmatten, die besonders im Königreich Valencia ausden Halmen der Flatterbinse (Juneus effusus)verfertigt werden. Sie sind entweder geflochten oderauf besonders dazu eingerichteten Stühlen gewebtund bunt gefärbt. Die ersteren heißen Esterasbastas, die letzteren E. finas. Sie kommen auch nachFrankreich, wo man sie Lapis d’Espagne nennt.

Esterliu, früheres Gewicht in Frankreich, 2y 2 =1 Gros, 160 — 1 Mark; desgleichen in den Nieder-landen, 20 — 1 Unze, 160 — 1 Mark; und neuesaAgisches Gewicht = 1 Gramme. In älteren Zei-gst, ums Jahr 1300, gab es in Frankreich auch einelleine Silbermünze unter diesem Namen.

. Estopas nennt man in Portugal ordinaire"kutsche Leinen aus Heedegarn oder mit Flachsgarn

gemischt.

. Estopillas ist die spanische Benennung verschie-"kuer m Schlesien, Böhmen und der OberlausitzIkwebter batistartiger Leinen, denen man auch inDeutschland diesen Namen gibt. Die verschiedenenharten bezeichnet man noch durch Beiwörter, z. B.~r sto pillas unies, sind dicht gewebte, dem Batist glei-chende Schleier, welche bläulich appretirt sind und??ch zuweilen Batistes genannt werden. Dieichlesischen sind e / 4 Elle breit und in Coupons vono Ellen zerschnitten, welche viereckig gelegt und"enen 4 in Papier zusammengepackt sind. Die2 o"Alschen sind meist 7 / 4 Elle breit, in Stücken vonn^ixken zerschnitten und von diesen 3 zusammenge-hört; sie gehen unter dem Namen Bastoncinis- ^tsächltch nach Italien. E. claires oder Clarines1”? "rinn und locker gewebt, aber eben so appretirtberpackt wie die vorigen. E. äfleurs, ä ramages,u ,v es w. haben weiße Blumen, Ranken, Streifens " "gl. von Baumwollengarn, das theils in der» 7 mit aufgezogen, theils eingeschlossen ist. Länge,reue, Appretur rc. ist ebenfalls wie bei den vorigen.

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rt's Unii'..Lexicon.

E. larges sind 7 i i Elle breit und sowohl glatt, alsmit verschiedenen Mustern gewebt; auch sind dieeingewebten Blumen zuweilen farbig. E. teintessind gefärbt, von verschiedener Feinheit, % Ellebreit und in Stücken von 84 Ellen Länge. Auchungebleichte Estopillas kommen vor, werden abergewöhnlich Silesias genannt. — Der frühere Ab-satz dieser deutschen Leinen nach Spanien, Portugalund Amerika ist jetzt durch die englische Concurrenzund durch die ähnlichen baumwollenen Zeuge sehrvermindert worden.

Estoupiers cordats nennt man in Frankreichgrobe, aus Werg gewebte Packleinen, die besondersim ehemaligen Dauphiné verfertigt werden.

Estragun, s. Dragun.

Estras heißt eine Art geringe französische Seide,die nur zu halbseidenen Tapeten zu brauchen ist.

Etabliren heißt sich niederlassen, daher ein Ge-schäft , ein Handlnngshans rc. gründen, eine Com-mandite, eine Fabrik und dgl. anlegen. Etablisse-ment, die Niederlassung, Gründung eines Ge-schäfts rc., auch das gegründete Geschäft selbst, daherman auch die Niederlassungen großer Handelshäuserin fremden Welttheilen mit diesem Worte bezeichnet.

Etairs sind eine Art belgischer damastartigerLeinen zu Tischzengen und dgl.

Etalons nennt man die aus Anordnung einerBehörde angefertigten und von derselben geprüftenund gestempelten Muster von Maßen und Gewichten,welche genau die vorgeschriebene Größe haben undvon der Behörde aufbewahrt werden, damit alle imGebrauch befindlichen, sowie die neu angefertigtendanach regulirt werden können.

Etamet heißt eineArt grober französischer Serge.

Etamine heißt überhaupt ein leichter, glatter,ungcköperter Zeug, meist von feinem oder stärkeremKammgarn, doch auch zuweilen von Streichgarn,von Seide oder von Seide mit Wolle gemischt. Manbegreift daher unter diesem Namen sehr verschiedeneZeuge, sowohl tnchartige gewalkte, als dünnere, dienoch immer verfertigt werden, obgleich der NameEtamin wenigstens in Deutschland kaum nochvorkommt. Ein dichter, von hartem Kammgarngewebter und geglänzter Zeug dieser Art war früherunter dem Namen Tamis oder Damis sehr ge-bräuchlich , und der jetzt übliche Wollenmusselin ge-hört ebenfalls in die Klasse dieser Zeuge. In Frank-reich bezeichnet man mit diesem Namen noch jetztmehrere Gattungen wollener, seidener und gemisch-ter Zeuge, zum Theil auch gemustert, gestreift rc.,unter andrem auch das Sieb - und Beuteltuch, unddaher nennt man auch in Deutschland die offenenGewebe, deren man sich zum Ausnähen mit bunterWolle bedient, Stamin oder Stramin. —Schleier-Etamin, Etamine à voiles, ist ein fei-ner, lockerer, glatter Wollenstoff, meist schwarz, zu-weilen jedoch auch von der natürlichen gelblichenFarbe der Wolle, der zu Nonnenschleiern verwendetwird.

Etikette nennt man den an verschiedene Waarenoder an die äußere Umhüllung derselben befestigtenZettel, auf welchem der Name des Artikels, oft _miteiner Auszählung seiner Eigenschaften und Borzüge,mit einer Anweisung zu seinem Gebrauchte., derName des Verfertigers oder Verkäufers und dgl. an-gegeben ist. Mit diesen Etiketten wird besonders beimanchen Artikeln, namentlich bei Champagner undanderen feinen Weinen, bei Parfümerien, bei Hand-schuhen und dgl. jetzt viel Luxus getrieben, und der

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