Etramcr
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hohe Grad von Vollkommenheit, auf den die Stein-druckerei und die Kunst des Papierpressens in derneueren Zeit gebracht worden ist, liefert dazu nichtselten wirklich ausgezeichnete Arbeiten. — Fernernennt man Etiketten oder auch Billets dieZettel, welche aus viele Waaren, besonders Gewebe,befestigt werden und aus denen der Einkaufs- undVerkaufspreis angegeben ist, um dem Handlungs-personal beim Verkauf als Richtschnur zu dienen.Die Waaren mit diesen Zetteln versehen heißt dahersie etikettiren oder billettiren. DergleichenEtiketten, gewöhnlich blau gedruckt und nur miteiner schmalen Einfassung versehen, werden von denmeisten Steindruckereien und auch von einigen Buch-druckereien in allen Größen und Mustern vorräthigverfertigt und nach dem Hundert verkauft.
Etramee nennt man in Frankreich eine Art roheHansleinwand, die in und um Abbeville verfertigtwird, um später entweder gebleicht oder gefärbt zuwerden.
Etterdunen, s.v.a. Eiderdunen, s. Federn.Eucalyptuszucker, schließt sich dem Rohrzuckeran und wird vom Euoalyptus mannifera, einemBaume aus Vandiemensland gewonnen. Er krh-stallisirt aus Wasser in seinen Nadeln, aus Alkohol,n Warzen; hat jedoch'keine große Süßigkeit. Er-hitzt wird er gelb und liefert eine Art Caramel.Auch aus den Blättern von Eucalyptus dumosa,gleichfalls in Australien, schwitzt eine Art Manna,die von den Eingeborenen zu Zucker bereitet wird.Aus diesen Bäumen wird auch das Eucalyn ge-wonnen, eine sirupartige Flüssigkeit. Bei uns wer-den diese Stosse nur chemisch verwendet.
Euchronsäure entsteht aus der Honigsteinsäuredurch Zersetzung derselben und bildet farblose, kurzevierseitige Prismen, die sich schwer lösen, in heißemWasser zedoch leicht. Thut man in eine solche Lösungum, so entsteht das Euchron, ein prachtvoll blauerörper, der sich mit Alkali in die schönste Purpur-farbe verwandelt, eine Farbe, welche das Murexidnoch bei weitem übertrifft, aber leider noch unhalt-barer ist, als diese, da durch Erwärmung dasEuchron sich in farblose Euchronsäure wieder umge-staltet. Es hat daher bis jetzt eine technische Anwen-dung noch nicht gesunden, doch ist vorauszusehen,daß man für diese allerschönste Farbe Hartbarkeitauffinden wird.
Eudiameter sind verschiedenartige Instrumente,um die Lust nach dem Sauerstossgehalt zu messen.Man hat solche von Priestley, Döbereiner,Brunner, Volta n. A.
Eugeninsäure, Eugenin, ist Nelken säure, s.Gewürznelken.
Euklas, s. S m a r a g d.
Euphorbium, Euphorbiensaft oder Eu-p h o rb ien gum mi, Ouniini Euphorbii, istder an der Luft erhärtete gelblichbrannc Milchsast,der aus den verwundeten Stämmen mehrerer inAsrika und Ostindien wachsenden Wolfsmilcharten,namentlich Euphorbium Officinarum, E. A'ntiquo-rum, E. canariense und wahrscheinlich auch nochanderer fließt. Das meiste kommt von der drittenArt, von den kanarischen Inseln. Es sind erbsen«bis bohnengroße, rundliche, halbdurchstchtige, eckigeoder gedrehte Stücken, die mit Holzstückchen undanderen Pflanzentheilen vermischt sind und von denDornen des Gewächses gewöhnlich 2 bis 3 Löcherhaben. Es ist inwendig weiß, leicht zerbrechlich, fastohne Geruch, erregt im Munde heftiges Beißen,
Brennen und Entzündung, und ebenso verursachtder in die Nase gezogene Staub heftiges und anhal-tendes Niesen und sogar Bluten und Blutspeien.Es ist daher ein wahres Gift und muß demgemäßmit der nöthigen Vorsicht ausbewahrt werden.Wegen seiner heftigen Wirkungen wird es nur äußer-lich zu Blasenpflastern und zum Reinigen alter Ge-schwüre, sowie als Vieharznei gebraucht. Es enthältein ätherisches Oel, verschiedene Harze, von deneneines, Euphorbin genannt, sehr schars ist. DasPulvern und Beuteln muß in hermetisch verschlosse-nen Apparaten geschehen und es wird daher im Gro-ßen fabrikmäßig ausgeführt. Es kommt gewöhnlichin ledernen Säcken oder Seronen von ca. 130 Psd.Gewicht über Amsterdam, Marseille und Trieft inden Handel; gepulvert erhält man es besonders vonBremen.
Euphrasia offl.cin.alis, s. Augentrost.
Eupivn, eine flüchtige, ölartige, gelbe , ätherähn-liche Flüssigkeit, gewonnen aus der Destillation desTheers, welche durch Destillation gereinigt wird,von 0,740 spec. Gewichtes. Es kaun aus jeder ArtTheer gewonnen werden. Im Handel kommt eshäufig als Benzol vor, u.wird als Fleckwasser benutzt.Es brennt mit einer reinen, leuchtenden Flamme,daher man es auch zum Brennen von Gaslampen ver-wendet. Es hat einen angenehmen Blumengeruch,aber keinen Geschmack und fühlt sich nicht fettigund nicht rauh an. Das Reinste wird aus Rüböl dar-gestellt. Im Wasser unlöslich, in Aether leicht löslich.
Euxanthinsäure , Euxanthon, s. Purren.
Euxinet hieß ein früher in England verfertigterStoss von Schafwolle und Seide.
Evalviren, s. Balviren.
Evaporameter,, ein von Thomas Täte erfunde-nes Instrument. Es gibt sehr genau die Ber-dampsungsgröße von einer gegebenen Wasserflächebei verschiedenen Zuständen der Atmosphäre an. -
Eventails> s. Fächer.
Ever oder Ewer nennt man besonders im nörd-lichen Deutschland, Holland rc. ein zur Küstenschiff-fahrt, zum Fischfänge und dgl. bestimmtes kleinesFahrzeug. In Hamburg versteht mau darunter aucheinen laugen flachen Kahn ohne Mast, welcher beson-ders dazu dient, die Kaufmannsgüter aus denSchiffen durch die Kanäle (Fleete) an die Häuserund Magazine der Kaufleute und von diesen nachden Schissen im Hafen zu transportiren. Ever-führ er ist der Besitzer oder Führer eines solchenFahrzeugs, und Eversührerlohn der für denTransport von Waaren nach dem Schisse oder insHaus bezahlte Lohn.
Everlasting hieß ein damastartig gewebter, ge-köperter und sehr verschiedentlich gemusterter odersaqonnirter Wollenzeug, meist schwarz, weiß oderroth von Farbe, der ursprünglich in England, dannaber auch in Deutschland Verfertigt wurde. Jetztkommt er unter diesem Namen nicht mehr vor.
Cversdoek, s. Segeltuch.
Einlasse nennt man in Frankreich eine Art gutesEbenholz aus Madagascar, und in Holland eine ArtPerpetuan, s. d.
Evillas werden in Spanien silberplattirte undstählerne Schnallen aus Birmingham und Sheffieldgenannt, die nach Westindien gehen.
Ewer, s. Ever.
Ex heißt aus; in der kaufmännischen Sprachebedient man sich des Wortes oft für: aus deMSchisse, z. B. 200 Ballen Baumwolle es Maria,