Extract
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Fabriken
noch einige, welche als Handelsartikel vorkommenund von denen wir in besonderen Artikeln sprechen.3) In neuerer Zeit bereitet man auch von mehrerenanderen Pflanzenkörpern, welche keine medizinischenKräfte haben, Extraete, ganz besonders von Farb-hölzern, und diese sind fast sämmtlich wichtige Han-delsartikel geworden, denn da sie den färbenden odersonst nutzbaren Stoff des Ursprungskörpers rein undin concentrirter Gestalt enthalten, und man also nichtnöthig hat, für die übrigen, nutzlosen BestandtheileFracht und andere Unkosten mit zu bezahlen, auchselbst die Mühe des Ausziehens durch Auskochen rc.erspart, so kann ihre Beziehung und Anwendungnur Vortheilhast sein Diese Extraete sind sämmtlichin fester Gestalt und ihre Bereitung geschieht an denUrsprungsorten, meist durch Auskochen und Ein-dicken vermittelst Dampfes. Einige derselben warenschon früher bekannt, wie das Katechu und dasauch in der Technik gebrauchte Kino; neu aber sinddie Extraete von Bla uhvlz, Eichenholz, Fer-n am buk, Gelb holz, Quereitron, Roth holz
und Safflor, wegen denen wir ebenfalls auf diebesonderen Artikel verweisen.
Extractum Chinae, s. Chinaextraet.
Extractum Elaterii, s. Elateriuw»schwarzes.
Extractum Fern pomatum, s. Aepsel-eisenextraet.
Extractum Nucum juglandium, s. Wall-nußextraet. -
Extraditionsschein, s. Anweisung.
Extraeisen wird die beste Sorte des schwedischenEisens in starken Stangen genannt.
Extrait bedeutet im Französischen das Näm-liche was man in Deutschland, durch das Wort Ex-tract ausdrückt; aber außerdem versteht man da-runter auch eine Sorte feine Creasleinen und extra-feinen weißen Zwirn, der besonders in LandernaUim Depart. Finisterre verfertigt wird.
Extraliegetage, s. Liegetage.
Eyburger, eine vorzüglich gute Sorte Neckar-wein, der in der Nähe von Heilbronu erbaut wird.
F
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Faba ist das lateinische Wort für Bohne undmit dieser Bezeichnung kommen im Droguenhandelfolgende Artikel vor, auf deren deutsche Benennungwir verweisen: Fabao Dividivi oder Libidibi, s.Dividivi. — F. Macis, Pichurim oder Pecburim,s. Pechurimbohnen. — F. marinae, s. 3 Äeer»bohnen. — F.Sancti Ignatii, F. indicaeober febri-fugae, s. Jgnatiusbohnen. — F. de Tonco,f.Tonkobohn en.
Fabrikationsmünzen oder Hand els -münzen, holländ. Negotiepenningen, nenntman in Holland einige Gold- und Silbermünzsorten,welche die Regierung selbst nicht prägen läßt, sonderndie auf Verlangen und für Rechnung von Privat-personen , aber nach den gesetzlichen Vorschriften inBezug aus Gewicht und Feingehalt, in den könig-lichen Münzstätten geprägt werden. Dieses warenfrüher und bis zum Jahre 1847 in Golde Dukaten,,in Silber Ducatons oder silberne Ryder (Reiter) zu315 Cents und Silberdukaten oder niederländischeThaler zu 250 Cents; durch das neueste Münzgesetzvom 26. Nov. 1847 aber find alle niederländischenGoldmünzen, nämlich außer dem Dukaten, von demauch doppelte geschlagen werden können, auch der ein-fache, doppelte und halbe goude Willem (goldneWilhelm, das lOGuldenstück) lediglich für Fabrika-tionsmünzen erklärt worden und die silbernen Cou-rantmünzen, nämlich den Reichsthaler zu 2^Gulden, den Gulden und den halben Gulden kannebenfalls Jedermann für seine Rechnung prägenlassen. (S. auch Niederlande). Von den hol-ländischen Dukaten werden auch, da sie im russisch-asiatischen Handel sehr beliebt sind, viele in Rußlandgeprägt.
Fabriken und Manufakturen. Mit diesenbeiden Worten, die eigentlich eine verschiedene Be-deutung haben, bezeichnet man jetzt fast allgemein
einen und denselben Gegenstand, nämlich Anstaltenoder Werkstätten, in denen allerhand für den noth-wendigen Bedarf der Menschen sowohl, als für denLuxus bestimmte Gegenstände in großen Quantitätenund fabrikmäßig angefertigt werden. Eigentlich be-deutet eine Fabrik eine solche Anstalt, deren Er-zeugnisse mit Hülfe des Feuers und Hammers oderanderer Hau- und Schneidewerkzeuge hergestellt wer-den und die sich daher besonders mit der Verarbei-tung von Rohstofsen aus dem Mineralreiche beschäf-tigt; eine Manufaktur aber eine solche, deren Ar-beiten nur durch Menschenhände oder durch diese er-setzende Maschinen ausgeführt und wozu die Roh-stoffe aus dem Pflanzen- oder Thierreiche genommenwerden. Man macht aber, wie gesagt, diesen Unter-schied fast gar nicht mehr und bedient sich am häufig-sten für beide Arten des Wortes Fabriken. D>efabrikmäßige Herstellung der Erzeugnisse (Fabri-kate, Manusaete) besteht hauptsächlich in derTheilung der Arbeit, indem jeder einzelne Arbeiterbeständig, nur eine einzige Arbeit ausführt, so daßalso jedes einzelne Stück durch die Hände mehrererArbeiter geht, ehe es zur Vollendung kommt, oderwenn das Stück aus mehreren zusammengesetztesTheilen besteht, jeder einzelne Theil von einem, .oderauch, wenn zu dessen Herstellung mehrere Arbeiten'die von einander getrennt werden können, nöthmsind, von mehreren Arbeitern verfertigt wird unddann die einzelnen Theile wieder von einem andernArbeiter zusanimengesetzt werden rc. Durch dieieArbeitstheilung wird der große Vortheil erreicht, daßjeder einzelne Arbeiter in der von ihm beständig »nvausschließlich ausgesührten, meist sehr einfachen Ärbeseine außerordentliche Fertigkeit erlangt, so daß er flmit einer Schnelligkeit und Vollkommenheit aus-führen lernt, die er ohne jene beständige Uebung merreichen würde. Ferner kann jedem Arbeiter oi