457
Famis
Färsci
Maße und GewichtewieDänemarkjs. d.). —Die Schaffelle verlaust man nach Klippern oderZimmern von 40 Stück, Talg und Federn nach dein^og von 36 dänischen Pfunden.
Farsel, Farsel oder Frehsil, Gewicht in Ara-bien von verschiedener Schwere.
_ Fäßchenstahl nennt man einen Stahl in kurzenStangen, der in kleine Fässer verpackt in den Handelkommt.
Fässer von Eichenholz und verschiedenen anderenharten Holzarten, zu Wein, Branntwein rc., werdenan einigen Orten in Frankreich, namentlich in Ste-"ay an der Maas, sowie auch in Glasgow in Eng-;kaud rc., im Großen fabrikmäßig versertigt undHan-b4 im Lande damit getrieben; auch gehen sie nach .^r.estindien. Gebrauchte Wein-, Oel- und Spiritus-l»sser werden ebenfalls häufig verkanst und gewöhn-"ch theurer bezahlt als neue, weil sie schon durch-!)ogen sind und daher nichts mehr verloren geht; auch igeben sie der Flüssigkeit keinen Holzgeschmack. Oel-!Wer werden besonders von den Wallfischfängern zu 'sbhran gekauft, und Baumölfässer werden von Mar- jlttUe aus nach der Levante geschickt, um mit Oel ge- >lÜjit zu werden. Gebrauchte (weingrüne) Wein-!lasser sind in den Weinländern immer sehr gesucht, j. Fahlleder oder Schmalleder heißt eine Art!kohgares, mit Thran oder Talg eingeschmiertes und jgeschmeidig gemachtes Leder von dünnen Ochsen-?ber Kuhhäuten, das besonders als Oberleder starker !^>twfeln oder Schuhe verwendet wird.
Fahlumer Brillanten bestehen aus einer Com-Positlon von 19 Th. Blei und 29Th. Zinn, auf welchefahrend der Erstarrung facettenartig geschliffeness»las gedrückt wird. Sie sind ziemlich glänzend,verlieren aber den Glanz durch Berührung.Favrposten, s.P ost.
. Fahrwasser, diejenigen Stellen in Flüssen oder'M HJceere, welche die Schiffer zu befahren psiegen.
Fajance, s. Fayance.
Farltne heißt eine Art wollener Serge, die an^sikgen Orten in Burgund in Frankreich versertigt
Falaises sind ebenfalls eine Gattung französischerwollener Serge, die besonders in Alenqon fabrizirt
. F.alanchina heißt ein sehr guter weißer neapoli-^"llcher Wein.
. . Falkenfedern sind die feinen weichen, sehr elasti-Uon Flaumfedern von der Brust des Edelfalken,Jagdfalken oder isländischen Falken, der besondersbi>» ani5 ' Lappland rc. lebt. Sie sind den Eider-. ,5 ähnlich und als Bettfedern fast eben so sehrals diese. Man erhält sie aus Island,
Mvede,, und Norwegen.
g Falklandsinseln oder Malouinen, Jnsel-der ^ kkn atlantischen Ocean, ca. 60 Meilen vonhellste Patagoniens entfernt, welche aus 2aea- Inseln, Ost- und Westfalkland undes 1 ! 0 unbedeutenden Eilanden, Rissen undn-i^bbanken besteht, die zusammen ungefähr 113barer Guthatten. Der Boden ist felsig mit frucht-Die v "vch mehr aber mit Torfmooren bedeckt,fx,,^beiden Hauptinseln sind in den Ebenen sehr
ell, ,»r kknd haben viel nutzbares Acker- undaber *?, besonders üppigen Graswuchs, bringenv>s letzt noch wenig nützliche Produkte hervor.deibe°". Un i? Flachs sollen aus der östlichen Insel ge-Weid ' Kälber gibt es nicht, sondern nur einzelnevon, Birken und Gesträuch, doch werden sie reich-
lich durch Torf ersetzt. Auch Kartoffeln und mehrereandere eßbare Pflanzen gedeihen. Rinder, Pferdeund Schweine, welche von Engländern und Spa-niern hierher gebracht worden, sind verwildert undvon ersteren gibt es große Heerden; auch Füchse undKaninchen finden sich und viele Arten Robben undSeevögel; das Meer ist reich an Fischen. Die klei-nen Inseln sind meist bergig und mit Ausnahme derKüstenstriche wenig nutzbar. Das Klima ist ge-mäßigt, ähnlich dem von Norddeutschland, dochwechseln häufig Wärme und Kälte, Nässe undTrockenheit schnell mit einander ab. — Die Fran-zosen gründeten 1764 eine Colonie, St. Louis,auf Ostfalkland, wo ein sicherer Ankerplatz ist, tratensie aber 1767 an Spanien ab, das sie später ganzeingehen ließ und 1780 die Insel an England über-ließ. Die Engländer besaßen von 1765 bis 1774eine Niederlassung, Eg m o n d, auf Westfalklaud, mitgroßem, vortrefflichem Hasen, verließen sie aberspäter wieder und Bueuos-Ayres legte eine Coloniehier an, die 1830 aus etwa 100 Menschen ver-schiedener Nationen bestand, aber 1831 von denNordamerikanern zerstört wurde. Im folgendenJahre nahmen die Engländer die Inseln wieder inBesitz und haben ihnen in neuerer Zeit mehr Auf-merksamkeit geschenkt, die sie wegen ihrer Fruchtbar-keit, ihren vielen vortrefflichen Häfen und ihrer Lageaus dem Wege nach der amerikanischen Westküsteverdienen. St. Louis wurde wieder aufgebaut,Kapitain Sullivan ließ sich 1848 hier nieder undverminderte das Vorurtheil gegen die Colonisation.Der beste Hafen ist bei Fort William. Ueber-haupt versprechen die Inseln für die Schifffahrt sehrwichtig zu werden. 1860 betrug die Ein- und Aus-fuhr 12,880 £.
Falliment, Fallissement, Fallit, s. Ban-kerott.
Fallitmasse, s. Masse.
Fallkraut, s. Wolverlei.
Falsche Akazienrinde, f. Robinienrinde.
Falsche Perlen, s. Perlen, künstliche.
Falscher Kalmus, s. Teichlilie.
Falsche Sennesblätter, s. Blasen st rauch,baumartiger..
Falsche und verfälschte Wechsel. Ein Wech-sel ist falsch, sobald ihn ein Betrüger ausgestellthat, die Unterschrift des Trassanten, Indossanten,Acceptanten von ihm nachgemacht worden ist.Vers Lischt oder gefälscht ist ein Wechsel, wenn,um den an sich ächten Wechsel verkäuflicher zu machen,ein falsches Indossament daraus gesetzt oder dieSumme, die Münzwährung, der Accept, die Zah-lungszeit geändert wurde, oder wenn der Finder einesin blaneo indossirten Wechsels das Indossament anseine Ordre gestellt und so denselben verkauft hat.Demnach unterscheidet sich der falsche von einemgefälschten Wechsel dadurch, daß jener rein er-funden ist, um ihn zu einem Betrüge zu benutzen,während diesem ein ächter Wechsel zu Grunde liegt,welcher in betrügerischer Absicht in einzelnen Theilenverändert wurde. Eine eigene Art falscher Wechselsind die Kellerwechsel, s. d.
Falschschmuck nennt man in Oesterreich alle un-ächten Schmucksachen, sowohl Gegenstände von ver-goldeten Metalllegirungen, als auch unächte Edel-steine.
Famis heißt eine Art mit Gold durchwirkterSeidenzeuge, die in Italien besonders für die Levanteverfertigt werden.