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Faseln
Fan
Fan oder Fen, f. Candareen.
Fanal, f. Leuchtthurm.
Fanam, Fan um oder F a n o n, eine Gold- undeine Silbermünze, sowie auch ein Gewicht in mehre- jren Theilen von Ostindien, s. d. \
Fancy - Artikel werden in England alle Mode-1Waaren genannt. !
Fancynet heißt eine Art englischer gemusterterSpitzengrund oder Bobbinet.
Fanega, Hohlmaß zu Getreide, Salz ic. in Spa-nien, Portugal und Südamerika.
Fansa heißt ein leichter seidener Zeug, der aufder Halbinsel Korea gewebt wird.
Fantaisie nennt man in Frankreich Flockseideoder ltourre de Soie, die wie Baumwolle gekrämpeltund gesponnen ist und zu Tapisseriearbeiten, zuStruinpfwaaren und zu Shawls verarbeitet wird.
Fantasielilumen nennt man künstliche Blumen,durch welche keine wirkliche Blume nachgeahmt, son-dern deren Form von dem Verfertiger erfundenworden ist.
Faranzalo, ein Gewicht in der arabischen StadtLoheia; s. Arabien.
Farbedistel, s. Scharte.
Farbenfelle, s. Kalbleder und Leder.
Farbenkasten sind flache viereckige Kästchen, indenen sich eine Anzahl Saft- und anderer Farben,meist in viereckigen Stücken, zuweilen auch in Mu-scheln , befinden, und die meist nur für die Kinderzum Malen bestimmt sind. Sie werden besondersrn Nürnberg und Fürth in sehr verschiedenen Grö-ßen, Qualitäten und Preisen verfertigt.
Farbenstifte, s. Pastellsarben.
Farbewaaren nennt man alle zum Färben,Malen und Anstreichen gebrauchten, theils natür-lichen , theils durch die Kunst hervorgebrachten oderveränderten Farben aus dem Pflanzen- und Mineral-reiche, welche in großen Städten gewöhnlich von be-sonderen Farbcwaarenhandlungen oder Farbenhand-lungen geführt werden. Oft handeln diese jedochauch nur mit den zur Färberei bestimmten Farbe-waaren und gewöhnlich führen sie auch die dazu ge-brauchten Salze, Säuren und andere Chemikalien.
Fardehl heißt eine in Ostindien gebräuchlicheVerpackung in Matten und äußerer Baumwvllen-emballage, die besonders beim Zimmt vorkommt.
Farfara, s. Huflattichkraut.
Fargot wird in Belgien ein Frachtballen in derSchwere von 150 Psunden geheißen.
Fargues heißt ein guter weißer Bordeauxweinzweiter Klasse, der in der Gegend von Langon imDepartement Gironde gewonnen wird.
Farin oder Farinzucker,s. Zucker.
Farina Amygdalarum, s. Mandelkleie.
Farnkrautwurzel, Wurmfarnkrautwur-zel oder Johanniswurzel, Radix Filicismaris, von dem in dichten Wäldern an schattigenfeuchten Orten häufig wachsenden gemeinenFarnkrante, Polypodium Filix mas, oder Aspi-dium Filix mas. . Der in der Medizin verwendeteTheil der Pflanze ist nicht eigentlich die Wurzel, son-dern ein unter der Erde befindlicher Stengel, deraus vielen länglichen Knollen besteht, die um einegemeinschaftliche Achse befestigt und mit einer leder-artigen Rinde bedeckt sind, und hat daher die Formeines geflochtenen Zopfes, ist getrocknet außen dun-kelbraun, ius Röthliche spielend, innen bleich, bräun-lichgelb, faserig, von ekelhaftem süßen, dann bitterlichherbem Geschmack und schwach dumpfigem Geruch.
! Sie wird theils mit den äußeren dunkelbraunenI Schuppen, theils von diesen befreit und in kleine
> Stücke zerschnitten (mundata) geführt und ist eines! der vorzüglichsten Mittel gegen den Band- und
Spulwurm. Nur die frische, nicht über 1 Iaht| alte Wurzel ist jedoch brauchbar, ältere ist wirkungs-! los, und überhaupt muß sie in gut verschlossenenGesäßen aufbewahrt werden, indem sie sonst leichtihre Krast verliert. Sonst gab man den Wurzelnzuweilen durch Ausschneiden eine handsörmige Ge-stalt und verkaufte sie unter dem Namen Jo han-!nishändchen als ein Mittel gegen Zauberei.Vermittelst Schwefeläther versertigt man einen dick-flüssigen, grünen Extract, Fxtraotura oder OlouinFilicis aethereum, daraus, welcher von bitterem,settigem, kratzenden Geschmack, widerlichem Geruchund braun-grünlicher, dunkler Farbe ist, die wirk-
> samen Bestandtheile der Wurzel enthält und auschemischen Fabriken bezogen werden kann. In derWurzel ist Oel, Balsam/ Bassorin, Stearin, Pectin,Gummi, Extractivstoff, Gerbestoff, Zucker, Eiweißund Stärkemehl enthalten. Sehr oft nimmt manauch die Wurzeln von Aspidiuin Filix foemina undanderer Filix-Arten, die jedoch weniger wirksam sind ',den darin enthaltenen Extractivstoff hat man Fili-cin oder Filix säure genannt, ein hellgelbes Pul-ver von ekelhaftem Geschmack.
Faröer-Jnseln, f. Faröer-Jnseln.
Farowein, ein guter weißer Wein aus der por-tugiesischen Provinz Algarbien, der besonders nachEngland und zuweilen auch nach dem nördlichenEuropa geht. S. auch Pharo.
Farsel, s. Färsel.
Farthing, englische Kupfermünze, s. Großbri-tannien.
Fasan, gemeiner oderkolchischer, Phasia-nus colehicus, ein bekannter, hühnerartigerVogel, von schöner Gestalt und Zeichnung, besondersdas Männchen, und wegen seines feinen, zartenFleisches sehr geschätzt. Er lebt fast im ganzen mitt-len und südlichen Europa, aber meist in eigenen Ge-hegen oder Fasanerien gezogen, doch auch nicht seltenwild, da er sich aus den Fasanerien zuweilen ver-stiegt und in der Wilduiß fortpflanzt. Die bestendeutschen Fasanen sind die böhmischen, welche des-halb auch häufig versandt und von den Delikatessen-händlern verkauft werden Die schönen langenSchwanzfedern verarbeiten die Federschmücker zuFederstützen und Staubwedeln. — Außer dem ge-meinen Fasan kommen in Deutschland besonders derGoldfasan, Ptiasiamis pictus, und der Sifbcr-fasan, Ph. nychthemerus, vor, die zuweilen inLustgärten und Hühnerhofen zur Zierde gehaltenwerden. Beide stammen aus China und sind sehtzärtlich und empfindlich gegen die Kälte. In Chstmund dem südlichen Asien gibt es außerdem noch meh-rere außerordentlich prächtige Arten, wie Pü. Argus,Diardi, veneratus, superbus U. «., die aber nur sehtselten nach Europa kommen.
Faseln,juckende, Lilignao hirsutao, Covr-Reh, KuhkrLtze, heißen die mit rothbraunen, Wtiges Jucken erregenden Borsten besetzten, LsörlMggekrümmten Samenhülsen der in Ost- und WestM-dien im Sande wachsenden Oolieüos prurieos, D 0 'lichos urens, Mucuna pruriens u. M. urens, erstermit kriechendem, windendem, letztere mit kletterndemStengel. Die 2V-—3"' langen Borsten werde»vorsichtig mit einem Messer von den reifen Früchte"abgeschabt, sind borstenartig, haben lauter dichte