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Erster Band.
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Federn

gelegte Feder sich nicht mit der gehörigen Leichtigkeitwegblasen läßt. Vermischung mit Federn andererVogel, besonders von Hühnern, Enten und bergt.,kann man durch die Form, die Farbe und den Geruchentdecken, was aber bei gerissenen schwerer ist als beiangerissenen. Ferner hat man beim Einkauf daraufin sehen, daß den Federn keine alten und abgenutztenbeigemischt sind; dies läßt sich ebenfalls bei unge-genssenen leichter als bei gerissenen bemerken, dennbei ersteren sind die Fahnen an den Spitzen bestoßenund wie abgefressen. Bemerkt man kleine Löcher inden Fahnen, so sind Milben darin. — Die Federnber wilden Gänse, der Schwäne und Pelikane sindbesser als die der zahmen Gänse, aber viel seltenerund theurer. Schwanenfedern und Dunen kommenbesonders aus Nordamerika und von der Hudsons-bai, zuweilen aber auch aus den Ostseehäfen. Enten-ledern ballen sich leicht in den Betten und werdenklumpig; man kann jedoch diesen Fehler wenigstens?um größten Theil verbessern, wenn man sie in einerschwachen Kalklauge kocht, dann in reinem Wassersorgfältig auswäscht und in gelinder Ofen- oderSonnenwärme trocknet. Hühner- und Taubenfedernsind bedeutend schlechter als Gänsefedern, am untaug-lichsten aber sind die von fleischfressenden Vögeln,schon wegen des widrigen Geruchs, den sie stets be-halten. — Die vorzüglichsten Bettfedern sind dieEiderdunen,Etterdunen odcrSternfed crn,auch isländischerFederstaub genannt, von dertu Island, Norwegen, Lappland, Finnland und aufben Färöer-Jnseln lebenden Eidergans oder dem^idervogel, Anas mollissima. Diese nistet inFelsenspalten, kleinen Höhlungen und anderen ge-schützten Stellen, am liebsten auf kleinen Inseln,seltener an der Küste des festen Landes, besondersum vor den Hunden und Katzen, die sie sehr fürchten,geschützt zu sein. Auf Island und den Färöern hatU>an deshalb kleine Inseln durch Abgraben und Ab-sprengen von Felsen gebildet; auch gräbt man dort?u den Userabhängen Reihen von Löchern in die Erde,Ut denen sie ebeusalls nisten. Nachdem die Böget anber zu ihrem Nieste ausgewählten Stelle eine Unter-mge von Gras. Seetang und dgl. gemacht haben,rupfen sich das Männchen und das Weibchen eine großechienge Daunen aus der Brust und bilden darauso>u dickes, weiches Bett für die Eier, die sie dannbuch, wenn beide Aeltern das Niest verlassen müssen,damit bedecken. Bon der ersten und zweiten Brütwerden die Federn und die Eier, welche gegessenworden, aus dem Neste genommen; die dritte Brütüber läßt man ungestört. Das Einsammeln ist oftM Lebensgefahr verknüpft, da sich die Nester nichtleiten an unzugänglichen Stellen an steilen Felsen-manden befinden, zu denen sich die Menschen anstricken von oben herablassen müssen. Aus einem

Rest-

erhält man durch wiederholtes Ausnehmen

'/a 3 / 4 Psd. Dunen, welches Quantum sich jedoch^.urch das Reinigen fast auf die Hälfte vermindert,räch dem Reinigen und Trocknen packt man die Fe-, Ebn in kleine Packete von 3—4 Psd. sest zusainmenO^b bringt sie so in den Handel. Zum Gebrauch» beben sie in einem Kessel über Kohlenfeuer mäßigj, wärmt und dabei mit einer Ruthe geschlagen, wo-urch so auflaufen, daß man mit 2—3 Psd. ein! Deckbett füllen kann, und überhaupt gibtlj^psb. Eiderdunen so viel aus, als 3 Psd. gewöhn-lcher Federn. Dabei sind sie außerordentlich elastisch,JWmen sehr und machen weisig oder gar keinen

Staub,

weshalb sie besonders zu Deckbetten, zu Reise-

und Feldbetten sehr beliebt sind; aber wegen ihreshohen Preises können sie allerdings nur von Wohl-habenden benutzt werden, auch ist der Unterschiedgegen gute Gänseflaumfedern nicht so bedeutend, alsder Unterschied im Preise. UebrigenS ist dieQnalitätder Eiderdunen sehr verschieden; am besten sind diegraubraunen, welche vom Weibchen herrühren, ge-ringer die vom Männchen kommenden weißen; dievon geschossenen Vögeln sind viel geringer als dieaus den Nestern genommenen. Auch kommen sieoft mit Gänsedunen vermischt vor. Die besten Eider-dunen kommen aus Grönland, die meisten aber ausIsland; die von den Färöer-Jnseln sind die ge-ringsten. Aus Rußland kommt eine sehr gute Art,die auf Nowaja Semlja und Spitzbergen gesammeltwird, aber von einer anderen Entenart als der Eider-gans kommen soll. In einigen Gegenden Nor-wegens, namentlich in der Nähe von Drontheim,hat man es, obgleich mit vieler Mühe, dabin ge-bracht, Eidergänse zu zähmen; sie leben daselbst ver-traulich unter den Menschen und nisten selbst in denKüchen und im Backofen. — Der Hauptbezugsortfür die Eiderdunen ist Kopenhagen, außerdem Lübeckund Hamburg.

Schreibfedern,Federposen oderSpnhlensind die Schwungfedern aus den Flügeln der Gänse;von den Schwänen und Raben werden sie seltener,die letzteren meist nur zum Zeichnen benutzt. Diebesten Federn sind die, welche den Gänsen währendder Mauser im Mai und Juni einzeln ausfallen,von den Hirten gesammelt und an die Federposen-fabrikanten, welche deshalb gewöhnlich Leute aus demLande herumschicken, verkauft werden. Diejenigen,welche den lebenden Gänsen ausgerissen werden, sindnur dann brauchbar, wenn sie völlig oder doch fastganz reif sind; ganz untauglich aber sind die vontodten Gänsen. Die unterste Feder jedes Flügelsheißt Eck- oder Ortpose, auch Stockkiel; sie istvöllig rund, sehr hart und hat nur einen sehr kurzenKiel, daher sie den wenigsten Werth hat. Die beidendarauf folgenden, welche S ch l a ch t - oder Schlag-pos en genannt werden, sind die besten und an demvon der Natur gebildeten Ausschnitte am unterenTheile der schmalen Fahne kenntlich. Die beiden fol-genden heißen Breit- oder Brütfedern, auchJungfernkicle und sind von geringerer Quali-tät. Diese 5 Federn sind aus jedem Gänseflügelallein zum Schreiben brauchbar. Die aus dem linkenFlügel lassen sich beim Schreiben bequemer halten,als die aus dem rechten; man erkennt sie daran, daßman die schmale Seite der Fahne zur Linken hat,wenn man die Feder so vor sich hält, daß man dieRinne im Fahnenschafte sieht. — Um zum Schreibengebraucht werden zu können, müssen die Federn ge-zogen werden, wodurch ihnen ihr Fett und diedünne Haut, mit welcher der Kiel bedeckt ist, genom-men wird und sie zugleich den nöthigen Grad vonHärte und Sprödigkeit erhalten, damit sie sich reinund ohne Zähne spalten lassen. Das Wesentlichedabei ist, daß der Kiel der Feder durch Wärme er-weicht , dann unter einer fest aufgedrückten stumpfenMesserklinge durchzogen und durch einen Druck längsder Seiten wieder gerundet wird. Die Wärme mußzwischen 50 und 70 " R. sein und wird gewöhnlicherreicht, indem man die Feder in warme Asche oderSand, oder auch in kochende« Wasser steckt, bis siesich ganz weich anfühlt. Man hat dazu, sowie auchzum Durchziehen, was gewöhnlich auf einer Unter-lage vonTu-b und dgl. geschieht, besondere Apparate,