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Erster Band.
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465
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Frldryprrsse

Feilkloben 465

® e *te glatt (Ansatzseilen); halbrunde sind zuweilen^ur auf der flachen Seite gehauen und platte nur aufber einen breiten Seite; auch hat man messersörmige,Zum Einseilen fchmaler Einschnitte. Auch die Spitz-^uge, eine ringförmig gebogene Stahlplatte mit»eilenhieben auf der äußeren Seite, auf denen die^Hitzen an die Stecknadeln gefeilt werden, gehörenAerher, indem sie ebenfalls von den Feileuhauernverfertigt werden. Die kleinsten und feinsten Feilenbrauchen die Uhrmacher, ebenfalls von sehr verschie-den Formen; diese werden außer in England, auch'F.der Schweiz in fast gleicher Güte verfertigt. In-lürnberg fabrizirt man ebenfalls kleine Feilen, aberbvn geringerer Güte; doch sind die Nürnberger klei-dn Nadelseilen berühnit, welche noch jetzt selbst nachEngland abgesetzt werden. Nach ihrer Form undben Arbeiten, zu denen sie bestimmt sind, haben dieMilen auch sehr verschiedene Benennungen, derenAufzählung, sowie die nähere Beschreibung der ein-»Unen Arten uns hierzu weit führen würde. Stroh-JA’ l e n nennt man große viereckige Feilen, welchemit Stroh umwickelt verschickt werden. Sie werdennach t em Bunde verkauft , welches je nach der GrößeFeilen 1, 2, 3 oder 4 Stück enthält. In Oester-vk>ch wird der Preis der Feilen auch zuweilen nachGuldenwerth bestimmt, was von der StadtFleier herrührt, wo besonders viel verfertigt werdenUlid wo man sie in Bunde verpackt, von denen jedesoder 240 Psenn. kostet. Je kleiner daher die«elleu sind, desto mehr sind in cineni Bunde ent-halten, und die Nummern, mit denen man sie be-Mchnet, deuten an, wie viel Pfennige das StückUtet. Nr. 3 enthält daher z. B. 80 Stück und das^Uick kostet 3 Pfenn., Nr. 12 enthält 20, Nr. 30° Stück k. Große Feilen für «schmiede und SchlosserWerden auch nach dem Pfunde verkauft. — Eine guteFeile mutz besonders ganz hart und von ganz reinem^tahl von gleicher hellgrauer Farbe sein; sie mußWien regelmäßigen, gehörig riefen Hieb und dieWichtige Form haben, besonders nicht krumm oder'b'udschief sein.

Feilkloben, s. Schraubstöcke.

Feilspähne, s. Eisen.

rei ' " »eunt man Gold und Silber, welches ganzsJ 11 ist und gar keinen Zusatz von einem geringerendri » e bgt, und man bezeichnet daher mit dem Ans-ien' Feingehalt, Feinheit oder Feine das-l *:’9 e Quantum des reinen Metalls, welches in einerde« H lmten Ntasse enthalten ist, oder das Verhältniß, « Korns und Schrots (f. d.). Ganz reines oder^ nes Gold und Silber wird mit sehr wenigen Aus-ftän^n weder zu Münzen noch zu anderen Gegen-init verarbeitet, sondern man vermischt es immerschn ■ wodurch es härter wird und sich wenigerP“ abnutzt. Früher wurden zwar in einigenSilk ^n Goldmünzen aus einer Mischung von Gow,-. wer und Kupser geschlagen, was aber jetzt nir-

wehr geschieht; dagegen hat man in neuereres ,, vas Silber zuweilen mit Nickel versetzt, wovonschn ^ ^'^r kleinen Quantität bedarf, um die Mi-h»tsehr hart zu machen, aber dieses VerfahrenP^'wch keine allgemeine Anwendung gesunden. Die^llchung des'Goldes und Silbers mit einem an-Uuj,"^^wll nennt man die L eg ir un g oder AlltageWeik""'' rothe Legirung, wenn Kupfer, diebeid-s ' Silber und die gemischte, wenn

Wan z'Pksetzt ist. Die Legirung bei Gold nenntschun Karatirung Das Verhältniß der Mi-«g wird bezeichnet, indem man angibt, wie viel

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feines Dietall in einer gewissen Gewichtseinheit deslegirten enthalten ist, und als diese Einheit galtfrüher in Deutschland die Mark (s. d.j. Man theiltediese beim Golde in 24 Karat und beim Silber in16 Loth und das Karat in 12, das Loth in 18 Grän,bei beiden also die Mark in 288 Grän. Unter 18ka-rätigem Golde versteht man z. B. eine Mischung,welche in jeder Mark 18 Karat feines Gold, unter14löthigem Silber eine solche, die in der Mark 14 Lothfeines Silber enthalt; das erstere hat mithin y 4 , dasletztere y 8 seines Gewichts Kupferzusatz. Nach denBestimmungen des Wiener Münzvertrags soll nunin Deutschland überall der Feingehalt in Tausend-theilen ausgedrückt werden, und es ist zugleich festge-setzt worden, daß die Vereiusmüuzen im Mischungs-verhältuiß von 900 Tausendtheilen Silber oder Goldund 100 Tausendtheilen Kupfer ausgeprägt werdensollen. Die früher allgemein gebräuchlichen, gleich-bedeutende» Ausdrücke Karätigkeit und Löthigkeit,dürften daher im Handel bald nicht mehr verständlichsein. — In den meisten außerdeutschen Ländern wirdder Feingehalt auf andere Weise bezeichuet. InFrankreich gibt man an, wie viel Tausendtheile(millièmes) des Gewichts das feine Metall beträgt,und man nennt daher z. B. Gold oder Silber, wel-ches 9 /, 0 feines Metall und y 10 Kupfer enthält,900 Millièmes fein. Das Nämliche geschieht auchin Belgien und den Niederlanden. In E n g -land wird der gesetzliche Feingehalt des Münzgoldesund Silbers iStandardgold und Standard-silber) zum Grunde gelegt und das Mehr oder We-niger angegeben, wobei man das Pfund Troygewichtbeim Silber in 12 Unzen (Ounces, abgekürzt Oz.)à 20Pfenniggewicht (Penny-weights , abgck. dwts.)à 24 Grain (Grains), beim Golde aber in 24 Karatsà 4 Grains eintheilt. Der Feingehalt des Standard-silbers ist 31 /,„>, denn es enthält ini Pfunde 11 0z.2 dwt. seines Silber, oder es ist nach deutscher Be-zeichnung 14y 8 Iöthig; der des Standardgoldes da-gegen ist Il / 12 , indem es im Pfunde 22 Oar. f. Goldenthält oder 22karätig ist. Wenn nun anderes Goldoder Silber feiner oder geringer ist als Standard,so gibt man nur den Unterschied an und setzt imersten Fall den Buchstaben lll. oder 14 (more oderVetter , mehr oder besser), im letzten den Buch-staben W. (worse, weniger oder schlechter) dazu.Gold von ü. oder M. 3 Gr. ist daher 3 Grains besserals Standard, oder es enthält 22 Oar. 3 Gr. seinesGold im Psunde, d. h. es ist 22 3 /,,karätig; Silbervon V. 1 0. 12 dwt. ist 9 Oz. 10 dwts. sein oder122/glöthig. In Rußland, wo das Pfund in96 Solotnik à 96 Doli getheilt wird, gibt man dieAnzahl der 96stel an, und Silber von der Probe 88enthält daher im Pfunde 88 Solotnik feines Silber,d. h. es ist n /,2 sein oder 14y 8 löthig. — Die Art unddie Eintheilung des Gewichts, deren man sich zurBestimmuug des Feingehalts der edlen Metalle be-dient und die häufig von denen des gewöhnlichenHandelsgewichts abweichen, nennt man das Pro-birgewicht.

Felbel, s. Velpel.

Feldrochenille nennt man die von den wild-wachsenden Cactuspflanzen gesammelte Cochenille,welche geringer ist, als die ächte von den kultivirtenPstanzeu. _

Feldcypresse, Erdbirn- oder schlafkräut-lein, Erdweihranch, Schlagkraut, llerbaChamaepityos, ist das Kraut von Aj u g a C ha-maepityos, einer in ganz Deutschland aus Sand-

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