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Erster Band.
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Ferolehol?

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Fettwaaren

entgegengesetzten, nach dem Gegenstände gerichtetenEnde des Rohrs einObjektivglas, in den meistenFällen aber zwischen diesen noch ein oder mehrereGläser. Nur kleine Fernrohre und namentlich dieTaschenperspektive, sowie einige astrono-mische Fernrohre, zu Beobacbtungen am Himmel,werden jetzt mit nur zwei Gläsern verseriigt. Beiden ersteren ist das Okularglas concav, das Objektiv-glas convex; bei den letzteren aber sind beide Gläserconvex, ,wodurch sie ein größeres Sehfeld erhalten,aber die Gegenstände verkehrt erscheinen lassen, wasjedoch bei Betrachtung der Himmelskörper nichtsschadet. Die größeren auf der Erde zu brauchendenFernröhre haben im Innern, in der Nähe des con-vexen Okularglafes nock> zwei convexe Gläser, welchezwar eine stärkere Vergrößerung erzeugen, aber eigent-lich die Deutlichkeit beeinträchtigen. Da der Randeines erhaben geschliffenen convexen Glases einPrisma bildet, so werden die durch denselben gehen-den Lichtstrahlen in die Regenbogensarben zerlegtund deshalb erblickt man durch die gewöhnlichenund besonders älteren Fernrohre die Gegenstände,welche nicht in der Mitte des Sehfeldes liegen, mitfarbigen Rändern. Diesem Uebelstande wird jedochabgeholfen, wenn man das Objektivglas aus einerconvexen Linse von Crownglas und einer concavenvon Flintglas, welche genau in einander passen, sodaß sie nur ein einziges Glas bilden, zusammensetzt.Man nennt solche Fernröhre achromatische undverfertigt sie jetzt durchgängig auf diese Art. — Te-leskope nennt man übrigens vorzugsweis die astro-nomischen Fernröhre, in denen auch zuweilen einSpiegel angebracht ist, auf welchem das Bild desGegenstandes durch vergrößernde Gläser betrachtetwird. Man nennt diese Spiegelteleskope oderReflectoren, zum Unterschiede von den Re-fractoren oder dioptrischen Fernrohren,in denen sich nur Gläser befinden. — Besonders inEngland und Frankreich werden Fernröhre für dengewöhnlichen Gebrauch in großen Quantitäten fabrik-mäßig verfertigt; außerdem aber auch in vielen großenStädten Deutschlands: in Wien, Berlin, München,Augsburg, Nürnberg rc., in letzterer Stadt beson-ders geringe zu billigen Preisen. Die besten In-strumente dieser Art verfertigt Dollond in London,welche deshalb Dollondsche Fernröhre oderDollonds genannt werden. In Deutschland liefertPlößl inWien, Kellner inWetzlar, dieFrauen-hofersche Kunstanstalt in München ausgezeichneteFernröhre und Mikroskope. Die größten Spiegel-teleslope wurden vom Grafen von Rosse in Englandgebaut, dessen neuestes und größtes 50 Fuß Länge,6 V 2 Fuß Durchmesser des Rohrs und einen me-tallenen Hohlspiegel von 6 Fuß Durchmesser hat.Es wiegt 240 Ctr. und ruht aus 2 Mauern von60 Fuß Höhe. Kleine Taschenperspektive und ein-fache und doppelte Theaterperspeklive werden beson-ders in Berlin, Wien, Nürnberg und noch mehr inParis verfertigt.

Feroleholz, s. Atlasholz.

Ferrado, Getreidemaß in der spanischen ProvinzGalicien.

Ferrandine oder Ferandin e, ein ursprünglichfranzösischer halbseidener Zeug mit seidener Kette undEinschlag von Wolle, Baumwolle, Kameelgarn oderLeinengarn, der früher in verschiedenen Arten, glatt,geköpert, gestreift rc. verfertigt wurde.

Ferridcyankalium, s. Blutlaugensalz. .

Ferrocyanwasserstoffsäure und Ferridcyan-

wasserstosfsäure. Erstere enthält 2, letztere 3 AtomeWasserstoff, welche gegen Metalle ausgewechselt wer-den können; sie bilden dann sowohl die Ferrocyammetalle wie die Ferridcyanmetalle. Die erstere, auchEisenblausäure genannt, ist ein weißes, auch gelb-liches, krystallinisches Pulver, leicht löslich in Wasserund in Alkohol und nicht giftig. Die Salze, welchesie liefert, sind z. B. Ferrocyanammoniak. weiße-durchsichtige Krystalle, Ferrocyanblei, Ferrocyanfilbtt,Ferrocyaneisen u. v. A. Die Ferricyanwasserstoff-säure, auch rothe Eisenblausäure genannt, gibt dieFerricyanmetalle, wie Ferridcyanammoniak, schönerothe Prismen, Ferrodcyanblei dunkelrothe Krystalle,Ferridcyansilber dunkelgelb u. v. A. Am wichtigstesist die Verbindung mit Kalium, das FerrocyankaliuM,gelbes Blutlaugensalz und Ferridcyankalium rothesBlutlaugensalz, s. Blutlaugensalz.

Ferronnerie nennt man in Frankreich Eisen-waaren.

Ftzurnin, s. Eisen. — F. acetioum oxydatumliquidum, s. Eisenoxyd, essigsaures. — F-

amm oniaco tartaricum, s. Eisenoxydammoniak,weinsaures. — I’. ammoniato-muriaticum, 1-Eisensalmiakblumen. — F. bromatum, (•Eisen, brvmsaures. •— F. carbonicum, f-Eisenoxyd, kohlensaures. — F. citricum,s. Eisenoxyd, citronsaures. — F. hydro-cyanicum, f. Berlinerblau. — F. hydrojodicumoder jodatum, s. Jodeisen. — F. lacticum, I-Eisen, milchsaures. — F. limatum, Eisen-feile, s. Eisen. — F. muriaticum oxydatum, j-Chloreisen. — F. muriaticum oxydulatum, 1'Eisenoxydul, salzsaures, und Chloreisem— F. nitricum, s. Eisen, salpetersaures. —F. oxydatum suscum, s.Eisen, kohlensaures. ""F. oxydatum rubrum, s. Eisenoxyd, rothes.

F. oxydulatum carbonicum, s. Eisen 0 xydul,kohlensaur es. — F. oxydulatum nigrum, I-Eisenmohr. — F. phosphoricum, s. Eisen,phosphorsaures. — F. sulphuratum, s. Schwe-feleis en. — F. sulphuricum, s. Vitriol. — F.sulphuricum oxydatum liquidum, s. Eisen oxyb,schwefelsaures. — • F. tannicum, s. Eisenoxyd,gerbsaures. — F. tartaricum, s. Eisenoxydsweinsteinsaures. — F. valerianicum, s. Eisen-oxyd, baldriansaures. (

Fesen wird in manchen Gegenden der Dinkelgenannt.

Festan, s. Sahara.

Feste Valuta, s. Valuta.

Festungsachat, s. Achat.

Fetisgvld wird zuweilen das von der GoldkUsndes westlichen Afrikas kommende Gold genannt.

Fettammer, s. Ortolan.

Fette Henne oder knolliges Sedum, Sedu®Telephium, eine an trocknen Stellen auf Anhöhenund in Wäldern, auf Mauern rc. wachsende pereN-nirende Pflanze, mit eirunden ungestielten und geszähnten sehr dicken Blättern, die man zuweilen beVerwundungen als kühlendes Mittel und den darangepreßten L>.aft gegen Hühneraugen und Warzenbraucht. ' __

Fette Seide nennt man die rohe, von den Eo-cons abgehaspelte Seide, welche noch gar keine ZUrichtung erhalten hat.

Fettthvn, s.Bolus, rother. ( •„

Fettwaaren nennt mau im Allgemeinen alle ^>

den Handel kon . .

und fette Oele,

aren nennt mau im Allgemeinen ane...kommenden thierischen und Pflanzenfettekk, wie Butter, Talg, Schmalz, Spm,