Fettrvachs
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Fmerstrin
Thran, Speise- und Brennöle, Theer, Terpentin rc.Oft versteht man darunter aber nur die festen, zurSpeise dienenden Artikel dieser Art und rechnet dannauch Schinken und andere geräucherte Fleischwaaren,Würste und zuweilen auch Käse dazu. Außer für denHandel sind diese Fette auch für die Chemie wichtig,b» sie große Reihen von Produkten liefern, wie Stea-rinsäure, Acidum stearinicum; Oelsäure, Acidum■ °leosum; Fettsäure, Acidum sebacicum; Margarin-säure, A. margarinicum und viele andere, die mitihren Verbindungen die weitläufigsten Verzweigungengeben. Diese Säuren sind noch mit Fettbaseu ver-bunden, welche man jedoch noch nicht rein dargestellthat, weil sie sogleich in das Hydrat übergehen. Vondiesen wollen wir nur anführen das Glyceryloxydund Cetyloxyd, ss. Oelsüß und Wallrath).Die Fette haben in der Technologie die ausgedehn-ieste Verwendung.
Fettwachs, s. Adipocire.
Feuerassekuranz, s. Versicherung.Feuerbaken, Feuerblüsen, s. Baken.Feuereimer, wasserdichte, von Hanf gewebte,'■ Spritzenschläuche.
Feuergewehre, s. Waffen.
Fcueropal, s. Opal.
Feuerschwamm, Zündschwamm, Zunder-ichwainm, auch oft nur Schwamm genannt, istder zubereitete innere faserige Theil zweier Arten desLöcherschwammes, Polyporus fomentarius, nämlichdes Feuerschwammes, Bolotus iguiarius, unddes Z un der s ch w amm es, B. fomentosus, haupt-sächlich aber des letzteren. Beide wachsen besondersan den Stämmen der Eichen, Rothbuchen, Birken,Linden, Ulmen und Walluußbäume. Der Feuer-schwamm hat anfangs die Größe und Gestalt einesder Länge nach durchgeschnittenen Eies, das mitseiner Schnittfläche festsitzt und außen weiß bestäubtist; während er größer wird, nimmt er immer mehrdie Gestalt eines oben gewölbten Pferdefußes an underreicht zuweilen einen Querdurchmesser von 1 FußUnd eine Höhe von 4 Zoll; die äußere Farbe wirdbräunlich, dann schwärzlich und endlich schnmtzigstsau, inwendig aber zimmtbraun. Die innere Massem anfangs sehr zäh, später aber hart wie Holz, unddeshalb benutzt man ihn selten und nur in gänzlicherErmangelung der zweiten Art als Zündschwamm,da seine Bearbeitung viel Mühe verursacht. — DerÄunderschwamm sitzt ebenso wie der vorige and«i Stämmen, ist halbrund, polsterförmig oder drei-*®8, etwa IFnß breit'und VeFuß dick, außen glatt,maulich oder schmutzigweiß, im Alter schwärzlich vonFarbe. Die innere Masse besteht aus einem bräun-uch-gxlben Gewebe von Fasern, das die zähe Consi-ssenz des weichen Korks hat; die untere Fläche ist miteiner y 4 —i Zoll dicke» Schicht senkrechter, mehr hol-der feiner Röhrchen bedeckt. Im August und Sep-tember wird er eingesammelt, von der äußeren Rindeund der Röhrenschicht befreit, in dünne Scheiben ge-schnitten und mehrere Wochen lang in eine LaugeHolzasche und Potasche gelegt, der man auch zn-oilen, damit er besser Feuer fängt, etwas Salpeter,uder in Wasser aufgelösten Bleizucker zu-l«t. Nachdem er herausgenommen worden, schlägtnan ch» niit einem hölzernen Schlägel, trocknet ihn7?u und macht ihn endlich durch anhaltendes ReibenM.schen den Händen weich. Mit dieser Arbeit be-schäftigen sich gewöhnlich arme Bewohner der Wald-gegenden, besonders im Erzgebirge und in Böhmen,welche den Schwamm auf den Messen und Jahr-
märkten verkaufen; jetzt aber hat sich der Gebrauchdesselben durch die Einführung der bequemeren, ob-gleich feuergefährlicheren Streichzündhölzer sehr ver-mindert. Aus den größten Stücken verfertigt manzuweilen runde Käppchen, welche den Kops kühlhalten sollen. In einigen Orten, namentlich inNürnberg und Ulm, gibt es auch Fabriken, welchesich mit der Zubereitung des Schwammes im Großenbeschäftigen; sie verarbeiten gewöhnlich nur ausge-sucht große und durchaus weiche Stücken, die sie aberviel theurer verkaufen, als die Waldbewohner selbst.Am besten verfertigt man ihn in Ulm (UlmerSchwamm), theils schwarz, theils braun vonFarbe. Auch verfertigen diese Fabriken Papier-oder Blätter schwamm, indem sie die kleinenStücken und Abgänge in eine breiartige Niasse ver-wandeln, die wie Papier geschöpft und gepreßt wird.Aus diesem wird auch der Reibzündschwammgemacht, indem man ihn in 1 Zoll breite Streifenund diese in zusammenhängende schmale Stückchenschneidet, auf deren freies Ende man ein Tröpfchenvon der zu den Reibzündhölzchen verwendeten Massethut. Bon den Kleinhändlern wirb der Feuerschwammgewöhnlich noch mit einer Salpeterlauge getränktoder mit Schießpulver eingerieben und heißt dannSalpeterschwamm und Pulverschwamm.In Frankreich wird er auch mit Chlor weiß gebleichtund dann mit chlorsaurem Kali feuersangend ge-macht. Ausgesucht reiner und ganz weich geklopfterSchwamm wird von den Chirurgen als blutstillendesMittel gebraucht Und unter dem Namen Wund-oder Blntschwamm, Agaricus 6llirurgo-Tum, in den Apotheken geführt. Zu diesem Zweckewird auch zuweilen der Eichenwirrschwamm,Daedalia quercina, auf ähnliche Art zubereitet unddann Fungus Quercus praeparatus genannt. Diechemischen Präparate, welche daraus gewonnen wer-den, sind: das Fnngin, trocken, eine schwarze,spröde, geschmacklose Masse; Schwammsänre,eine farblose, scharssanre, nicht krystallisirbare Masse,welche an der Lust zerfließt; S ch w a m m z u ck e r, dermit dem Mannit identisch sein soll und in durchsich-tigen Krystallen gewonnen wird.
. Feuerstähle/ zum Feueranschlageu, von verschie-dener Form, auch zum Anhesten an Schwamm-täschchen eingerichtet, werden von den Fabriken kleinerStahlwaaren in Schmalkalden, Jserlohn, Solingen,Nürnberg rc. verfertigt.
Feuerstein, eine Art sehr dichter Quarz von hell-oder dunkelgelber, bräunlicher, grauer oder schwarzerFarbe, durchscheinend, mit muscheligem 'Bruche,matter oder nur sehr wenig schillernder Bruchfläche,der sich hauptsächlich in Kreidefelsen in derben, ku-geligen oder nierensörmigen Massen findet. Die ein-zelnen, meist mit einer Kreiderinde überzogenen Feuer-steinknollen enthalten im Innern oft Höhlungen undVersteinerungen, oder schließen ganz andere Minera-lien ein. Zuweilen bildet er auch ein Conglomératmit Quarz, .Jaspis rc., den sogenannten Wurst -oder P u d d in g st e i n. Er findet sich in den Kreide-gebirgen von Rügen, Jniland, England, ganz be-sonders aber in Frankreich in der ehemaligen Cham-pagne, Picardie und Berry. Der französische besitztvor allem anderen in hohem Grade die Eigenschaft,sich vermittelst des Meisels und Hammers in glatte,regelmäßige Stücke zerspalten zu lassen, und deshalhwerden in jenen Gegenden die besten Flinten st einedaraus verfertigt, welche früher in der ganzen Weltversandt wurden, jetzt aber seit Einführung der Zünd-